Lyambiko CD ‚Muse‘ veröffentlicht – Nichts für Eilige

von: | aktualisiert am: 13.03.2015
Lyambiko CD 'Muse' veröffentlicht

Lyambiko CD ‚Muse‘ veröffentlicht

Muse, aber keine leichte Muse ist die neue CD von Lyambiko! Wer nicht erfahren ist im Genre Jazz muss sich unbedingt Zeit und – eben – Muse nehmen, sonst erschließt sich ihm das neue Album von Lyambiko nicht und wird es enttäuscht zurück legen.

Das aber liegt weder an den Stücken, noch an der Stimme der Sängerin Lyambiko und schon gar nicht am musizierenden Musiker-Set von Marque Lowenthal (Piano), Robin Draganic (Bass) und Heinrich Köbberling (Drums). Es ist die Art der Interpretation und die Art zu musizieren, die die Stücke manchmal verkünsteln, teils unnötig für meine Ohren. Vermutlich ist es aber genau das, wofür andere dieses Album loben und vielleicht sogar lieben werden.

Ein gutes Beispiel – auch weil viele Leute es kennen – ist „Besame mucho„. Von der fast körperlich ergreifenden Leidenschaft, die dieses Lied in ungezählten Interpretationen hat, ist nicht viel übrig. Es wird verwandelt vom Evergreen zum Kunstlied. Das mögen manche, na klar. Ich weniger.

Live wird das vermutlich ganz anders sein. Ich kann mir sehr gut vorstellen, wie man sich gebannt dem Ensemble, dem jeweiligen Stück oder einzelnen Instrumental-Passagen zuwendet und sich am Spiel der Musiker ergötzt. Ich sehe die Situation bildlich vor mir!

Und so gelingt mir auch der Zugang zu diesem Album. Mit einem Kopfhörer und nichts anderem, was ablenkt, kann ich den Liedern und den Musikern folgen. Es möge aber bitte niemand zugleich mit mir kuscheln wollen. Eins von beiden geht dann vermutlich schief.

Nun soll das jedoch keinesfalls ein Abraten von dieser CD sein! Hat man Zeit und den Zugang gefunden, entdeckt man viele schöne oder auch spannende und interessante Momente. Nur „by the way“ sollte man das Album wenigstens die ersten Male nicht hören.

Es gibt etliche gelungenere Stücke, als das oben schon genannte: „Spring“ von Lyambiko selbst z.B. macht mir richtig Spaß beim Hören! Die weiteren Titel sind sämtlichst Neuinterpretationen mehr oder weniger bekannter Songs anderer – ausschließlich – Damen. Auch „Exit Ahead“ von Gabriela Krapf finde ich sehr gelungen. Oder „Landslide“ von Stevie Nicks oder „And how I hoped for your love“ von Abbey Lincoln oder das spritzige „Horacio“ von Jutta Hipp, Lyambiko und Fumi Udo. Wie schon erwähnt, entdeckt man manches Zuckerstückchen, wenn man erst einmal „drin“ ist in der CD.

Mehr solche Nachrichten findet Ihr wie immer in unserem Popmusik-Magazin, neuerdings in der Kategorie Jazz oder Ihr schaut allgemein unter Unterhaltung.

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