Meinung zu Dancing on Ice am 20.1.2019 – Kritik: Zu übertrieben!

Meinung zu Dancing on Ice am 20.1.2019 – Kritik: Zu übertrieben!

Autor(in): | aktualisiert am: 21.01.2019

Trübe Aussichten für Dancing on Ice - Fast alles bisher Gute war diesmal schlecht

Dancing on Ice 2019 - Meinung zur Sendung, Kritik zur Show

Dancing on Ice 2019 – Meinung zur Sendung, Kritik zur Show – Foto: © Galina Barskaya auf fotolia.com

In der 3. Show Dancing on Ice am 20.1.2019 wurde zu sehr übertrieben. Schade für die Show! Hier meine Meinung und kritischen Anmerkungen.

Nachdem Dancing on Ice 2019 gut startete in den ersten beiden Sendungen, sind die Macher, die Jury und vor allem die Moderatoren bei Dancing on Ice am 20. Januar 2019 in Show 3 doch in einer Art und Weise in den “Wir-sind-toll!-Heile-Welt-Modus” verfallen, dass es nicht mehr schön, nicht mehr glaubhaft war.

Endlose Wiederholungen, wie gefährlich es auf dem Eis ist, wie schwierig, wie sehr sich die Kandidaten anstrengen, wie sehr alle Beteiligten zu einer Familie zusammengewachsen sind, wie großartig die Sendung ist… Gefühlt bestand die Sendung am 20.1.2019 zu mindestens der Hälfte aus derartig und durch die ständigen Wiederholungen irgendwann inhaltsleeren Beteuerungen von allen Seiten.

Dabei konnten die Fortschritte der Kandidaten in ihren Kür-Vorträgen die überbordenden Lobes-Hymnen von allen Seiten nicht rechtfertigen. Ja, es gibt eine gewisse Entwicklung – bei manchen mehr, bei manchen aber auch kaum spürbar – und zu euphorischen Begeisterungsstürmen reichte es doch meist nicht wirklich.

Das lag jedoch auch am Inhalt! Statt konsequent die Idee der erstmals von der Jury auferlegten Pflichtelemente zu setzen – im Sinne der Vergleichbarkeit und auch der zielgerichteten Weiterentwicklung der Kandidaten eine gute Idee -, wurden gleich noch 2 andere Show-Ideen mit verwurstet: Ein 80er-Jahre-Special, leider auch nur halbherzig, und die Widmung der Kür-Vorträge bestimmten Menschen oder Ereignissen, die eine wichtige Rolle im Leben der Kandidaten (auch nur einiger) spielen oder gespielt haben.

Das ist zu viel, jedes lenkt vom anderen ab, es fehlt der Fokus – und die Show verwässert! Ein Sammelsurium, in dem fast kein Trumpf sticht, fesselt oder begeistert. Dann noch das Verletzungs-“Drama” um Sarah Lombardi, das ausgeweidet wurde, bis wirklich nichts mehr da war an Substanz.

Dazu wurde noch das Konzept der Werbeeinblendungen geändert. In den ersten beiden Sendungen war stets ein Programm-Punkt beendet, bevor Werbung eingeblendet wurde. Dann kam der nächste. Bei Dancing on Ice am 20.1.2019 wurden erst die Werbungen vor die Wertungen geschoben und am Ende die Skate off – Entscheidung, die bisher immer nur wenige Minuten in Anspruch nahm, auf mehr als eine halbe Stunde hingezogen – samt fast einer Viertelstunde Werbung dazwischen.

Im Prinzip war die Sendung Dancing on Ice am 20.1.2019 kurz nach 22.00 Uhr erzählt. Es gab nichts mehr mitzuteilen, außer der Entscheidung, wer denn nun ausscheidet. Wer das wissen wollte, musste noch bis Viertel vor 11 ausharren. Ohne unnütze Wiederholung hätte DoI am 20.1.2019 um Zehn zu Ende sein können, ohne dass irgend etwas nicht gesagt, gezeigt, erzählt, getan worden wäre.

Auch die Dancing on Ice – Jury und schon gar nicht die Moderatoren haben sich diesmal mit Ruhm bekleckert. Fast alles, was bisher bei diesen Protagonisten gut war, hat diesmal gefehlt:

Daniel Weiss und Cale Kalay blieben am ehesten noch ihrer Linie treu – da passte sogar die Danksagung von Cale an Detlef D. Soost, die natürlich plakativ, aber nicht gekünstelt, im Gegenteil ehrlich wirkte. Daniel Weiss übernahm die undankbare Aufgabe, das Füllhorn des Lobes, das über die Kandidaten ausgeschüttet wurde,  etwas zu relativieren.

Daniel Boschmann und Marlene Lufen verkamen diesmal zu Aufsagern wie Generalsekretäre beim Rechenschaftsbericht auf einem Parteitag – weichgespültes Wischiwaschi ohne Substanz! “Deutschland hat gewählt” (Boschmann) nach dem Zuschauer-Voting war nur der finale Punkt auf dem i und ist deutlicher Ausweis, dass diesmal die Moderation völlig aus den Fugen geraten ist.

Da muss sich Sat.1 nicht wundern, wenn immer mehr Zuschauer sich für ein anderes Programm entscheiden. Dancing on Ice am 20.1.2019 hatte nur kaum mehr als 2 Millionen Zuschauer (2,17). Den Tatort gestern fanden über 9 Millionen Zuschauer spannend und selbst Inga Lindström sahen mit über 5,6 Millionen mehr als doppelt so viele Zuschauer.

Von den Leistungen der Paare fand ich gestern nur eins herausragend: Timur Bartels – Amani Fanci. Timur Bartels hat solo – im Pflichtteil der Jury – geglänzt wie kein anderer. Bei Detlef D. Soost – Kat Rybowski ist leider einiges daneben gegangen. Die Ansätze waren zu sehen und hätte das alles geklappt… Schwamm drüber, kann passieren. Bei den anderen hatte ich eher die Befürchtung, sie könnten jeden Moment mangels Geschwindigkeit umfallen. Da war für mich im wahrsten Sinn des Wortes eher Stillstand als Fortschritt zu sehen.

Mein Fazit nach Dancing on Ice am 20.1.2019

Mir hat Dancing on Ice am 20.1.2019 überhaupt nicht gefallen! Die Ausnahmen zähle ich an einer Hand ab:

  • Die Jacke von Cale Kalay.
  • Die Kür von Timur Bartels und Amani Fancy
  • Die Kür von Detlef D. Soost und Kat Rybowski trotz Stürzen.
  • Die Urteile von Daniel Weiss in der Jury.
  • Die Danksagung von Cale an Detlef für seine Inspiration Anfang der 2000er-Jahre.

Ich würde mich nicht wundern, wenn die Einschaltquoten nächste Woche unter den Sender-Durchschnitt fallen (siehe Dancing on Ice 2019 Statistik, Zuschauer- und Einschaltquoten).

Wer es noch nicht wusste: Ausgeschieden bei Dancing on Ice am 20.1.2019 sind Kevin Kuske – Myriam Leuenberger. Alle Punkte, Songs usw. im Artikel Dancing on Ice am 20.1.2019 – wer ist ausgeschieden, Punkte, Songs

Alle Artikel über die Show finden Sie unter dem Stichwort Dancing on Ice.

Weitere Artikel dieser Art sammeln wir in unseren Kategorien TV-Shows. Wenn Sie sich mehr für das Eiskunstlaufen und Eistanzen aus sportlicher Sicht interessieren (die Wettbewerbe sind da schon voll im Gange), schauen Sie bitte in unsere Kategorie Eiskunstlauf.

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