Breakdance als “Breaking” – Tanzen bei den Olympischen Spielen 2024?

Autor(in): | aktualisiert am: 27.06.2019

Tanzen bei Olympia wäre eine kleine Sensation für alle Tänzer

Breakdance als Breaking - Tanzen bei den Olympischen Spielen 2024?

Breakdance als Breaking – Tanzen bei den Olympischen Spielen 2024? – Foto: Jakob Owens auf Unsplash

Breakdance könnte als “Breaking” neue Olympische Sportart werden und bei den Olympischen Spielen somit um Olympia-Medaillen getanzt werden.

Aua, das könnte “teuer” werden… Wie der Östereichische Tanzsportverband (ÖTSV) gerade meldet, stehen die Chancen nicht schlecht für den Breakdance, als Olympische Sportart bei den Olympischen Spielen aufgenommen zu werden.

Seit Jahren bemüht sich die WDSF und alle ihr angeschlossenen nationalen Tanzsportverbände, wie in Deutschland der DTV und in Österreich der ÖTSV, den Tanzsport olympiareif auszugestalten und zu veranstalten, auf dass Tanzen olympisch würde. Dafür wurden die Wettkämpfe renoviert und das Wertungssystem, Doping-Kontrollen und Zeremonien eingeführt – und auch mancher Twist aufgetragen.

Bislang war dieses Engagement nicht völlig erfolglos – immerhin gab es Tanzsport und Salsa bei den World Games, den “Olympischen Spielen für Nicht-Olympische Sportarten” und das teils mit großem Anklang. Aber grundsätzlich ist man nicht so recht voran gekommen – was den traditionellen Tanzsport mit den bekannten 10 Tänzen betrifft.

Nun hat das IOC und die WDSF bekanntgegeben, könnte für Breakdance bei den Olympischen Sommerspielen in Paris im Jahr 2024 der große Traum wahr werden könnte. Endgültig entschieden ist das noch nicht. Diese Entscheidung fällt, wie es beim Internationalen Olympische Commitee üblich ist, nach den nächsten Sommerspielen 2020 in Tokio. Aber das IOC hat einem entsprechenden Vorschlag stattgegeben, “Breaking” als neue Disziplin bei den Olympischen Spielen 2024 vorzusehen.

Hinter den Bemühungen der Tanzsport-Verbände steht nicht nur Anerkennung für den Breiten- und Spitzensport, den sie organisieren, fördern und begleiten, sondern natürlich auch ein finanzielles Interesse. Das Gefälle der Zuwendungen und Zuschüsse von Olympischen Sportarten zu Nicht-Olympischen Sportarten ist so groß, dass man sich das kaum vorzustellen vermag.

Wenn nun aber ausgerechnet Breakdance die erste Tanzsport-Art bei Olympia wird, könnte das natürlich auch Konsequenzen für andere Tanzsport-Disziplinen haben. Schon länger ist z.B. zu beobachten, dass die Kür – neuerdings Showdance – an Bedeutung und Anerkennung gewinnt, auch bei den Tänzern. Hier wir ja nur ein Tanz getanzt und es braucht nicht so viele Vorrunden wie bei einem Turnier mit 60, 80, 100 Tanzpaaren oder mehr.

Läutet diese Entscheidung des IOC vielleicht auch radikalere Veränderungen im Tanzsport ein? Darüber wird sicher nachzudenken sein und wir freuen uns schon auf die Diskussion und beteiligen uns gern!

Jetzt aber erst einmal ist den Funktionären und Verbänden zu gratulieren. Den Tänzern kann man Mut machen und die Daumen zu drücken. 2024 ist zwar noch etwas hin. Aber alle jungen Leute, sollten sich noch einmal mehr ins Zeug legen.

Die Teilnahme an den Olympischen Spielen als Tänzer – das wäre schon was…

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