Letzter Aufruf Bikini-Figur – oder was macht Frau attraktiv

Autor(in): | aktualisiert am: 3.12.2011

Wer im Sommer eine attraktive Bikini-Figur machen möchte und bisher etwas nachlässig war, sollte nun wirklich langsam zur Tat schreiten. Viele der einschlägigen Magazine bringen Anleitungen, wie man fit für Sommer und Strand wird, ein paar straffende Muskeln an den wichtigen Stellen aufbaut und lästige Pfunde und Pölsterchen verliert. Doch was macht eine ansprechende Strandfigur aus? Wie sieht man sexy in Bikini oder Badeanzug aus?

Jeder wird da seine eigenen Ideen und Vorstellungen haben! Das ist gut so und soll auch so bleiben. Es gibt aber auch einige gesicherte Erkenntnisse, wenn man sich dem Ganzen aus wissenschaftlicher Sicht nähert. Interessanter Weise sind bestimmte Vorstellungen nämlich fest zementiert – ganz unabhängig von Zeit, Kultur oder individuellen Besonderheiten.

Das A und O bei der Beurteilung der Attraktivität von Frauen scheint das Verhältnis von Taille und Hüfte zu sein. Das hat einen handfesten Hintergrund. Doch dazu später mehr. Überraschend ist, dass über einen langen Zeitraum und Generationen hinweg, das Verhältnis von Taille und Hüfte immer in etwa gleich ist, wenn man die s.g. Schönheitsideale betrachtet – nämlich ungefähr bei 0,7! Das war zu Zeiten von Marylin Monroe so und ist es bis heute geblieben. Selbst das legendäre Model Twiggy, die zum Höhepunkt ihrer Karriere lediglich 42 kg wog, hatte ein Taillen-Hüft-Verhältnis von 0,73 – und damit sogar mehr Fett auf der Hüfte, nämlich mindestens 0,1 mehr als alle Miss Amerika seit den 20er Jahren (0,69-0,72) und sogar 0,2 mehr als alle Playmates seit 1955 (0,68-0,71). Wenn man heute meint, die Models würden immer dünner, so ist das wahr und falsch zugleich. Tatsächlich sind die Supermodels durchschnittlich größer, wirken dadurch wesentlich schlanker und sind natürlich Ausnahmeerscheinungen, was ihren Körperbau betrifft. Eine Untersuchung von 300 Supermodels hat jedoch ergeben, dass deren Taillen-Hüft-Proportion bei durchschnittlich 0,71 liegt.

Taille und Hüfte sind gefragt

Taille und Hüfte sind gefragt

Bringen wir das Ganze in einen realen Zusammenhang, so liegt das eben zitierte Verhältnis bei der s.g. Durchschnittsfrau zwischen 0,67 und 0,8 – und zwar über alle Kontinente und Kulturen hinweg. Die Psychologin Devendra Singh hat bei 18 Kulturen die Beurteilung der Attraktivität von Frauen untersucht und dabei heraus gefunden, dass das Verhältnis von Taille zu Hüfte wichtiger war, als die Größe des Busens oder das Körpergewicht.

Damit sind wir auch bei dem o.g. handfesten Hintergrund für dieses Ideal. Es ist nämlich kein Zufall, dass gerade Männer Frauen mit einem nahezu idealen Taillen-Hüft-Verhältnis attraktiver finden. Verantwortlich für die Fettverteilung an den genannten Stellen ist nämlich der Östrogen- bzw. Testosteron-Spiegel. Eine niederländische Studie hat ergeben, dass es einen Zusammenhang zwischen diesem Verhältnis und der Fortpflanzungsfähigkeit von Frauen gibt. Diese Art der Fettverteilung hatte einen größeren Einfluss auf die Empfängnis, als Alter, Gewicht, BMI oder sogar das Rauchen. Hatten die Frauen ein Verhältnis von maximal 0,8, war die Chance einer Schwangerschaft fast doppelt so groß, wie bei den Frauen, die über 0,8 lagen. Dies gilt sogar bei künstlicher Befruchtung oder Embryonentransfer. Ein in diesem Sinne günstiges Verhältnis von Taille zu Hüfte verspricht also eine größere Fortpflanzungswahrscheinlichkeit für den Mann (mal ganz abgesehen von dessen eigenen Unzulänglichkeiten).

Also, liebe Frauen, macht Euch nicht zu viele Gedanken, wenn Ihr meint, Eure Brüste wären zu klein, zu groß oder nicht schön genug. Ihr macht Euch da mehr Kummer, als nötig. Ich denke, als Mann kann ich das mit einer gewissen Sachkenntnis beurteilen :-)! Auch ein paar Kilo zuviel machen Euch nicht automatisch unattraktiv. Und gleich noch ein Trost dazu. Dieses Verhältnis verändert sich mit zunehmenden Alter und mit der Schwangerschaft. Frauen am Beginn der Wechseljahre haben tendenziell ein Taillen-Hüft-Verhältnis, das dem der Männer gleicht, nämlich durchschnittlich 0,85 bis 0,95. Dafür kann niemand etwas, das war und ist so. Außerdem denke ich, dass Frauen und Männer in einem etwas fortgeschrittenerem Alter zunehmend mehr auf andere Werte achten, als auf die potentielle Fortpflanzungsfähigkeit.

Eine schöne Körpermitte und ein “angemessener” Po ist also ein Ziel, das man anstreben kann, wenn es um eine ansprechende Bikini-Figur geht. Beides kann man trainieren und das ist offensichtlich erfolgversprechender, als jede Diät, bei der die Frau bekanntermaßen zuerst am Oberkörper und am Busen abnimmt. In der letzten Fit for fun findet sich ein intensives Trainig mit den beiden Beach-Volleyballerinnen Sara Goller und Laura Ludwig. Auch online kann man sich Anregungen für das Bauchtraining der beiden holen (Link folgen).

Damit wir hier nicht einseitig nur eine Zeitschrift nennen, sei auch noch die Brigitte genannt, mit einem Po-Oberschenkel-workout  – oder Bild der Frau mit 7 Übungen für einen knackigen Po.

Wer sich eher durch Videos animieren und anleiten lassen will, kann dies ausführlich tun, auch bei Fit for fun. Dort gibt es Übungsvideos zu allen möglichen Themen – und natürlich für den Bauch, schöne Beine und Po .

In unserem Salsango-Shop haben wir übrigens einige aktuelle Bikini- und Bademode-Modelle zusammengetragen.

Quellenangaben:

Wesentlichen Anteil an diesem Artikel hatte die Lektüre des Buches “Nur die Schönsten überleben – Die Ästhetik des Menschen” von Nancy Ethoff. Ein sehr interessantes Buch, das ich jedem nur empfehlen kann, der sich mit diesem Thema beschäftigen möchte.

Die Zeitschriften sind im Artikel benannt und Links dorthin gelegt.

Das Bild oben stammt von Eva Kaliwoda. Alle Rechte liegen dort. Der Link führt direkt zu Ihrem Profil bei www.pixelio.de.

Ausgewählte Themen im Salsango-Magazin:


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