Verbandstag des Deutschen Tanzsport-Verbandes in Berlin

Autor(in): | aktualisiert am: 16.05.2019

Berlin. Am vergangenen Wochenende hat der Deutsche Tanzsport-Verband in Berlin getagt. Der DTV ist der größte Tanzsportverband im Lande und Dachverband für viele spezialisierte Tanzverbände – zudem Mitglied im DOSB (Deutscher Olympischer Sport Bund), auch wenn der Tanzsport nicht olympisch ist.

Der Verbandstag war besonders interessant unter dem Blickwinkel der aktuellen Entwicklungen der Welt-Tanzverbände WDSF und WDC, an denen die entsprechend nationalen Verbände DTV und DPV teilhaben. Auch wenn sie nicht alles teilen, was dort geschieht, tragen sie es letztlich mit, zuweilen mit Zähneknirschen.

Das hat der DTV-Präsident Franz Allert in seinem Bericht vor dem Verbandstag auch deutlich zum Ausdruck gebracht! Recht umfassend und offen ging Franz Allert auf diese Entwicklungen ein, machte auf die Schwierigkeiten der Vertretung nationaler Interessen im internationalen Kontext aufmerksam und brachte auch die Unzufriedenheit des DTV mit einigen Entscheidungen auf beiden Seiten in der Vergangenheit zum Ausdruck.

Klare Worte, die vielleicht vor dem Hintergrund der inzwischen vergangenen Zeit, wie des Faktums des Nebeneinanders zweier ähnlich ausgerichteter Verbände international und national auch etwas leichter fielen, als noch in der Zeit der heißen Diskussionen und Spekulationen.

Insofern sollten nun auch alle Beteiligte Frieden geben und respektieren, dass es offenbar unterschiedliche Interessen und Auffassungen gibt, die sich neu formiert und organisiert haben. Wir hatten in einem älteren Artikel auch schon einmal zu bedenken gegeben, dass sich daraus auch Chancen entwickeln! Die zu erkennen und zu nutzen, obliegt jedem selbst.

Das gilt gleichermaßen für den Verband DTV, der sich bestimmt mit einigen neuen Tatsachen nun auch erst einmal arrangieren muss. Das braucht Zeit und sollte nicht schon vor der Gelegenheit zur Gestaltung verrissen werden.

Zu hinterfragen wäre die Kritik der Kritiker durch den DTV-Präsidenten. Nein! Kritiker müssen nicht jahrelang selbst hinter den Kulissen diese mit geschoben haben. Kritiker müssen sich auch nicht über jedes verbandspolitische Minenfeld wagen. Kritiker dürfen polemisch, “blauäugig”, ungerecht oder nur teilweise informiert sein. Das muss ein Verband wie der DTV aushalten können und tut das auch.

Die Kritiker ernst zu nehmen, die Kritik aufzunehmen, zu prüfen oder ihr entgegen zu treten, zu argumentieren bzw. Sachverhalte oder politische Stimmungen zu erklären ist (auch) Aufgabe des Verbandes und seiner Funktionäre! Das allerdings hat Franz Allert nicht bestritten und mit seinem Bericht getan.

Vielleicht in der Vergangenheit nicht genug. Zu Diskussionen um WDSF-Entscheidungen sagt Franz Allert u.a.: “Dass der DTV, und auch ich persönlich, die diesbezügliche Politik und auch die Entscheidungen des General Meetings für falsch halten, ist im internationalen Tanzsport hinlänglich bekannt…”.

Wenn die Kritik am DTV jedoch aus den eigenen Reihen kommt, reicht das u.U. nicht.

Mit diesem Bericht auf dem Verbandstag des DTV ist einiges gerade gerückt. Natürlich wird es wieder Kritiker geben, vielleicht Ideen, die nicht aufgegriffen wurden. Nun ist so ein Verbandstag aber auch kein Allheilmittel und die Aufgaben des DTV sind vielfältig.

Deshalb war es uns auch noch nicht möglich, uns mit allen inhaltlichen Aspekten des Verbandstages auseinander zu setzen.

Alle Berichte zum Thema:

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Wir empfehlen die Lektüre des Verbands-Berichtes mit dem des Präsidenten Franz Allert, das unter dem Link vorn als pdf-Dokument vorliegt.

Meinungen und Beiträge sind ausdrücklich erwünscht!

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