Karo in der Mode – schick, aber Vorsicht ist geboten

Autor(in): | aktualisiert am: 30.12.2009

Karo - kariertes Kostüm von Lac et Mel

Karo ist eines der großen Mode-Themen in diesem und sicher auch im nächsten Jahr. Das ist auch sehr schön und völlig in Ordnung, setzt man es gezielt und nicht ganz planlos ein. Mit Klein-Karo oder solchem Karo, wie beispielsweise im nebenstehenden Kombination von Lac et Mel, noch dazu in Schwarz und Weiß, kann man kaum etwas falsch machen. Solche karierten Kleidungsstücke werden auch längerfristig modern und tragbar sein. Das gilt aber auch für andere Farben und weniger kostrastreiche Karo-Stoffe.

Vorsicht geboten ist hingegen bei großem und einfachem Karo. Bei allem, was „drunter“ trägt, also z.B. Blusen oder Hemden, sollte man prüfen, ob man das Karo überhaupt noch erkennt. Bei allem, was man drüber trägt, also z.B. Blazer, empfehle ich zurückhaltend sein. Zu großes Karo, besonders, wenn es sehr einfach gehalten ist, wirkt da oft deplaziert, weil es geometrisch irgendwie nicht passt – besonders, wenn die Karos mit „Rändern“ versehen sind, wie ein karriertes Blatt Papier etwa. Solche Stoffe mögen heute durchgehen und vielleicht sogar einen gewissen Reiz haben. Ist das Thema, also das Karo, aus der Mode verschwunden, wirken solche Kleidungsstücke sehr schnell unmodisch.

Das kann man vermeiden, in dem man sich beim Mode-Thema Karo besser für Accessoires entscheidet – also z.B. das Hemd oder die Bluse, ein Tuch oder Schal. Etwas mutiger kann man auch bei allen überwiegend modisch geprägten Kleidungsstücken sein, die man nur kurze Zeit tragen will.

Karierte Stoffe, bei denen die Karos die aufwändiger sind, also z. B. mehrfarbig oder mit versetzten Geometrien, sind oft sehr schick und auch nicht so problematisch, wie die einfachen Karos. Sowas kann schon mal für eine Winterjacke o.ä. taugen.

Das gilt besonders für alle karierten Stoffe „mit Tradition“. Schottenkaro zum Beispiel, bekannte Schul-Karos, das Western-Karo oder ländliche Karostoffe. Bei solchen Stoffen kann man entweder sehr konsequent sein und sich insgesamt entsprechend dem Thema kleiden – oder aber man setzt ganz gezielt Akzente damit, in dem man Sie nur vereinzelt (noch besser wiederkehrend) zu einer sonst überwiegend zurückhaltend gefärbten Kleidung trägt. Ich empfehle, wenn Ihr solches plant, Euch die originalen Vorbilder einmal genauer anzusehen. Die sind nämlich oft ausdrücklich akzentuiert, nicht „durcheinander“.

Eine ländlich karierte Bluse z.B. bitte nicht unter einem Trachtenkleid tragen, wenn das selbst schon aufwändig verziert ist. Eins von Beiden sollte einfach gehalten sein. Ihr verschenkt auch Möglichkeiten, wenn Ihr Kleidungsstücke mischt, die eigentlich für 2 verschiedene Outfits taugen (und gedacht sind). Ähnliches gilt auch für die Herren. Also z.B. entweder nur eine karierte Weste oder Weste und Jacke im gleichen Stoff zu einem einfarbigen Hemd. Oder, wenn das Hemd kariert ist, ensprechend Zurückhaltung beim Darüber üben.

Sehr delikat wird es, wenn man 2 verschiedene Karostoffe aufeinander tragen möchte. Das sollte nur der oder die tun, die einen ausgewiesen guten Geschmack haben. Was eine äußerst modische und geschickte Mischung sein kann, verkommt auch schnell zur Clownerie und zum Farb-Chaos.

Aber, ich will niemanden das Karo-Thema ausreden. Im Gegenteil! Habt Mut, Karo ist schick!

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Weiterführende Artikel:

Quellenangabe: Das Bild oben stammt von der Mercedes Benz Fashion Week Berlin im Januar 2009, dort aus der Kollektion von Lac et Mel. Alle Rechte liegen dort. Siehe auch unseren Artikel dazu (Link oben).

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