Salsa-Musik: Tony Succar Album „ASUCCAR“ – ein Meisterwerk für Aficionados
von: Karsten Heimberger | aktualisiert am: 26. Juni 2026Das Salsa-Album „ASuccar“ von Tony Succar ist ein Paradebeispiel moderner Salsa-Musik, „gewürzt“ mit Inspirationen unterschiedlicher Musik-Stile, Künstler und Reminiszenzen.

Tony Succar Album „ASUCCAR“ – Salsa-Musik-Meisterwerk für Aficionados – hier im Bild das Album-Cover mit einem Foto des Künstlers und Art Work
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Inhaltsverzeichnis
Einblick in das Album Album „ASUCCAR“ von Tony Succar
Wer Tony Succar kennt, wird seine musikalische Handschrift schnell erkennen, denn die Art des in Miami lebenden Künstlers ist einmalig in der Salsa-Musik und unverwechselbar.
Einen ersten, pointierten Einblick in das Album „ASUCCAR“ und über die beteiligten Künstler gibt Tony Succar selbst in einem Album-Trailer auf YouTube:
Tony Succar ist Musiker, Arrangeur und Perkussionist – und in der Salsa-Musik ein experimentierfreudiger Brückenbauer, ein initiales Bindeglied zwischen der Salsa und anderen musikalischen Welten!
Dazu passt auch der Titel des Albums, der nicht nur eine Verbindung aus seinem Namen Antonio Succar ist, sondern phonetisch auch dem spanischen Ausruf „Azúcar!“ gleicht (heißt wörtlich übersetzt auch Zucker).
Dieser ist ein Zeichen des Entzückens oder eine Aufforderung an das Publikum, nun seiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen (einst von Celia Cruz typischerweise verwendet).
So sind die Songs auf dem Album inspiriert von R’n’B und Jazz, es gibt Reminiszenzen an Bruno Mars, Celia Cruz und Michael Jackson, natürlich seine Mutter Mimy Succar (wieder mit einem japanisch-sprachigen Salsa-Song) und sein Bruder Kenyi bringt diesmal eine sehr moderne Komponente mit ein.
Tony Succar vereint auf dem Album Salsa-Größen wie Gilberto Santa Rosa und Luis Enrique mit jungen und modernen Künstlern wie Amy Gutiérrez, Isabela Merced, Nella, Pitingo oder Jean Rodriguez (der Bruder von Luis Fonsi) und mit Jolie präsentiert er eine ganz junge und neue Künstlerin mit ihrem ersten offiziellen Song.
Zugleich nutzt er die Exzellenz von Meistern an ihren Instrumenten wie dem Trompeter Arturo Sandoval oder dem Jazz-Pianisten Francisco Morales. Und Tony Succar ist ja selbst ein anerkannter Perkussionist.
Bei der Gelegenheit sollen auch einmal jene erwähnt werden, die den Meistern den musikalischen Teppich ausrollen, wie zum Beispiel:
- Yorgis Goiricelaya am Bass und Livan Mesa am Klavier, die für die musikalische Orientierung sorgen
- die Percussion mit Marc Quiñones (Congas, Bongos) – Tony Succar selbst spielt Timbales
- die Bläser Dante Vargas (Trompete), Johan Escalante (Posaune) und Ismael Vergara (Bariton-Saxophon)
- und der Chor mit Guianko Gomez, Marc Quiñones, Kenyi Succar
Im nun folgenden Studio-Video des Songs „Azúcar“ kann man übrigens wunderbar die Struktur und musikalische Feinheiten eines Salsa-Songs erkennen.
Man kann dabei viel lernen über Salsa-Musik, was sie ist, wie ist und wie sie gemacht wird, denn das Video lenkt die Aufmerksamkeit auf Teile des Songs oder des Arrangements oder die Beteiligten, wie es beim einfachen Hören nur geübten Hörern gelingt.
Als Solisten zu sehen sind Mimy Succar als Sängerin und Arturo Sandoval an der Solo-Trompete (an der unten ein Kreuz hängt) und außerdem am Synthesizer Tonys Bruder Kenyi Succar.
Charakteristik der Songs, Interpreten und Einflüsse
„Azúcar“ ist wohl der typischste, traditionelle Salsa-Song auf dem Album „ASUCCAR“.
Darüber hinaus ist das Album „nichts für (salsa-musikalische) Feiglinge“, weil Tony Succar viel experimentiert.
Das ist im besten Sinne Salsa-Musik, die viele Zutaten in einem musikalischen Topf vereint – aber nicht wild durcheinander gerührt, sondern sehr gezielt gewürzt.
Deshalb hier eine kurze Charakteristik der Songs – nicht als vollständige Beschreibung, nur gedacht als eine Orientierung aus meiner Sicht, mit gleichzeitiger Nennung der beteiligten Interpreten und der Laufzeit der Songs:
- „Afincao“ von Tony Succar & Gilberto Santa Rosa (04:49) – ein sehr jazzig angehauchter Song, nicht ganz leicht
- „Quiero Estar Donde Estés“ von Tony Succar & Luis Enrique (04:28) – starke 1970er-Jahre Einflüsse, ein Cover des Michael-Jackson-Songs „I Wanna Be Where You Are“ aus dem Jahr 1972
- „Azúcar“ von Tony Succar, Mimy Succar, Kenyi & Celia Cruz feat. Arturo Sandoval (04:48) – traditioneller Salsa-Song (beginnt als Cha Cha Cha)
- „Algo Mágico“ von Tony Succar & Amy Gutierrez (04:46) – wieder mit einem Hauch 1970er-Jahre und dem damals typischen „Easy Listening“
- „Olvidar“ von Tony Succar, Nella & Pitingo (04:33) – mit leichten, modernen orientalischen und Flamenco-Einflüssen
- „Lo Bueno Viene Ya“ von Tony Succar & Mimy Succar (04:25) – wieder ein eher traditioneller Salsa-Song
- „Duele“ von Tony Succar & Jean Rodríguez (04:16) – moderner und sehr gefälliger Salsa-Song
- „Apocalipsis (Versión Salsa)“ mit Isabela Merced & Tony Succar (03:55) – Salsa-Version des gleichnamigen Popsongs von Isabela Merced
- „Toki no Nagare ni Mi o Makase“ von Tony Succar & Mimy Succar (04:21) – sehr harmonischer und weicher Salsa-Song in Japanisch, der sich aber dynamisch entwickelt und später in einen rhythmischeren, flotteren und spanischen Teil wechselt
- „Pisco Sour“ von Tony Succar & Francisco Morales (04:45) – sehr jazziger Instrumental-Song
- „Tu Mejor Equivocación“ von Tony Succar, YX & Kenyi (04:07) – moderner, poppig angehauchter Song
- „Leave the Door Open“ von Tony Succar, Noel Schajris & Jean Rodríguez (05:12) – moderne R’n’B-Einflüsse, Cover des gleichnamigen Songs von Bruno Mars (bzw. Silk Sonic, dem Duo aus Bruno Mars und Anderson Paak)
- „Mi Buen Amor“ von Tony Succar & Jolie (04:31) – beginnt als weiche, ruhige Rumba, nimmt aber bald Fahrt auf und wird dann etwas poppiger, aber mit typischen Salsa-Elementen
Tipps für Salsa-DJs und Tanzschulen
Das Album „ASUCCAR“ von Tony Succar ist eher eines für Salsa-Liebhaber und sicher nicht für Anfänger geeignet.
Ein Tanz-Hit sollte aber in jedem Fall der Song „Azúcar“ sein, der sicher durch den Rhythmus-Switch (ab 2:42 min) für einige Furore auf der Salsa-Tanzfläche sorgen kann.
In Analogie ist „Lo Bueno Viene Ya“ ein Tipp und bei Salsa-Tänzern, die moderne Salsa-Musik mögen, werden bestimmt auch die Song „Olvidar“ und „Duele“ Anklang finden.
Auch einige andere Songs sollten gut funktionieren. Da will ich aber keine weiteren, allgemeinen Tipps geben, weil das sehr vom Publikum und dem Lokal oder sogar der Region abhängen kann (siehe meine orientierenden Tipps oben).
Für sehr erfahrene Salsa-Tänzer könnte der Song „Pisco Sour“ interessant sein. Es gibt Regionen, in denen solche etwas experimentellen Instrumental-Songs sehr geschätzt werden. Wird aber sicher nicht überall funktionieren. Einfach ausprobieren!
Fakten-Box, Download und Streaming
Hier haben wir die wichtigsten Daten und Fakten zu diesem Album für Sie zusammengefasst:
- Titel: „ASUCCAR“
- Interpreten: Tony Succar & Gäste
- Veröffentlichungsdatum: 28. Mai 2026
- Anzahl der Titel: 13 Songs
- Länge: 58 Minuten und 56 Sekunden
- Genre: Salsa-Musik
- Label: Unity Entertainment
- Sprache: Spanisch, 1 x Japanisch, 1 x Englisch
Einige der Songs vom Album waren zuvor schon als Singles oder in anderem Zusammenhang veröffentlicht worden.
Bei Interesse finden Sie das Album sicher in allen üblichen Musikportalen. Es gibt das Album hier bei amazon (*Affiliate Link) als Download und auch im Streaming.
Über Tony Succar
Tony Succar stammt aus Peru, ist aufgewachsen in Miami, wo er bis heute lebt, und war bei Veröffentlichung des Albums 40 Jahre alt (geboren am 18. Mai 1986 in San Isidro). Tony Succar ist Sohn der Sängerin Mimy Succar, mit der er immer wieder künstlerisch zusammenarbeitet.
Tony Succar ist tief verwurzelt in der Salsa-Szene von Miami und darüberhinaus. Für seine Arbeit wurde er mehrfach mit Grammys und Latin Grammys ausgezeichnet.
Große internationale Anerkennung erhielt Tony Succar für sein Projekt „Unity: The Latin Tribute to Michael Jackson“, mit dem er längere Zeit international live unterwegs war und das es auch als Album gibt. Mehr dazu im Interview bei Salsango: Tony Succar: Interview zu „Unity – The Latin Tribute to Michael Jackson“
Mehr über diesen Künstler erfahren Sie auch in unserem Künstlerprofil Tony Succar.
Sie können Tony Succar über diese Social-Media-Kanäle folgen:
- zur Webseite von Tony Succar
- zum Facebook-Profil des Künstlers
- zum X-Profil des Musikers
- zum YouTube-Kanal des Musikers
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