DSDS 2018: Interview mit Ella Endlich aus der DSDS-Jury

Autor(in): | aktualisiert am: 3.01.2018
DSDS 2018 Interview mit Ella Endlich aus der DSDS-Jury

DSDS 2018 Interview mit Ella Endlich aus der DSDS-Jury – Foto: MG RTL D – Stefan Gregorowius

Ella Endlich hat ein Interview zu ihrer Arbeit in der neuen Jury DSDS 2018 gegeben und sagt: “Ich bin so ein bisschen die Heulsuse in der Runde“. Wie Ella Endlich ihre Rolle bei DSDS 2018 versteht und sieht, worauf sie als Jury-Mitglied achtet, was ihr wichtig ist, erläutert sie in diesem Interview ausführlich.

DSDS 2018 beginnt am 3. Januar 2018. Aus diesem Anlass wurde das Interview geführt, aber nicht von uns, sondern von RTL und der Sender hat es in den Pressedokumenten zu DSDS 2018 zur Verfügung gestellt.

Wir veröffentlichen dieses Interview mit Ella Endlich hier für unsere Leser, haben es nur hier und da leicht bearbeitet im Sinne einer besseren Lesbarkeit. Inhalt, Art und Sinn der Antworten blieben dabei unverändert.

Wir hatten Ella Endlich in der Vorberichterstattung zu DSDS 2018 hier in Salsango bereits ausführlich vorgestellt und empfehlen deshalb unseren Artikel Ella Endlich – Neues Jury-Mitglied bei DSDS 2018. Hier konzentrieren wir uns auf das Interview mit Ella Endlich:

Frage: Was hast du gedacht, als du die Anfrage bekommen hast, in der Jury von „DSDS“ zu sitzen?

Ella Endlich: Ich dachte erstmal: „Wow, was für eine Ehre, dass man da auf mich kommt!“. Ein Juror zu sein, heißt natürlich schon einiges – dass man Verantwortung übernehmen kann, dass man eloquent und nett anzusehen ist und man einen Erfahrungsschatz mitbringt. Deshalb war das erstmal ein sehr gutes Gefühl.

Dann dachte ich: „Ach du Scheiße!“. Das ist natürlich ein Riesending und bedeutet sehr große Aufmerksamkeit. Es hat dann aber nicht lange gedauert, bis ich mich darauf eingestellt und richtig gefreut habe.

Frage: Was haben deine Fans gesagt?

Ella Endlich: Das war recht durchwachsen. Die sind nicht alle im Karree gesprungen, weil die Sendung auf ihre Art und Weise auch polarisiert. Jetzt im Verlauf der Zeit konnte ich aber einige noch auf meine Seite ziehen und überzeugen, dass das alles Sinn macht. Wofür ich mich entscheide, das ist auch richtig für mich.

Frage: Was hat deine Familie gesagt – deine Stiefmutter Carmen Nebel zum Beispiel?

Ella Endlich: Die haben das alle befürwortet, fanden das eine tolle Möglichkeit und Chance. Es ist ein Unterschied, ob man mich auf der Bühne erlebt oder ob man mich privat kennt und erlebt. Deshalb haben sich viele für mich gewünscht, dass ich mal in eine Position komme, in der man mich als Person ein bisschen mehr kennen lernen kann – über diese zwei bis drei Minuten hinaus, die man bei einem Fernsehauftritt bekommt. Diese Chance nehme ich jetzt natürlich an.

Frage: Wie hat dir die Arbeit in der Jury bisher gefallen?

Ella Endlich: Ich fand es wahnsinnig spannend diesen Weg zu gehen und mich immer mehr hinein zu finden. Ich habe super lustige Momente schon erlebt und auch sehr berührende Situationen, in denen ich wirklich Tränen geweint habe. Ich bin so ein bisschen die Heulsuse in der Runde, befürchte ich. Aber nicht, weil ich mir das irgendwie vornehme. Ich nehme mir gar nichts vor für diesen Job, sondern will einfach mit dem arbeiten, was ich habe und dem was ich bin. Da bin ich sehr berührbar, was aber auch eine schöne Sache ist.

Frage: Wie würdest du dich beschreiben als Jurorin, auch im Vergleich zu den anderen? Wie ist die Rollenverteilung in der Jury?

Ella Endlich: Die Rollenverteilung ist schon ein bisschen vorgegeben dadurch, dass Dieter anfängt seinen Kommentar zu geben, dann weitergereicht an Mousse T., Caro ist die Nächste und ich bin die Vierte im Bunde, die was sagen kann. Viele Argumente sind da bereits angesprochen und es liegt an mir, noch einen neuen Aspekt einzubringen. Das gelingt mir eigentlich ganz gut, und ich habe einen guten Überblick.

Mousse T. hat dazu ganz liebevoll gesagt: „Die Ella ist unser gutes Gewissen.“ Das heißt, Kritikpunkte wurden schon zur Genüge an die Kandidaten weitergegeben. Ich bin natürlich auch hart in meinem Urteil, wenn etwas absolut nicht geht oder sitzt. Aber ich kann die Kandidaten abschließend nochmal ein bisschen in den Arm nehmen.

Frage: Du bist also eher die liebe, nette Jurorin!?

Ella Endlich: Lieb und nett will keiner sehen und das braucht auch niemand, auch kein Kandidat. Der braucht ein ehrliches Urteil. Das erhält er von mir natürlich auch, aber es ist immer auch eine Frage des WIE. Worte können sehr vernichtend sein. Deshalb habe ich mir von vornherein vorgenommen, nicht so zu sein.

Frage: Auf was achtest du besonders bei den Kandidaten – neben der Stimme?

Ella Endlich: Es ist ganz wichtig, dass der Gesamteindruck stimmt. Das beginnt für mich damit, wie jemand in den Raum kommt, sich vorstellt und da steht. Das ist Handwerk und gehört genauso dazu. Diese Person wird später dann auch mit Journalisten zu tun haben und ein Album promoten müssen.

Die Arbeit hört doch mit der Sendung nicht auf. Deshalb versuche ich immer mir vorzustellen, ob die Person genügend Selbstbewusstsein dafür hat. Dann ist die zweite Ebene wichtig: Das Können. Technik, Überblick, Selbsteinschätzung. Und manchmal sind die Leute vielleicht gar nicht so gut, aber wahnsinnig interessant. Das ist natürlich auch wichtig.

Frage. Was für einen Superstar 2018 wünscht du dir?

Ella Endlich: Ich würde mir einen deutschsprachigen Sänger wünschen. Ich glaube, es gibt momentan eine große Aufmerksamkeit und eine Plattform dafür. Ich persönlich mag deutsche Texte wahnsinnig gerne. Ich bemühe mich selber jedes Mal um jedes Wort, dass das einfach sitzt und wenn es dann sitzt, dann ist es wunderschön und berührt die Menschen. Deshalb würde ich mir sehr wünschen, dass jemand dabei ist, der gerne auf Deutsch singt.

Frage: Hast du schon jemanden entdeckt, der aus der Masse der Kandidaten herausragt, von dem du denkst, der könnte sich entwickeln?

Ella Endlich: Natürlich gibt es viele, bei denen man das Gefühl hat, da ist Talent vorhanden. Aber vielleicht nur wenige und in meinem Fall sogar nur eine Person, bei der ich mir erhoffe, in der kommenden Zeit mehr zu hören und dass sie sich durch unsere Kommentare noch weiter entwickelt.

Frage: Teilweise sind die Kandidaten noch sehr jung. Du hast ebenfalls sehr jung angefangen, was für Ratschläge kannst du den Kandidaten für den weiteren Weg mitgeben?

Ella Endlich: Das stimmt, ich habe mit 14 meinen ersten Plattenvertrag unterschrieben und so ganz jung angefangen, auf der Bühne zu stehen. Mir hat das nie etwas ausgemacht zu performen und irgendwie lustig zu sein oder die Menschen zu unterhalten.

Ich denke, das sollte dem zukünftigen Gewinner auch leicht fallen. Es muss eine Person sein, die das gerne macht und liebt, sich gerne öffnet. Und wenn es eine sehr junge Person ist, kann ich nur raten, schön bei sich selbst zu bleiben, „Butter bei die Fische“, die Familie nahe halten, immer prüfen, ob das alles für einen selbst stimmt und sich dann einfach drauf einlassen.

Frage: Kannst du dich an eine besonders witzige Szene während der Castings erinnern, ist etwas Besonderes passiert?

Ella Endlich: Es ist viel Lustiges passiert. Zum Beispiel kam einer in den Raum und hatte eine Tätowier-Maschine mitgebracht. Wir haben uns alle gefragt, was er damit wolle, da er ja eigentlich singen sollte? Die ganze Nummer hat dann erstmal eine Viertelstunde gedauert, bis er uns erklärt hatte, was er damit so macht. Dann hat er uns auch noch seine wahnsinnig hässlichen Tattoos gezeigt. Sein Gesang war leider abgrundtief, unterirdisch. An die Situation erinnere ich mich aber gerne.

Frage: Was hältst du von Leuten, die nur kommen, um die 15 Minuten Ruhm zu erhalten?

Ella Endlich: Ich weiß ja, wo ich sitze… DSDS ist eine Fernsehsendung und manchmal sogar eher Talk- oder Menschen-Format als Musiksendung. Es geht um Charaktere und die Geschichten, und es ist natürlich auch für mich sehr spannend, hinter die Kulissen zu blicken. Ein Song, dieser kurze Moment, der ist schnell vergangen. Aber die Momente, die im Kopf bleiben, sind manchmal die Skurrilen.

Frage: Wie sieht denn deine Zukunft aus, wie sind die weiteren Pläne?

Ella Endlich: Erstmal war ich auf Tour, habe die Weihnachtszeit mit schönen Fernsehsendungen hinter mich gebracht und lasse das erstmal ein bisschen sacken. Dann arbeite ich weiter an meinen neuen Texten, gehe ins Studio, treffe Produzenten, mit denen ich für das kommende Album gerne zusammenarbeiten möchte. Ich hoffe, das neue Album im Sommer rauszubringen

Frage: Hat dir die TV-Arbeit Spaß gemacht und kannst du dir vorstellen in Zukunft noch mehr im Fernsehen zu machen?

Ella Endlich: Oh ja! Das ist nochmal ein neues Feld für mich. Das habe ich ja schon beschrieben: Als Interpret auf der Bühne zu stehen, ist die eine Perspektive. Als Juror ist das nochmal eine andere Sache, weil man alle Perspektiven einbezieht und in einer besonderen Position ist. Die macht mir sehr viel Spaß. Ich habe viel Erfahrung angesammelt über die letzten Jahre auf der Bühne. Das ich jetzt etwas davon weitergeben kann… – was gibt es für ein schöneres Gefühl?

Was Moderation angeht, da habe ich öfter mal reingeschnuppert, das ist für mich ein absolutes Entwicklungsthema. Ich finde mich da mehr und mehr rein und kann mir da auch mehr vorstellen, warum nicht?

-Ende des Interviews-

Mehr Informationen und Artikel über die Sängerin findet Ihr bei uns unter dem Stichwort Ella Endlich.

Die neue Staffel DSDS 2018 startet am Mittwoch, 3. Januar 2018. Die Casting-Show wird dann weiter immer samstags um 20.15 Uhr auf RTL ausgestrahlt. DSDS 2018 beginnt wie immer mit den aufgezeichneten Jury-Castings, danach folgt der Auslands-Recall und anschließend gibt es wieder Live-Shows samt dem Finale.

Darüber und was es sonst bereits Interessantes gab, hatten wir schon berichtet. Ihr findet alle Artikel, auch die künftigen, unter unserem Stichwort DSDS 2018. Wenn Ihr Euch für die letzten Staffeln interessiert, schaut unter DSDS.

Mehr Meldungen zu Casting Shows generell hierunter und noch allgemeiner unter TV Shows oder unter Unterhaltung.

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