Eiskunstlauf: ISU lässt russische Eiskunstläufer wieder zu
von: Karsten Heimberger | aktualisiert am: 3. Juli 2026Der Internationale Eislauf-Verband (ISU) erlaubt den Start von Eiskunstläufern und Eistänzern aus Russland bei Eiskunstlauf-Wettbewerben.

Eiskunstlauf – ISU lässt russische Eiskunstläufer wieder zu – Foto: Natalya Karpeka auf Unsplash
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Inhaltsverzeichnis
Ab der Eiskunstlauf-Saison 2026–2027 können russische Eiskunstläufer als Neutrale Athleten an internationalen Eiskunstlauf-Wettbewerben teilnehmen (auch weißrussische Athleten). Das hat die ISU beschlossen und mit der ISU Communication 2804 am 30. Juni 2026 in Überarbeitung oder Anpassung der ISU Communication 2469 (das war die Sperre) bekanntgegeben.
Vier Jahre hatte der Internationale Eislauf-Verband (ISU) Sportler aus Russland und Belarus von allen Wettbewerben ausgeschlossen. Einzige Ausnahme waren die letzten Olympischen Winterspiele, bei denen wenige ausgewählte Sportler nach einem speziellen Auswahlverfahren und entsprechender Qualifikation antreten durften.
Bedingungen für den Start als neutrale Athleten
Die Entscheidung betrifft Erwachsene und Junioren, wobei sich die Sportler ihre sportliche Reputation (Weltranglisten-Punkte) zunächst über kleinere Wettbewerbe der Challenger-Serie erarbeiten müssen.
Eventuell ergibt sich für zum Beispiel Adeliia Petrosian und Petr Gumennik die Möglichkeit zur Teilnahme an den Grand-Prix-Wettbewerben. Das hängt aber noch von vielen Faktoren ab, die derzeit noch nicht absehbar sind. Im Moment steht noch nicht einmal fest, ob diese beiden Sportler überhaupt starten dürfen und können.
Übrigens könnte theoretisch auch Kamila Valieva wieder an den Start gehen, wenn sowohl der russische als auch der internationale Verband das erlauben, denn ihre Dopingsperre ist abgelaufen (siehe auch unseren Artikel Eiskunstlauf: Kamila Valieva und Alexandra Ignatova (Trusova) sind zurück) und sie hat laut einer Information des russischen Verbandes angemeldet, dass sie an Wettbewerben teilnehmen will.
Wie das bei den Junioren geregelt wird, bei denen im Junior Grand Prix mehr junge Sportler starten als beim großen, müssen wir nun erst einmal in Erfahrung bringen.
Auf alle Fälle gibt es keine Bevorzugung wegen der Erfolge der Sportler des Russischen Eiskunstlaufverbandes in der Vergangenheit. Weil der Verband mehr als drei Jahre gesperrt war, müssen zum Beispiel reservierte Startplätze bei bestimmten Wettbewerben mit neuen Ergebnissen erst erlaufen werden.
Insgesamt müssen wir noch abwarten, welche Sportler nach dieser Regelung international an den Start gehen können, denn an die Starterlaubnis sind eine Reihe von Bedingungen geknüpft, die natürlich erst einmal geprüft werden müssen.
Das Verfahren entspricht in etwa dem im Vorfeld der Olympischen Spiele, soll aber ein eigenes sein und auch ständigen Überprüfungen unterliegen. Wir würden es erst einmal bei dieser Anmerkung belassen, können jedoch bei Interesse unserer Leser darauf auch näher eingehen.
Keine Sonderregelungen für Funktionäre
Offizielle und Funktionäre aus Russland und Belarus sind übrigens von der neuen Regelung nicht betroffen. Damit will sich die ISU gesondert beschäftigen und einen Plan erarbeiten, wie dieses Sonderkapitel geregelt werden kann, denn die Notwendigkeit sieht die ISU schon.
Am Eiskunstlauf-Wettbewerbsprogramm in Russland soll sich übrigens nichts ändern, wie Anton Sikhuralidze angekündigt hat, der Präsident des Russischen Eiskunstlauf-Verbandes. Es könnte vielleicht notwendig sein, einzelne Termine zu verschieben. Auch das muss nun erst einmal geprüft werden.
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