Warum Frauen ihre Männer nicht fressen – oder, was Frauen mit Elefanten-Weibchen gemein haben…

Autor(in): | aktualisiert am: 3.12.2010

Die berühmte Schwarze Witwe frisst das Männchen, nachdem es seinen “Dienst” erwiesen hat. Elefanten-Weibchen tun das nicht. Dafür gibt es einen guten biologischen, evolutionär-bedingten Grund, wie bei uns Menschen, der auch logisch erklärt, dass Frauen ohne ihre Männer nicht auskommen, auch wenn sie gelegentlich anderes versichern oder wenigstens weis machen wollen.

Doch Frauen haben mit Elefanten noch mehr gemein: Z.B. liegen ihre milchgebenden sekundären Geschlechtsorgane zwischen den Vorderbeinen (Armen) und nicht wie bei den meisten Säugetieren weiter hinten (unten). Elefantenweibchen rotten sich in Gruppen mit familienähnlichen Strukturen zusammen und verbringen viel Zeit miteinander, auch, wenn sie nicht verwandt sind und kümmern sich rührend und hingebungsvoll um die Kleinen, auch mal um das Andere, wenn dessen Mutter gerade anderweitig beschäftigt ist. Tanten sind recht nachgiebig und liebevoll. 

Ihr müsst mal am Nachmittag an unserem “Mutter-&Kind-Café” vorbeigehen! Gehen? Quetschen! Denn der recht breite Fußweg dort, auf dem in ländlichen Gegenden schon mal eine ganze Straße Platz finden würde, ist voll”geparkt” von Kinderkutschen, wie das Parkshaus im Einkaufsceenter am verkaufsoffenen Adventssonntag! Als Mann würdest Du da auch nicht reingehen und wohl auch nicht dürfen…

Frauen haben ein “elefantenähnliches” Gedächtnis. Wenn Du einmal der scharfen Blonden (oder Brünetten) aus dem Nachbarhaus auf den kleinen süßen Po geschaut hast (es war wirklich nur der Hauch eines Blickes!), wird sie immerfort, wenn ihr gemeinsam das Haus verlasst, vermuten, Du hättest es schon wieder getan, fändest die Andere sowieso viel attraktiver und Dein Herzblatt viel zu dick und überhaupt seist Du in letzter Zeit recht unaufmerksam, würdest Dich zu wenig um sie kümmern, Dich zu wenig für sie interessieren…

Ich kenne auch noch mehrere verschärftere Varianten: Zum Beispiel fahrt Ihr gemeinsam zum Einkaufen, steht im Stau, Du bist im Stress und damit beschäftigt, Deinem Vordermann bei dem Glatteis nicht ins Heck zu rutschen – da taucht (für Dich unsichtbar) irgendwo zwischen den hunderten Passanten eine Grazie auf, von der Deine Frau meint, sie sei attraktiv. Du hast gar keinen Nerv dafür, andere Frauen anzuschauen, auch keinen Grund, denn Du liebst Deine Frau und schon gar nicht hast Du aus der grauen Masse überhaupt irgendein Individuum wahrgenommen (zur Erinnerung: Es ist Glatteis und Stau).

Oh, oh, oh… Jetzt lügst Du auch noch! … nach 10 Minuten Krach und fortwährenden Beteuerungen Deinerseits, dass Du wirklich nicht wüsstest, von was oder wem sie spricht: “…solltest es wenigstens zugeben!”. Der Abend ist gelaufen!

Letztes Beispiel: Äußere nie (wirklich nie!), dass Du die Schauspielerin XY eigentlich ganz hübsch findest! Erstens wirst Du froh sein, nicht schon an gleichen Abend das Schicksal mit dem Männchen der Schwarzen Witwe zu teilen, noch bevor Du Deinen “Dienst” an dem Abend erfüllt hast – wahrscheinlich wird es dazu (zum “Dienst”) an dem Abend auch nicht mehr kommen. Zweitens werdet Ihr nie wieder, schon gar nicht in Ruhe, einen Film mit der Betreffenden schauen (können) – Gründe und Diskussionsgegenstand während dessen: siehe oben!

Hingegen solltet Ihr endlich mal wieder gemütlich auf der Couch kuscheln – so mit Rotwein und Kerzen, wenn zufällig George Clooney oder ein anderes Wesen seiner Spezies übergroß auf dem Bildschirm flimmert…

Jetzt mag der geneigte Leser fragen, wie man auf derlei Gedanken kommt. Nun, diesem Leser empfehle ich das Interview mit Ullrich Frey “Immer nur das Eine” in Brand eins, in dem er mit allerlei Mythen in der Interpretation der Evolution und der “Besonderheiten” des Menschen dabei aufräumt.

Ausgewählte Themen im Salsango-Magazin:


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