Neue Weihnachtslieder auf der CD „Ne Prise Zimt“ von Pe Werner

von: | aktualisiert am: 6.12.2013
Weihnachts-CD Pe Werner "Ne Prise Zimt"

Weihnachts-CD Pe Werner „Ne Prise Zimt“

Endlich mal neue Weihnachts-Melodien! Pe Werner veröffentlicht eine CD „Ne Prise Zimt“ mit neuen und eigenen Weihnachtsliedern.

2 Teelöffel Musik, 1 Esslöffel Text und eine Prise Konzert

Ich koche nie nach Rezept, ich probiere lieber aus. Aber ich lasse mich gern inspirieren. Also suchte ich in der Adventszeit nach vorweihnachtlichen Anregungen und fand sie auf Pe Werners neuer CD „Ne Prise Zimt“, sowie im dazugehörigen Konzert „Gans oder gar nicht“, mit dem sie derzeit durch die Lande reist.

2 Teelöffel Musik

Pe Werner macht Gott sei Dank kein weiteres Weihnachtslieder-Cover-Album, sondern wagt sich aufgrund vieler Anfragen und Bitten an ein Konzept-Album zum Fest.

Bei 10 der insgesamt 13 + 1 Titeln auf ihrer CD „Ne Prise Zimt“ komponierte Pe Werner die Musik, und das macht sie gut. Da swingt und klingt es auf der einen Seite, weil an diesen Aufnahmen zwei große Orchester mitwirkten: Die Bigband des Hessischen Rundfunks und das Deutsche Filmorchester Babelsberg.

Auf der anderen Seite kann Pe Werner aber auch wundervoll leise und zart komponieren. Die weihnachtliche Neu-Interpretation des Titels „Segler aus Papier“ versetzte mich z. B. auf einen Weihnachtsmarkt, auf dem gerade die Turmbläser ihr Spiel beginnen.

Es gibt mit Bert Kaempfert, Manfred Honetschläger oder dem von mir geschätzten Stefan Gwildis noch weitere Komponisten, die zur musikalischen Vielfalt dieser CD beitrugen. Durch diese musikalische Vielfalt auf „Ne Prise Zimt“ möchte ich beim Kochen am Herd im Rhythmus einer Samba den großen Löffel und die Hüften schwingen wie die „… Dattel im Speckmantel …“ (kleiner Gruß an Pe!) oder ein Päuschen einlegen, um mit dem Glühwein in der Hand der Musik und ganz versonnen dem Text zu lauschen.

1 Esslöffel Text

Pe Werner war schon immer eine wunderbare Texterin. Auch auf der CD „Ne Prise Zimt“ stammen alle Worte aus ihrer Feder. Sie fielen ihr mitten im Sommer, bei glühender Hitze auf Mallorca ein – Kompliment! „Ich verfüge über eine blühende Phantasie“, entnehme ich neidvoll dem Pressetext. „Ich kann quietschvergnügt sein und dabei ein todtrauriges Lied schreiben.“

Und wie sie das kann: Mein Favorit ist eindeutig „Ich zünd die Kerzen nicht mehr an“ – da empfehle ich ein Taschentuch in der Nähe. Aber auch der Titelsong „Ne Prise Zimt“ und „Schnee von gestern“ gingen mir ans Herz.

Ihre kabarettistische Ader zeigt Pe u. a. im Vegetarier-Song „Gans oder gar nicht“ oder dem Motivationslied „Fasten im Advent“.

Gibt es wirklich Menschen, die erst am Heiligen Abend auf die Suche nach dem passenden Geschenk gehen? :-) Denen empfehlen Pe und ich die „Bahnhofsdrogerie“.

In einem kleinen Büchlein festgehalten liegen festliche Rezept-Tipps von Alfons Schuhbeck dieser hochwertig gestalteten CD bei.

Und noch ein kleiner Tipp von mir: Hört Euch Titel 13 auf der CD mal bis zum wirklichen (!) Ende an.

Eine Prise Konzert

Im Gegensatz zu ihrer CD präsentiert Pe Werner die neuen Songs auf einer Live-Tour durch deutsche Städte in kleiner Besetzung (Trio oder Quartett). Dazu gehören Martin Bentz (Violincello), Adam Zolynski (Violine), Peter Grabinger (Piano) und Pit Lenz (Blues Harp). Das ist angenehm, wenn der Sound gut ausgesteuert ist und die Texte gut verständlich sind.

Die Herren des Trios beherrschen nicht nur ausgezeichnet ihre Instrumente, sie können auch singen, im Background, sowie a capella mit Pe Werner („Prima essen geh’n“). Der Titel „Marzipan“ ist eine ungewohnte Text-Coverversion von Earth, Wind & Fire’s „September“. Und natürlich gibt es auch bekannte Weihnachtsmelodien, die aber fast immer mit einer Prise Humor-Zimt gewürzt wurden.

Zwischen den Liedern gibt es Moderationen, Kabbelleien mit den Herren des Trios und das kleine Adventsmärchen aus dem großen Buch („Mordsgeschichte“).

Nicht jeden Zwischentext finde ich gelungen, weil der Bart zuweilen doch etwas zu lang ist. Aber ihr kabarettistisches Talent führt auch zu wunderbaren Sätzen. Wenn z. B. Pe ihren Pianisten ermahnt: „Bitte benehmen Sie sich so, als ob Sie ein sinnvolles Leben führen würden!“, traf das meinen Humor.

Ein weiteres Lied aus dem Live-Programm berührte mich sehr: „Wie kommst Du über’n Winter“, das sich u. a. mit dem Thema Obdachlosigkeit beschäftigt. Diesen Titel vermisse ich auf der Studio-CD.

Bei dem Konzert in der Berliner Passionskirche erlebte ich ein begeistert klatschendes Publikum und wünsche das Pe Werner auch an allen weiteren Orten ihrer Tour 2013.

Weitere Konzert-Termine von Pe Werner mit der „Gans oder gar nicht“ – Tour 2013

  • 05. Dezember 2013 in Trier im Tufa
  • 06. Dezember 2013 in Augsburg im Parktheater
  • 07. Dezember 2013 in Bad Elster im König-Albert-Theater
  • 08. Dezember 2013 in Braunschweig im Spiegelzelt
  • 10. Dezember 2013 in Pforzheim im Kulturhaus Osterfeld
  • 11. Dezember 2013 in SWR Mainz im Kultur im Foyer
  • 12. Dezember 2013 in Kaiserslautern im Kammgarn
  • 13. Dezember 2013 in Lippstadt im Stadttheater
  • 14. Dezember 2013 in Telgte im Bürgerhaus
  • 19. Dezember 2013 in Bochum im Schauspielhaus
  • 20. Dezember 2013 in Troisdorf im Küz
  • 21. Dezember 2013 in Leverkusen im Scala
  • 22. Dezember 2013 in Düsseldorf im Savoy Theater
  • 23. Dezember 2013 in Saarbrücken im SR-Sendesaal (mit der HR Bigband)




Natürlich gibt es das Album auch als mp3-Download. Wegen des aufwändigen Booklets empfehlen wir hier aber unbedingt die CD zu kaufen. Das ist bestimmt auch ein tolles Weihnachtsgeschenk!

In diesem Tagen interessant ist sicher unser Adventskalender, unser Stichwort Weihnachtsmusik oder auch die Tipps für Weihnachtsgeschenke, die wir gelegentlich sammeln.

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