Afro Fever 2014 – Kizomba Festival in Lissabon

Autor(in): | aktualisiert am: 9.05.2014
Autorin Magdalena Matysiak zur Kizomba-Party in Lissabon - Foto: (c) Benjamin Voet

Autorin Magdalena Matysiak zur Kizomba-Party in Lissabon – Foto: (c) Benjamin Voet

Kizomba. Vom 7.-9. Februar 2014 wurde in Lissabon die zweite Runde des Kizomba-Festivals „Afro Fever“ eingeläutet. Im letzten Jahr war das Kizomba-Festival in der wunderschönen portugiesischen Hauptstadt schon ein überragender Erfolg, wurde deshalb wiederholt und begeisterte die Teilnehmer aufs Neue. Ich war dabei und möchte nun meine Eindrücke mit euch teilen.

Lissabon – das Herz jedes Kizomba-Tänzers schlägt höher, wenn der Name dieser Stadt erklingt. Lissabon ist eine der europäischen Hochburgen des Tanzes aus Angola, den wir so lieben. Hier pulsiert das Herz des Tanzes, hier erklingen Kizomba Songs aus vorbeifahrenden Autos, hier wird man bereits am Flughafen mit dem Wort „Saída“, was auf Portugiesisch „Ausgang“ bedeutet und eine der Basistanzfiguren des Kizomba ist, begrüßt. Welche Stadt eignet sich besser, um völlig in den Kizomba einzutauchen?

Neben unendlichen Tanzmöglichkeiten im „Barrio Latino“, einem Ausgehviertel in der Altstadt, kann man auch in kultureller Hinsicht die bezaubernde Stadt „auf den sieben Hügeln“, auf denen sie gebaut ist, genießen und dabei ein „Pastel de Nata“, ein typisch portugiesisches Blätterteigtörtchen mit Pudding naschen.

Aber kommen wir zurück zum eigentlichen Thema – dem Afro Fever Festival!

Nach einer rauschenden Pre-Party im besagten „Barrio Latino“ am Donnerstag vor dem Festival-Wochenende begann der erste Tag mit einem Workshop in Sachen „Leading Technique“ und endete mit einer farbenfrohen Party, denn der Dresscode dieses Abends hieß „colourful“. Ein Überraschungsgast, der Kizomba-Interpret Denis Graca, überraschte mit einer Live Performance seiner bekanntesten Songs.

Sara Lopez beim Workshop Ladystyling in Lissabon - Foto: (c) Benjamin Voet

Sara Lopez beim Workshop Ladystyling in Lissabon – Foto: (c) Benjamin Voet

Am Samstag und Sonntag ging es dann richtig los mit zwar wenigen, aber dafür qualitativ hochwertigen Workshops und hervorragenden bekannten Kizomba-Lehrern.

Ein absolutes Highlight war für mich der Musicality-Workshop bei Albir Rojas, dem Lehrer mit den meisten Kizomba-Videos auf Youtube. Albir vermittelte uns nicht nur sein hervorragendes Musikverständnis anhand verschiedener Songs, sondern lehrte uns eine musikalisch passende Schrittkombination zu einem der momentanen Hits der Kizomba-Szene, „Tournez la Page“ von Zaho. Die Teilnehmer waren begeistert von dem unglaublichen Musikverständnis und der sympathischen Persönlichkeit des ursprünglich aus Panama stammenden Kizomba-Stars.

Die frühere Tanzpartnerin von Albir, Sara Lopez, war ebenfalls beim Afro Fever Festival dabei und begeisterte uns Frauen bei ihren Lady-Styling- und Tarraxinha-Movements-Workshops.

Aber auch die anderen Kizomba-Dozenten leisteten hervorragende Arbeit und brachten uns Teilnehmer nicht nur zum Tanzen, sondern auch sehr oft zum Lachen – und Lachen ist wie Tanzen ja bekanntlich die beste Medizin.

Besonders in Erinnerung geblieben sind mir Tony Pirata & Sophie, Thomas Keita & Filipa Castanhas, Chavy & Marta sowie die besonders unter Afrohouse- und Kuduro-Fans bekannten Mandela & Lisa.

Der Gala-Abend am zweiten Tag des Festivals war ebenfalls ein Erfolg und die Tänzer blieben bis 6 Uhr morgens auf der Tanzfläche. Gekrönt wurde das Festival von der „Kizomba-Hell“-Party am Sonntag, bei der man laut Motto entweder im Engel- oder Teufel-Look auf der Party erscheinen sollte. So schmorten wir also die dritte Nacht in der Kizomba-Hölle – oder besser gesagt schwelgten im Kizomba-Himmel, denn die Tanzfläche war mit den sanften Kizomba-, rhythmischen Tarraxinha-, exzessiven Afro House- sowie fröhlichen Semba-Kängen eher das Paradies auf Erden.

Eine unerwartete Überraschung machte den Abend noch einzigartiger: Sara Lopez hatte Geburtstag, wurde auf der Bühne von einem Live-Ständchen des berühmten Interpreten Mika Mendes mit dem Dauerbrenner „Mágico“ überrascht, bekam einen waschechten Lapdance eines der Dozenten vorgeführt und einen leckeren Geburtstagskuchen serviert.

So ging das Festival leider schon seinem Ende entgegen. Wir haben viel gelernt, getanzt und tolle Menschen getroffen! Und all diese wertvollen Erfahrungen und Momente nahmen wir Kizomba-Pilger aus ganz Europa, USA und Kanada auf dem Weg zurück in unsere Heimatländer – in der freudigen Erwartung auf das nächste Kizomba Festival ;-)

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