Vielfalt im Tanzsport und bei den Tanzturnieren – Last oder Lust

Autor(in): | aktualisiert am: 11.09.2016

Gerade sind in Stuttgart die German Open Championships 2011 zu Ende gegangen – und vor uns liegt eine Fülle von Wettbewerben, Turnieren, offenen Meisterschaften, Weltmeisterschaften, nationale Meisterschaften, regionale Meisterschaften, bei den Profis, den Amateuren, den sehr guten, den guten, den nicht ganz so guten oder derer , die gerade mit dem Tanzsport beginnen, den Senioren, den Senioren II und den Senioren III, den Junioren, den Rising Stars, der Jugend, gar Kindern, den Profis von jenem Verband, den Amateuren von dem anderen Verband, der Standardtänze, der Lateinamerikanischen Tänze, der Küren in diesen jeweils beiden Tänzen, der 10 Tänze, der Formationen – natürlich wieder so und so – und in verschiedenen anderen Abstufungen, nicht zu vergessen, die Tänze Salsa – da mit und ohne Verband, im Paar oder Rueda de Casino oder, wie bei der letzten Weltmeisterschaft Salsa on 1, Salsa on 2, Salsa Cabaret (heißt beim Tango “Stage”) und Salsa Team – oder Tango Argentino, Discofox, Boogie Woogie, der mit der Musik gar nichts zu tun hat, sondern ein Swing-Tanz ist, oder eine Art Rock’n’Roll – und dann noch die Verbände, z.B. die Turniere des DTV oder die des DPV oder die der WDSF, die mal die IDSF war, die der IDO und noch die des WDC, eigentlich ein Profi-Verband, der auch eine WDC-AL (Amateur-League) hat – und der WDSF (eigentlich eine Amateur-Vereinigung) inzwischen eine Professional-Abteilung – die Ergänzungen aus Österreich und der Schweiz und Tanzlehrerverbände erspare ich Euch, wie die 35 + x anderen Tänze, die noch aufzuführen wären…

Na, alles klar? Der absatzlose und auch sonst gliederungsfreie Text ist Absicht!

Natürlich sind Unterscheidungen sinnvoll! Natürlich kann man Junioren-Tanzpaare nicht gegen Tanzprofis antreten lassen. Und Discofox kann man nicht mit Wiener Walzer vergleichen.

Da nehmen dann an einem Wettbewerb, wie eben in Stuttgart, schon mal 300 – 400 Paare teil. An einem Wettbewerb (!) nicht am ganzen Turnier. Man stelle sich vor, an einer Weltmeisterschaft nähmen 400 100m-Strinter teil… Undenkbar! Andere Wettbewerbe irgendwo auf der Welt haben 8 teilnehmende Paare – und die Sieger dürfen sich dann Meister XY nennen, obwohl kein einziges Paar der aktuellen Leistungsspitze dabei ist. Hätten ja melden können…

Aber, was ist ein Fußball-Weltmeister, wenn Brasilien, Argentinien, Deutschland oder die Niederlande nicht am Wettbewerb teilnehmen, weil sie davon nichts erfahren, nicht eingeladen sind – oder ausdrücklich ausgeladen, weil sie in einem anderen Verband organisiert oder “verbotener Weise” an einem von Verband nicht anerkannten Turnier teilgenommen haben – oder an einer Fernseh-Show, ohne zu fragen, Skandal (!!!), wie zuletzt in Österreich versucht.

Viele Tänzer und Tanzsportler und mindestens ebenso viele Tanzlehrer, Choreographen, Kostümschneider, Funktionäre und Helfer mühen sich täglich und redlich um das Tanzen und den Tanzsport. Das ist gut so! Anerkennung jedem Einzelnen! Jedem gehört unser Respekt – von dem, der die WC’s putzt, bis zu denen, die im Rampenlicht stehen!

Der Fisch beginnt bekanntlich am Kopf zu stinken an – da sollte man vielleicht mal in sich gehen?

Eine Übersicht und Kritik der Tanzsport-Verbände findet Ihr auf der Seite, wenn Ihr dem Link vorn folgt. Für aktuelle Meinungen und Diskussionen haben wir das Stichwort Tanzen in der Diskussion eingeführt.

Mehr launige Kommentare zu unterschiedlichsten Themen findet Ihr immer in Julius Welt.

Ausgewählte Themen im Salsango-Magazin:


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.