Ernährung für Tänzer: Die Grundlage für eine gute Fitness

Autor(in): | aktualisiert am: 16.02.2020
Ernährung für Tänzer - Die Grundlage für eine gute Fitness

Ernährung für Tänzer – Die Grundlage für eine gute Fitness – Foto: Brooke Lark auf Unsplash

Tanzen gilt zu Recht als Sport. Beim Tanzen werden viele Muskeln im ganzen Körper und vor allem auch unser Kopf und unsere Sinne beansprucht. Das erfordert Training, Kondition und eine Extraportion Beweglichkeit.

Sowohl Hobby- als auch als Profitänzer sollten deshalb wie andere Sportler auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Eine gute Sporternährung hält den Körper fit und versorgt ihn mit den nötigen Nährstoffen, um schließlich auf der Tanzfläche die maximale Leistung zu erbringen.

Wer 1-2 Mal in der Woche sich mit Freunden triftt und tanzen geht, dem tut es zwar gut, sich gesund zu ernähren, aber der Einfluss auf die Leistung wird sich in Grenzen halten. Wer aber regelmäßig übt und trainiert, Choreos einstudiert, zu Festivals fährt oder sogar an Wettbewerben teilnimmt, sollte auf seine Ernährung achten.

Vollkornprodukte bilden wichtige Basis

So ist es wichtig, dass das Hauptaugenmerk auf einer ballaststoffreichen und ebenso vollwertigen Kost liegt.

Eine Basis für eine gesunde Ernährung sind Vollkornprodukte. Sie enthalten sehr viele Vitamine, Mineral- und Nährstoffe. Außerdem beeinflussen Vollkornprodukte den Blutzuckerspiegel ausgesprochen positiv. Sie lassen ihn nur langsam ansteigen und halten ihn dann aber auch lange stabil, was ausgesprochen vorteilhaft ist. Vollkornprodukte gibt es sowohl als Brot und Brötchen als auch bei Nudeln und Reis. Da sie den Blutzuckerspiegel weitgehend stabilisieren, machen diese Produkte sehr lange satt.

Vollkorn-Brot als Grundlage einer gesunden Ernährung

Vollkorn-Brot als Grundlage einer gesunden Ernährung – Foto: Wesual Click auf Unsplash

Neben Vollkornprodukten sollten Tänzer am besten auf reichlich Obst und Gemüse setzen. Frisches Obst und Gemüse enthält viele Vitamine, hat einen angenehm knackigen Geschmack und bringt zudem wichtige Mineralstoffe mit. Weiterhin stärkt es das Immunsystem. Obst und Gemüse sollte mehrmals am Tag gegessen werden, wobei immer wieder kleine Mengen ausreichen. Im besten Fall wird auf Obst der Saison zurückgegriffen. Dieses schmeckt besonders angenehm.

Weiterhin sind gesunde Fette und Proteine wichtige Bestandteile der Sporternährung und sorgen beim Tanzen für die nötige Fitness. Proteine, also Eiweiße, versorgen den Körper mit wichtiger Energie. Proteine können dem Körper natürlich zum einen über diverse Tierprodukte zugeführt werden, zum anderen können aber auch pflanzliche Produkte eine wichtige Eiweißquelle sein.

Kleine Snacks vor dem Training bewirken wahre Wunder

Natürlich sollten Tänzer grundsätzlich dauerhaft auf eine sportgerechte Ernährung achten. Doch gerade direkt vor dem Training kann ein kleiner Snack noch einmal wahre Wunder bewirken. Vor allem einzelne Lebensmittel haben sich dabei als exzellente Energielieferanten etabliert. So reicht eine Hand voll Nüsse zum Beispiel aus, um die Energiereserven tagsüber aufzufüllen. Wer sich mit Nüssen nicht anfreunden kann oder an einer Nussallergie leidet, kann stattdessen auch auf eine Banane ausweichen. Beides hat den Vorteil, dass es zwar sehr viel Energie mitbringt, aber keineswegs ein unangenehmes Völlegefühl hinterlässt. Das würde der Tanzleistung dann eher schaden als nutzen.

Fester Bestandteil einer gesunden und ausgewogenen Ernährung ist natürlich auch die nötige Flüssigkeitszufuhr. Am besten eignen sich Wasser und ungesüßte Tees. Tänzer, die hin und wieder auch einmal Lust auf ein anderes Getränk haben, können auch auf Smoothies oder selbst hergestellte Fruchtschorlen ausweichen. Beide sind erfrischend und bringen zudem noch wichtige Vitamine mit.

Grundgerichte helfen bei der gesunden Ernährung

Es ist nicht leicht, sich im Alltag immer wieder gesund und ausgewogen zu ernähren, sodass der Körper stets mit der richtigen Menge an Nährstoffen versorgt wird. Daher lohnt es sich, sich zu Beginn einen genauen Plan zu erstellen. Er bildet die Grundlage für den Wocheneinkauf, kann aber natürlich auch immer ein wenig abgeändert werden.

Bei den Grundgerichten muss unbedingt darauf geachtet werden, dass diese ausreichend Fett, Eiweiß und natürlich auch Kohlenhydrate liefern, sodass der Körper auf genügend Energiereserven beim Tanzen zurückgreifen kann. Sowohl online als auch in vielen Kochbüchern gibt es eine Reihe von Rezepten, die für diese Grundgerichte verwendet werden können. Die meisten Grundgerichte sind recht schnell und einfach zubereitet, lassen sich aber auch immer wieder abwandeln.

Grundgerichte helfen bei der gesunden Ernährung

Grundgerichte helfen bei der gesunden Ernährung – Foto: Ella Olsson auf Unsplash

Sind einige Grundgerichte griffbereit, kann mit der Ausarbeitung eines konkreten Essensplans begonnen werden. Dieser kann sich natürlich zum einen auf die Hauptmahlzeit beziehen, kann zum anderen aber auch Frühstück und Abendessen berücksichtigen. Essenspläne sind überhaupt nicht spießig und bringen einen entscheidenden Vorteil mit: Sie ersparen die Suche nach einem genauen Gericht. Deswegen ist das Risiko, dass dann doch zu einem Fertiggericht gegriffen wird, deutlich geringer.

Bei der Zusammenstellung der Gerichte sollten einige Faustregeln beachtet werden. So ist es wichtig, dass jede Mahlzeit eine ausreichende Portion Gemüse umfasst. Empfohlen werden in etwa drei Hand voll. Weiterhin sollte etwa eine handtellergroße Menge an Proteinen gereicht werden. Die Menge der Beilagen übersteigt die der Proteine am besten nicht.

Ein gesunder Stoffwechsel braucht ausreichend Flüssigkeit

Tänzer sind wie alle anderen Sportler auch auf einen gesunden und ausgewogenen Stoffwechsel angewiesen. Damit der Körper optimal arbeiten kann, braucht er aber die nötigen Grundlagen und die Basis schlechthin ist hier ganz einfach Wasser. Um den Stoffwechsel anzukurbeln, sollten Tänzer täglich wenigstens zwei Liter Wasser trinken. Am besten wird auf stilles Wasser zurückgegriffen. Die Wassermenge wird dem Körper gut verteilt über den ganzen Tag hinweg zugeführt. Nach dem Training, der Show oder nach einem Wettkampf kann der Wasserbedarf höher sein. Wer schwitzt, verliert viel der wertvollen Flüssigkeit, sodass die Speicher dann wieder aufgefüllt werden müssen.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung zeichnet sich nicht durch die Kalorien aus, die ein Mensch zu sich nimmt. Das beste Beispiel hierfür sind Nüsse. Nüsse sind ausgesprochen wertvoll für die Ernährung, denn sie enthalten reichlich gesunde Fette. Gleichzeitig sorgt der hohe Fettgehalt aber auch dafür, dass sie recht kalorienreich sind. Gerade bei einer Sporternährung, die eben auch von solchen Snacks lebt, lohnt es sich daher nicht, Kalorien genau zu zählen.

Naschen ist erlaubt

Natürlich sollen sich Tänzer ebenso wie andere Sportler gesund und ausgewogen ernähren, doch es darf auch einmal eine Ausnahme geben. Naschen ist nämlich in der Tat erlaubt. Wichtig ist dabei allerdings, dass das richtige Maß nicht aus den Augen verloren wird. Wer sich aber hin und wieder aus kulinarischer Sicht etwas gönnt, vermeidet die ausgesprochen gefährlichen Heißhungerattacken, die es sonst sehr schnell gibt.

Abwechslung ist das A und O

Auch bei einer gesunden Ernährung gilt: Abwechslung ist das A und O. Die Mahlzeiten sollten möglichst frisch und bunt sein. Das sorgt dafür, dass das Essen mehr Spaß macht und der Körper die Nährstoffe erhält, die er braucht. Dabei erklären Ernährungswissenschaftler immer wieder, dass umso mehr Nährstoffe in den Lebensmitteln stecken, desto intensiver die Farbe ausfällt. Eine gesunde Ernährung muss alles andere als langweilig sein. Wer am Morgen beispielsweise am liebsten Haferflocken isst, kann diese hervorragend mit verschiedenen Obstsorten kombinieren und erhält damit immer wieder andere Geschmacksnuancen.

Für Tänzer ist ebenso wichtig wie für Sportler, dass vorwiegend kleine Mahlzeiten verzehrt werden, die sich gut über den Tag verteilen lassen. Mehrere, kleine Mahlzeiten bieten erhebliche Vorteile. Zum einen wird dadurch der Magen nicht zu stark gedehnt und zum anderen ist die Energiezufuhr gleichmäßig. Das vermeidet größere Schwankungen im Blutzucker, die sich dann wiederum nur schwer ausgleichen lassen. Bleibt die Energiezufuhr gleichmäßig, lässt sich außerdem vermeiden, dass sich Müdigkeit und Antriebslosigkeit breitmachen.

Auch bei Obst und Gemüse - Abwechslung ist das A und O

Auch bei Obst und Gemüse – Abwechslung ist das A und O – Foto: Iñigo De la Maza auf Unsplash

Zur gesunden Ernährung gehören nicht nur die Produkte, die verzehrt werden, sondern auch die Art, wie gegessen wird. So ist es wichtig, möglichst langsam zu essen und die Lebensmittel auch gut zu kauen. Dadurch werden die bestmöglich aufgespalten und der Körper kann die Nährstoffe optimal verarbeiten. Wird man beim Essen nicht abgelenkt und werden die Produkte richtig gekaut, bietet das zudem den Vorteil, dass sich ein Sättigungsgefühl schneller einstellt und nicht zu große Mengen an Nahrung verzehrt werden.

Tänzer sollten bei ihrer Ernährung darauf achten, dass zwischen 55 und 60 Prozent der gesamten Nahrungsmittel aus Kohlenhydraten bestehen. Weitere 20 bis 30 Prozent entfallen auf das Fett, wobei hier darauf geachtet werden sollte, dass es sich möglichst um gesundes Fett handelt. Etwa 12 bis 15 Prozent können zudem durch Proteine gebildet werden.

Tiefkühlware ja, aber Fertigprodukte stehen lassen

Es ist gar nicht so leicht, sich auf Dauer gesund und ausgewogen zu ernähren. Möglich ist das übrigens nur, wenn vorwiegend frische Produkte verwendet werden. Bei Fertigprodukten, die es beispielsweise als Tiefkühlware gibt, kann keinerlei Einfluss auf die Zutaten genommen werden. Gerade in diesen Produkten steckt oft allerhand Zucker. Zudem werden nur selten Vollkornprodukte verwendet.

Es spricht aber nichts dagegen, immer tiefgefrorenes Gemüse oder auch Obst im Haus zu haben, auf das man zurück greifen kann, wenn die frischen Produkte gerade ausgegangen sind oder wenn man nach einem anstrengenden Tag einmal keine Lust mehr hat, erst frisches Gemüse zu putzen.

Es gibt inzwischen in allen Supermärkten entsprechende Angebote von Obst- oder Gemüsesorten, die außer dem Reinigen und dem Kleinschneiden keine weitere Vorbereitung erfahren haben. Für einen Smoothie am Morgen oder tagsüber oder eine schnelle Gemüsepfanne am Abend kann man Tiefkühlware als Reserve immer daheim haben. Ein weiterer Vorteil ist, dass man solche Vorräte leichter portionieren kann. Was nicht verbraucht wird, legt man einfach wieder zurück ins Tiefkühlfach für die nächste passende Gelegenheit.

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