Let’s dance 2016 am 20. Mai 2016: Ekaterina + Julius raus

von: | aktualisiert am: 23.05.2016

Schwierige Unterscheidung der Paare und Tänze bei Let's dance 2016

Ausgeschieden bei Let's dance 2016 am 20.5.2016 Julius Brink - Ekaterina Leonova

Ausgeschieden bei Let’s dance 2016 am 20.5.2016 Julius Brink – Ekaterina Leonova – Foto: RTL – Frank Hempel

Wieder Tränen bei Let’s dance 2016 am 20. Mai 2016. Ausgeschieden sind Ekaterina Leonova – Julius Brink. Und wer war Tanzpaar des Abends? Für mich eine schwer zu beantwortende Frage – wenn es nach der Let’s dance – Jury geht, Victoria Swarovski – Erich Klann. Vermutlich würde ich mich aus Solidarität für Sarah Lombardi – Robert Beitsch entscheiden, auch wenn ich Victoria Swarovski – Erich Klann für den Quickstep die Krone für den Tanz des Abends bei Let’s dance 2016 am 20.5.2016 aufsetze. Der war nämlich wirklich schön getanzt, aber auch sehr geschickt von der Choreografie her.

Irgendwie fällt mir eine Einschätzung zu den Tanzpaaren heute sehr schwer. Das liegt einerseits an den eigentlich 3 eigenständigen Tänzen pro Paar, womit wir vom Umfang her sogar noch über dem der 1. Show Let’s dance 2016 sind. Da standen 14 Tänze zur Debatte. Gestern waren es 15. Andererseits wiederholen sich die Tänze. Für Jana Pallaske – Massimo Sinato stand die 3. Rumba auf dem Programm – 2 davon in 2 Wochen, für Eric Stehfest – Oana Nechiti der 3. Jive in sogar nur 4 Wochen. Julius Brink – Ekaterina Leonova tanzen den 2. Jive innerhalb von 2 Shows, Sarah Lombardi – Robert Beitsch den 2. Wiener Walzer in 2 Wochen. Nur bei Victoria Swarowski – Erich Klann liegen die wiederholten Tänze einen bzw. 2 Monate zurück.

Zusätzlich erschwerend finde ich, dass die Let’s dance – Jury in ihren Urteilen inzwischen so quer und umfangreich durch den Gemüsegarten parliert, dass sich daraus fast noch eine zusätzliche Kategorie ergibt, man zu jedem Tanz noch deren Einschätzung mit beurteilen müsste. Das ist aber schon deshalb kompliziert, weil -zumindest verbal- von den Jury-Mitgliedern völlig verschiedene Maßstäbe angesetzt werden, Lob und Tadel und Hilfen für die Tanzpaare kaum noch eine Beziehung untereinander herstellen lassen. Bei der Punkte-Vergabe hat man längst eine wünschenswerte Unabhängigkeit samt zu erhoffenden Überraschungseffekten verlassen. Die Punkte werden inzwischen nach Lust und Laune und zu jeder Zeit heraus geschrien, wie auf dem Hamburger Fischmarkt.

Sarah Lombardi - Robert Beitsch bei Let's dance 2016 am 20.5.2016

Sarah Lombardi – Robert Beitsch bei Let’s dance 2016 am 20.5.2016 – Foto: RTL – Frank Hempel

Das heißt, das nur als negativ zu bewertende Urteil über die Samba von Sarah Lombardi – Robert Beitsch hat mich dann schon überrascht. Es gab nur 20 Punkte und die oder noch weniger gab es vermutlich nur für Ulli Potofski und andere tänzerische Passgänger bei Let’s dance 2016. Ja, man hat gesehen, dass Sarah Lombardi so ihre Mühe hatte mit der Samba. Aber war das so viel schlechter als die anderen Tänze? Immerhin gab’s für Victoria Swarovski – Erich Klann 2 x 30 = 60 Punkte und für Jana Pallaske – Massimo Sinato insgesamt 58 Punkte.

Nun wirken Tänze am TV-Bildschirm anders, als live am Parkett, das hatten wir hier ja auch schon häufiger diskutiert. Aus meiner Sicht war die Kritik jedoch übertrieben (gab die ersten Tränen) – oder im Umkehrschluss die Lobhudelei für die anderen Tanzpaare.

So schön der Quickstep von Victoria Swarowski – Erich Klann zum Beispiel war, so sehr hat Erich Klann in seiner effektvollen Choreografie manches geschickt umschifft, was den Eindruck hätte trüben können. Das darf man auch erwarten, ist sogar seine Aufgabe. Wenn der Tanz dann aber mit Tanzsportlern verglichen wird, stellt sich bei mir doch ein flaues Gefühl im Magen ein. Sonst könnte ich mich zu diesem Tanz und diesem Paar nur wiederholen und weil ich im Verlauf von Let’s dance 2016 nicht umhin kommen werde, das zu tun, möchte ich heute darauf verzichten.

Beim „Fusion“ haben Victoria Swarovski – Erich Klann in der Rumba doch ziemlich gebummelt und nur knapp die Hälfte der zur Verfügung stehenden Zeit Rumba getanzt. Der Cha Cha Cha hingegen hatte einen Anflug von Cheerleading mit dieser sich wiederholenden John-Travolta-Saturday-Night-Fever-Gedächtnis-Figur. Nur die Puschel haben gefehlt.

Wenn ich darunter einen Strich mache, könnte man durchaus auch weniger als 60 Punkte geben. 8 oder 9 Punkte hieße ja nicht, dass die Tänze schlecht gewesen wären.

Victoria Swarovski - Erich Klann bei Let's dance 2016 am 20.5.2016

Victoria Swarovski – Erich Klann bei Let’s dance 2016 am 20.5.2016 – Foto: RTL – Frank Hempe

Bei Jana Pallaske – Massimo Sinato muss man bei der Salsa in Rechnung stellen, dass der Song keine Salsa-Musik war. Dazu die eigenartige Faschings-Inszenierung auf der Bühne und bei den Kostümen. Diese geschmacklosen Klamotten allein machen eine Beurteilung schwer und geben bei mir im Zusammenhang mit der Indio-Urwald-Attitüde Punkt-Abzug (oder was es dann gewesen sein soll)  – weil’s mir nicht gefiel und ich den inhaltlichen  Zusammenhang nicht verstanden habe. Die Salsa selbst war ganz ordentlich, aber nun auch nicht so, dass man in überschwängliche Lobeshymnen ausbrechen müsste. Am besten hat mir gefallen, dass Massimo sich wirklich sehr bemüht hat, dem im Sinne einer Salsa uninspirierenden Lied etwas Leben einzuhauchen.

Jana Pallaske - Massimo Sinato bei Let's dance 2016 am 20.5.2016

Jana Pallaske – Massimo Sinato bei Let’s dance 2016 am 20.5.2016 – Foto: RTL – Frank Hempel

Beim „Fusion“ konnte bei Jana Pallaske – Massimo Sinato nichts schief gehen. Bei dieser Jury wäre alles andere als 30 Punkte eine Bestrafung gewesen. Das stand vorher schon fest. Mir hat gefallen, dass Massimo diesmal tatsächlich Elemente des Tango Argentino in diesen Tanz eingebaut hat, sogar mit getauschten Geschlechter-Rollen. Naja, und zur Rumba von Jana Pallaske ist alles schon geschrieben worden. Tränen in Einspielern rühren mich dagegen seit vielen Staffeln nur ganz selten, erst recht nicht bei Schauspielern. 

Beim Paso doble von Eric Stehfest – Oana Nechiti fand ich anfangs sehr reizvoll, dass war mir nicht ganz klar war, wer Matador und wer Copa sein sollte. Die Idee, falls es dann die Idee war, die Rollen zu wechseln, hat mir gefallen – mich dann aber im Verlauf des Tanzes irgendwie verloren. Auch den aufgebauten Bauzaun fand ich nicht besonders hilfreich. Seine Funktion habe ich ohnehin nicht verstanden. So war dieser Tanz für mich in der Relation mit der Salsa von Jana und Massimo vergleichbar. Ordentlich getanzt, aber irgendwie komisch und deshalb nicht ganz rund.

Beim „Fusion“ von Eric Stehfest – Oana Nechiti war der Contemporary erwartet gut, beim Jive gab’s jedoch erhebliche Probleme. Das war auch kein Fehler im Sinne des Vertanzens, den man tatsächlich und immer entschuldigen kann. Mehrmals war Eric Stehfest zu spät dran und tanzte dann der Musik hinterher. Dass er das besser kann, wissen wir, hilft aber für den Moment nicht.

Eric Stehfest - Oana Nechiti bei Let's dance 2016 am 20.5.2016

Eric Stehfest – Oana Nechiti bei Let’s dance 2016 am 20.5.2016 – Foto: RTL – Frank Hempel

Auch die Fusion-Tanz-Kombination Wiener Walzer – Contemporary bei Sarah Lombardi – Robert Beitsch hat bei mir schon vorher gemischte Gefühle hinterlassen. Den Teil Wiener Walzer fand ich besser, als den von letzter Woche. Der Contemporary ist komplett an mir vorbei gegangen. Ich kann nicht mehr sagen, worum es eigentlich ging…

Trotzdem hier noch mal ein Gedanke zur vergleichsweise schlechten Bewertung des ersten Tanzes (Samba). „Abends wird der Faule fleißig“ sagt ein Sprichwort, das ich hier ausdrücklich auf die Jury gemünzt verstanden wissen möchte. So viel Kritik hat die Jury vermutlich in der ganzen Staffel Let’s dance 2016 an allen Tanzpaaren zusammen nicht geübt. Das ist natürlich übertrieben, aber ich habe nicht verstanden, warum hier plötzlich so zur General-Kritik ausgeholt wurde – genauso wenig, wie, dass die Jury sonst immer alles toll findet.

Außerdem hat Joachim Llambi Walter Ulbricht nicht richtig gelesen. „Überholen ohne einzuholen“ war das Motto…


Für Julius Brink – Ekaterina Leonova war bei Let’s dance 2016 am 20. Mai 2016 zu Recht Schluss. Im Hagel der Superlative seitens der Jury für andere Tanzpaare, sind Julius Brink – Ekaterina Leonova leider oft etwas untergegangen oder wurden auch schon mal kritiklos in den Himmel gehoben. Zum „Julio“ hat es tatsächlich nie gereicht. Vielleicht in der Phantasie von Jorge.

Dabei hätte dieses Tanzpaar tatsächlich mehr Aufmerksamkeit verdient gehabt. Julius Brink war der ehrliche Arbeiter bei Let’s dance 2016, hat sich verbissen jeden Tanz geradezu erkämpft. Das gelang mal besser und mal weniger, insgesamt aber beachtlich gut.

Schnell war nämlich klar, dass Julius Brink das Tanzen nicht in den Schoß fällt. Allerdings war nun auch eine gewisse Grenze erreicht. Wenn auch technisch noch einiges hätte besser werden können, wäre der emotionale Part im Verlauf dieser Staffel vermutlich nicht mehr auf eine neue Ebene gesprungen. Das vor allem wäre aus meiner Sicht aber nötig gewesen. Vielleicht war auch die Kombination Brink – Leonova nicht dazu gemacht, eine solche mitreißende Ebene zu erreichen?

Ich jedenfalls hatte immer Respekt vor dem fleißigen Arbeiten von Julius Brink. Emotional kann ich mich aber nicht erinnern, dass mich das Paar mal abgeholt hätte. Irrtum vorbehalten. Nur gestern hat mich die Ergriffenheit von Ekaterina Leonova tatsächlich berührt, auch wenn ich nicht weiß, worum es eigentlich ging, was ihr über Minuten und sogar einen Tanz hinweg die Tränen in die Augen trieb. Nur das drohende Aus kann es doch eigentlich nicht gewesen sein? Mit Spekulationen will ich aber auch zurück halten.

Nun bin ich ganz gespannt auf die nächste Woche. Eine Nagelprobe bezüglich der Zuschauer-Zuneigung hatten Jana Pallaske – Massimo Sinato und auch Victoria Swarovski – Erich Klann bisher bei Let’s dance 2016 noch nicht zu bestehen. Das könnte sich nächste Woche ändern. Oder dann doch erst im Finale?

Eine Übersicht über die Punkte und alle Tänze gestern und bisher bei Let’s dance 2016 gibt es im Artikel Let’s dance am 20.5.2016 Songs und 3 Tänze pro Paar.

Julius Brink - Ekaterina Leonova bei Let's dance 2016 am 20.5.2016

Julius Brink – Ekaterina Leonova bei Let’s dance 2016 am 20.5.2016 – Foto: RTL – Frank Hempel

Die Fotos sind von RTL. Es soll diese Verlinkung gelegt werden: Alle Infos zu “Let’s Dance” im Special bei RTL.de.

Mehr Artikel über unter Let’s dance 2016 finden sie unter unserem Stichwort oder über ältere Staffeln der Tanz-Show Let’s dance dort. Allgemein solche Artikel stehen in unseren Kategorien TV-Shows und Tanzen im Fernsehen.

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4 Kommentare zu “Let’s dance 2016 am 20. Mai 2016: Ekaterina + Julius raus”



  • Alexander sagt:

    Victoria war großartig ! Sie ist die Beste und soll gewinnen ! :)
    Absolut verdiente 2 mal 30 Punkte von der Jury. Victoria was sehr, sehr stark.
    Sie hat viel Freude am Tanzen und es macht großen Spaß ihr dabei zuzuschauen.
    Victoria hat Ausstrahlung und Talent. Ihre 2 Tänze waren die Höhepunkte der Sendung :)

    Ich hoffe Eric kommt ebenfalls ins Finale.

    So schade, dass Julius raus ist. Er war besser als Sarah!
    Die Zuschauer …

    PS: Warum sagt Llambi dauernd er sei Spanier?
    Er ist doch nur Halb-Spanier! Und Halb-Deutscher.
    Llambi hat einen spanischen Vater und eine deutsche Mutter.
    Seine Mutter heißt „Dose“ mit Nachnamen. Sie war mal bei Lets dance zu Gast.
    Außerdem ist er in Deutschland aufgewachsen und lebt in Deutschland.
    Seltsam …



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