Konzert-Bericht: Eddie Palmieri an his Salsa Orchestra in Berlin

von: | aktualisiert am: 10.06.2013

Eddie Palmieri beim Wassermusik-Festival im haus der Kulturen der Welt

Salsa mit Eddie Palmieri und Band im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Salsa mit Eddie Palmieri und Band im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Berlin. Gestern waren Eddie Palmieri and his Salsa Orchestra zum Konzert in Berlin. Hinzugehen, hat sich gelohnt!

Sind wir vorgestern noch mit Soneros de Verdad mit der Barkasse durch die Karibik geschippert, nahm uns Eddie Palmierie mit auf einen Express-Zug durch die kontinentale Salsa – voller Urbanität und Kraft.

Eddie Palmieri als schnaubende Dampflok allen voran, begleitet von exzellenten Musikern – ohne Ausnahme!

Der Prinzipal am Piano kann seine Jazz-Affinität nicht verbergen (warum sollte er auch?) und spielt, wenn er sich nicht gerade in den Reigen seines Salsa-Orchesters einreiht, auch schon mal was ganz anderes, als der Rest der Band – worüber sich seine Musiker-Kollegen auf der Bühne köstlich amüsieren (können, wie schön!).

Das geht allerdings nur, weil der alte Herr einen jungen Bassisten an seiner Seite weiß, der sich stets in seinen Dienst stellt, das musikalische Gerüst zusammenhält und auf alle Ideen seines Meisters adäquat reagiert – was sichtlich nicht immer einfach war. Leider weiß ich seinen Namen nicht, aber der Bassist hatte an diesem Abend eine der schwierigsten Aufgaben und hat diese vorzüglich gelöst. Ein großes Bravo!

Gleichermaßen bescheiden und sich dennoch nie versteckend die Sänger und die Perkussion. Ein Traum für jemanden wie mich, dem der Überschwang dieser beiden Orchesterteile bei anderen Salsa-Bands zuweilen gehörig auf die Nerven geht.

Eddie Palmieri mit seinem "Kumpel" an der Tres

Eddie Palmieri mit seinem „Kumpel“ an der Tres

Dazu eine Tres, die ich nur selten besser gehört habe. Man spürt deutlich die Verbundenheit zweier Freunde!

Und dann die Bläser!

Sätze von jeweils 2 unterschiedlich gestimmten Trompeten (in B und D?) und Posaunen (Tenor und Bass) – eine Spezialität von Palmieri – mal kraftvoll zupackend, mal giftig und spitz. Im Orchester-Arrangement genauso spannend und präsent, wie bei den Soli. Ich könnte glatt ins Schwärmen geraten!

Männer, das war großes Kino!

Einziger Malus: Die Schwerhörigkeit der Techniker. Mindestens da, wo ich stand, war es nicht nur viel zu laut, sondern vor allem auch hoffnungslos übersteuert. Mit solcher Dynamik einer Combo hatten die Herren an den Reglern wohl nicht gerechnet?

So hat das Klangerlebnis im Haus der Kulturen der Welt Schaden genommen, auch wenn es mir den Spaß am Konzert nur trüben, nicht aber verderben konnte.

Am 12. August 2012 ist Eddie Palmieri noch einmal in Deutschland, nämlich zum Konzert in Hamburg (mehr dazu im Artikel, Link folgen). Geht hin, wenn Ihr es irgenwie einrichten könnt!

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