Let’s dance am 15.5.2026: Kritik, Meinung, Kommentare: Einfach schön!
von: Karsten Heimberger | aktualisiert am: 16. Mai 2026Let’s dance am 15.5.2026 war für mich die Show mit den besten Tänzen der Staffel bisher. Hier meine Kritik, Meinung und Kommentare.

Let’s dance am 15.5.2026 Kritik, Meinung, Kommentare – Einfach schön! – Foto: Pavel Okrema auf Unsplash
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Für die Tänze bei Let’s dance am 15. Mai 2026 habe ich bisher fast nur lobende Gedanken. Es werden sich aber auch kritische Worte im Folgenden einschleichen.
Inhaltsverzeichnis
Let’s dance am 15.5.2026: Zehn schöne Tänze
Ich habe bei Let’s dance am 15.5.2026 zehn sehr schöne Tänze gesehen! Dabei fällt es mir nicht schwer, Unterschiede auszumachen und zu benennen, aber eine Reihenfolge jetzt im Nachhinein festzulegen, fällt mir schon schwer.
Ich finde, sehr viel hängt bei einer Einschätzung der Tänze vom persönlichen Geschmack ab oder von bestimmten Schwerpunkten, auf die man sich bei der Beurteilung der Tänze bezieht.
Die Jury hatte diesmal keine Schwierigkeiten, die fünf Tanzpaare in eine Reihenfolge mit einzeln vergebenen Plätzen zu sortieren. Nun schimpfe ich häufiger, wenn die Jury sich nicht festlegt. Da will ich mich jetzt nicht beklagen.
Im Konkreten sehe ich die Leistungen der Tanzpaare aber ganz anders als die Jury. Da wurde doch teils Kritik geübt an Stellen oder Tänzen, die ich nicht so sehe – an anderer Stelle dafür lobende Worte gefunden, die ich nicht immer so teile. Ich werde sicher an einigen Stellen bei den Tänzen konkreter darauf eingehen.
Aufgefallen war mir bei den Trio-Tänzen, dass jeder einen anderen Ansatz hatte, die Profis jeweils unterschiedlich mit dem Thema Trio-Tanz umgegangen sind und unterschiedliche Ansätze gezeigt haben. Der Fokus lag jeweils anders – und zwar unabhängig davon, dass die Tänze verschiedene waren.
Nun gut, ich werde im Folgenden versuchen, meine Beobachtungen, Meinung und Kritik mit Ihnen zu teilen.
Jan Kittmann – ausgeschieden: Der Glücklose
Jan Kittmann ist leider ausgeschieden bei Let’s dance am 15. Mai 2026 und das hat meiner Meinung nach nur wenig mit seinen rein tänzerischen Leistungen in den beiden Tänzen zu tun, denn da hat er sich kaum etwas vorzuwerfen oder muss sich kaum etwas vorwerfen lassen.
Nur haben für Jan Kittmann und Kathrin Menzinger ganz offensichtlich weniger Zuschauer angerufen, als für andere Tanzpaare, so dass beide das Pech hatten, auszuscheiden.
Das stimmt (wenn ich mich nicht verrechnet habe) mindestens für Milano und Marta Arndt sowie für Anna-Carina Woitschack und Evgeny Vinokurov. Diese beiden Tanzpaare müssen mehr Anrufe als Jan & Kathrin gehabt haben, sonst wären sie nicht weiter gekommen.
Vielleicht musste Jan nun auch den Tribut für die häufigen „Ja, aber – Urteile“ von Joachim Llambi bezahlen, der im Verlauf der Staffel oft davon gesprochen hat, dass Jan sehr gut sei, es aber aus diesem oder jenem Grund doch nicht ganz reiche. Das war mir schon die gesamte Staffel über aufgefallen.

Jan Kittmann und Kathrin Menzinger mit Charleston bei Let’s dance am 15.5.2026 – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Der Charleston von Jan Kittmann und Kathrin Menzinger hat mir sehr gut gefallen, denn ich fand diesen Tanz sehr modern interpretiert, choreografiert und getanzt.
Da hat besonders Kathrin für meinen Geschmack eine gute Entwicklung genommen, die den Charleston noch vor ein paar Jahren oft eher am Vorbild einer Josephine Baker orientiert hatte (was mir nicht so gefiel damals) – und das inzwischen viel moderner macht.
Sie hat dann im Verlauf doch noch einige sehr typische und klassische Charleston-Figuren eingebaut. Da hatte Jan dann an zwei Stellen Schwierigkeiten mit der Synchronität – so habe ich es jedenfalls wahrgenommen. Das kann man sicher kritisch anmerken.
Grundsätzlich ändert das aber nichts daran, dass Jan & Kathrin viel Spaß und Freude am Tanzen dieses Charleston gezeigt haben, wie es dem Charakter dieses Tanzes entspricht.

Jan Kittmann, Kathrin Menzinger und Vadim Garbuzov – Paso doble als Trio-Tanz bei Let’s dance am 15.5.2026 – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Beim Trio-Tanz Paso doble von Jan Kittmann, Kathrin Menzinger und Vadim Garbuzov habe ich eine interessante Mischung gesehen. Zwar stand Kathrin in der Geschichte, die vertanzt wurde, im Mittelpunkt des Geschehens – trotzdem haben es die beiden Profis vermocht, Jan daneben eine zentrale Rolle in der Choreografie zuzuweisen.
Jan hat mehr und überwiegend die Paartanz-Teile des Paso doble mit Kathrin getanzt. Vadim war eine Art Konterpart, hat eher eine Nebenrolle als Herausforderer von Jan getanzt. Das fand ich sehr geschickt gelöst und mir hat dieser Ansatz auch gefallen!
Tänzerisch findet man ganz bestimmt bei jedem Promi etwas auszusetzen, wenn man möchte. Ich habe aber nichts gesehen, was hier bei diesem Tanz für Jan nur 8 Punkte wert war, im Vergleich zu besser bewerteten Promis.
Joel Mattli: Frühlingserwachen
Bei Joel Mattli gab es bei Let’s dance am 15. Mai 2026 eine Art Frühlingserwachen. In den letzten Sendungen hatte er ein bisschen geschwächelt – war nicht schlecht, aber es ging auch nicht so richtig weiter.
Das war diesmal deutlich anders und besser, meine ich. Im Wiener Walzer mit Malika Dzumaev fand ich Joel Mattli sehr souverän tanzend.

Joel Mattli und Malika Dzumaev mit Wiener Walzer bei Let’s dance am 15.5.2026 – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Auch diese Choreografie war vergleichsweise modern und eher weniger am klassischen Wiener Walzer orientiert, was zu einem Teil vermutlich der Musik geschuldet war, bei der man (im übertragenen Sinn) kein Johann-Strauß-Orchester auf einer Bühne spielen sah.
Das hat mir gefallen! Gar nicht gefallen jedoch haben mir zwei andere Elemente der Choreo:
Einmal (wer hier häufiger mitliest, wird es vielleicht ahnen) war das die Szene am Boden: Malika legt sich auf den Boden und er sich quasi darauf – nicht so wirklich, aber sinngemäß. Das hat nichts mit Wiener Walzer zu tun und eine körperliche Annäherung wäre auch anders darzustellen. Dazu muss man sich nicht auf den Boden legen.
Und dann fand ich die Ohrfeige nicht nötig und das Feiern durch Jury und Bildregie schon gar nicht. Auch die mindestens zeitweise Ablehnung hätte durch Malika tänzerisch dargestellt werden können. Dafür hätte es nicht so einer schauspielerischen Einlage bedurft – erst recht nicht beim Stand der gesellschaftlichen Diskussionen zu diesem Thema.

Malika Dzumaev, Joel Mattli, Zsolt Sandor Cseke – Charleston als Trio-Tanz bei Let’s dance am 15.5.2026 – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Der Charleston als Trio-Tanz von Joel Mattli, Malika Dzumaev und Zsolt Sándor Cseke war flink, witzig und sehr synchron getanzt. Hier standen als Konzept alle drei Tänzer als Einheit oder gleichberechtigt im Mittelpunkt des Geschehens.
Die Choreografie als solche empfand ich aber als weniger überraschend und glanzvoll. Ich will mich mit Vergleichen zurückhalten, meine aber, das haben wir alles schon oft gesehen, auch bei Let’s dance.
Bei diesem Charleston fand ich mich schon gut unterhalten. Einen Choreografie-Preis würde ich aber nicht vergeben.
Ross Antony: Halb und Halb
Bei Ross Antony habe ich bei Let’s dance am 15. Mai 2026 zwei Tänze unterschiedlicher Qualität gesehen.
Für den Paso doble von Ross Antony und Mariia Maksina möchte ich mich kurz halten:

Ross Antony und Mariia Maksina mit Paso doble bei Let’s dance am 15.5.2026 – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Mir hat dieser Tanz nicht besonders gut gefallen. Mariia hat mir gar nicht gefallen und Ross hat für mich eine Rolle gespielt, die ich ihm nicht abgenommen habe. Da kommt es für mich auf die tänzerische Qualität, die Ausführung, nicht mehr an in dieser Phase der Staffel Let’s dance 2026.
Und beim Jury-Urteil war ich mir nicht ganz sicher, ob da nicht vielleicht ein paar Kurze in der Werbepause gezogen wurden, so viel wurde gegackert.
Ganz anders habe ich den Wiener Walzer als Trio-Tanz von Ross Antony, Mariia Maksina und Valentin Lusin empfunden.

Ross Antony – Mariia Maksina – Valentin Lusin – Trio Dance Wiener Walzer – Let’s dance 15.5.2026 – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Für mich war das einer der besten Tänze der Show, reich an typischen Schritten und Figuren, auch das Trio ganz harmonisch integriert in fast den gesamten Tanz. Da stand vor allem der Wiener Walzer im Vordergrund. So habe ich das jedenfall empfunden.
Wenn ich mir hätte etwas wünschen dürfen, dann dass der Auftakt, das Intro zu dem Tanz oben auf der Bühne, etwas anders gestaltet worden wäre. Da stand Mariia im Fokus. Ich hätte ich den Tipp gegeben, entweder Mariia gar nicht mittanzen zu lassen (nur die beiden Männer) oder ich hätte sie als dritte und gleichberechtigte Person mittanzen lassen.
Das ist gar keine Kritik, war nur so ein Gedanke, der mir während des Tanzes kam.
Anna-Carina Woitschack: Unnötige Kritik der Jury
Die tänzerische Leistung von Anna-Carina Woitschack bei Let’s dance am 15. Mai 2026 fand ich in beiden Tänzen von der Jury unnötig und ungerechtfertigt kritisiert.
Das hat nichts damit zu tun, wie viele Punkte man für die Tänze vergibt und ob man andere Tänze vielleicht besser fand. Es geht mir also nicht um die Punkte als solche oder die Position am Ende in der Jury-Tabelle. Das mag jeder für sich selbst beurteilen.

Anna-Carina Woitschack und Evgeny Vinokurov mit Rumba bei Let’s dance am 15.5.2026 – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Aber: In der Rumba von Anna-Carina Woitschack und Evgeny Vinokurov meinte Joachim Llambi, es sei ihr schwächster Tanz seit dem ersten gewesen. Ich sehe das ganz anders!
Ich fand, das war eine schöne Rumba, fand den Charakter des Tanzes gut erfasst, fand Anna-Carina sehr sinnlich und feminin. Evgeny hat sich im Vergleich zu anderen Tänzen zuvor eher zurückgehalten und er hat Anna-Carina in den Mittelpunkt des Tanzes gestellt und sie auch nicht überfordert.
Dadurch hatte sie in der Vergangenheit immer mal kleinere Hakler drin. Das habe ich diesmal gar nicht gesehen. Mir hat diese Rumba gut gefallen!
Wofür Joachim Llambi vom Ideal gleich vier Punkte abgezogen hat, verstehe ich nicht. Selbst die angeblich „eingedrehten Füße“ habe ich nicht gesehen und sie wären mir auch egal.
Ja, vielleicht war die Rumba etwas „clean“ und nicht so „erdig“ getanzt. Aber mir gefällt das so – und die Choreo war auch so angelegt.

Anna-Carina Woitschack, Evgeny Vinokurov und Ekaterina Leonova – Salsa als Trio-Tanz bei Let’s dance am 15.5.2026 – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Ganz ähnlich sehe ich die Salsa als Trio-Tanz von Anna-Carina Woitschack, Evgeny Vinokurov und Ekaterina Leonova!
Was genau will man kritisieren am Tanzen von Anna-Carina, wenn sie spiegelbildlich das Gleiche tanzt wie Ekaterina Leonova?
Salsa ist kein Showtanz und die Drei haben die Salsa genauso getanzt, wie ein Mann eine Salsa mit zwei Frauen tanzen kann – mit typischen Figuren und Schritten, sogar im Umfang intensiver, als man das sonst oft bei Salsa-Tänzen bei Let’s dance sieht.
Auch die Show-Figur in der Mitte war mal ein bisschen anders und könnte so in jeder vergleichbaren Salsa-Show gezeigt werden – für mich mit Varieté-Format.
In meinen Augen war das eine typische LA-Style-Salsa, ganz sauber von allen getanzt!
Könnte man die auch anders tanzen? Ja, könnte man. Und ein Kubaner, wie Jorge Gonzalez und ein quirliger, exzentrischer Typ wie Jorge Gonzalez würde sie vermutlich auch anders tanzen. Er würde sich mehr im Kreis drehen, auch bei den Wickelfiguren, er hätte mehr Bewegung im Körper und würde sich mit Soli in Szene setzen – es wäre eine andere Art, Salsa zu tanzen.
Aber: Es gibt eben unterschiedliche Salsa-Stile und die Art dieses Trios war glasklar!
Muss einem diese Art zu tanzen deshalb gefallen? Nein! Das kann nur jeder für sich beantworten. Mir hat der Tanz sogar sehr gut gefallen!
Milano: Weiter unkonventionell und cool
Auch beide Tänze von Milano bei Let’s dance am 15. Mai 2026 haben mir ausgesprochen gut gefallen!
Marta war schon immer gut und ist in ihren Choreografien bei Let’s dance 2026 oft eher unkonventionell und sehr modern – vermutlich die modernste Choreografin in diesem Jahr. Es macht so viel Spaß, ihre Choreografien zu entdecken, die vielen Details und scheinbare Kleinigkeiten, die die Choreos dann letztlich aber besonders machen.

Milano und Marta Arndt mit Contemporary bei Let’s dance am 15.5.2026 – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Zwei Beispiele will ich nennen aus dem Contemporary von Milano und Marta Arndt:
Einmal die Öffnung in der Mitte des Tanzes. Nachdem das Paar eher recht eng beieinander getanzt hat, öffnet Marta den Tanz, indem sie Milano weit von sich weg durch den ganzen Raum schickt, bricht damit die Geschichte auf und kann damit so vieles erzählen, ausdrücken, ohne plakativ zu sein.
Und dann am Ende diese dreimalige Anziehung der beiden Körper. Es ist eben dreimal, nicht nur einmal. Damit hätte die Geschichte auch zu Ende sein können.
Aber Marta setzt ein Ausrufezeichen und unterstreicht die Aussage und ihre Wirkung durch die dreimalige Wiederholung – samt der Symbolik und Harmonie, die sich damit verbindet – und die wir auch dann wahrnehmen, wenn man sie gar nicht so bewusst sieht, wie ich das hier von mir schildere.
Milano hat diese Choreografie mit seinem Tanz mitgetragen und sie ausgefüllt. Ich habe da nichts zu meckern!

Milano, Marta Arndt und Anastasia Maruster – Quickstep als Trio-Tanz bei Let’s dance am 15.5.2026 – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Auch der Quickstep von Milano, Marta Arndt und Anastasia Maruster hat mir bestens gefallen. Das war wieder der „coole“ Milano, der von den beiden Frauen voll in den Mittelpunkt gestellt wurde und ihm die gesamte Aufmerksamkeit gegönnt haben.
Diesmal habe ich sogar eine schon fast liebliche Note bei ihm gesehen. Das muss man doch einfach mögen? Würde ich sagen!
Fazit und mein Tanz des Abends bei Let’s dance am 15.5.2026
Mir hat bei Let’s dance am 15.5.2026 fast jeder Tanz sehr gut gefallen! Viel besser hätte man mich an diesem Freitagabend kaum unterhalten können. Mein Dank gilt allen Tänzern für diese tollen Tänze!
Immer kritischer sehe ich die Jury, vor allem wegen diverser Anzüglichkeiten, die für meinen Geschmack inzwischen überhand nehmen. Ich will das heute nicht auswalzen.
Bedanken möchte ich mich noch einmal bei Jan Kittmann und Kathrin Menzinger für schöne Tänze und Wochen und das unübersehbare Engagement für die Show! Das hat immer Spaß gemacht und beide haben sich nichts vorzuwerfen – finde ich!
Als Tanz des Abends möchte ich heute zwei Tänze auswählen, einen aus den Einzeltänzen und einen aus den Trio-Tänzen:
Mein Tanz des Abends bei Let’s dance am 15. Mai 2026 aus den Einzeltänzen war der Contemporary von Milano und Marta Arndt!

Einzel-Tanz des Abends Let’s dance 15.5.2026 – Contemporary von Milano und Marta Arndt – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Mein Tanz des Abends bei Let’s dance am 15. Mai 2026 aus den Trio-Tänzen war der Wiener Walzer von Ross Antony, Mariia Maksina und Valentin Lusin!

Trio-Tanz des Abends Let’s dance 15.5.2026 – Wiener Walzer von Ross Antony, Mariia Maksina und Valentin Lusin – Foto: RTL, Stefan Gregorowius
Das ist eine reine Bauchentscheidung.
Ich habe das während der Show so empfunden und kann jeden verstehen, der andere Tänze auswählt, denn verdient hätten es diesmal auch aus meiner Sicht mehrere Tänze.
Zu Let’s dance 2026 in Salsango
Über Let’s dance 2026 informieren wir, wie von Salsango in den letzten Jahren gewohnt:
- am Tag der Show mit einem Fakten-Artikel zur aktuellen Sendung
- am nächsten Tag mit einem Meinungs-Artikel inklusive Diskussion der Show
Wer noch einmal alle Punkte, Tänze, Songs und mehr Fakten nachsehen möchte, hier der Link zum Fakten-Artikel: Let’s Dance 15.5.2026 Fakten: Wer ist raus? Punkte, Tänze, Songs, Fotos
Es gibt auch Artikel, die die Staffel begleiten und ständig aktualisiert werden. Unsere Let’s dance 2026 – Übersicht ist die Anlaufstelle in Salsango für die Informationen zur Staffel. Alle Artikel chronologisch sortiert finden Sie im Let’s dance 2026 – Archiv.
Wir berichten über Let’s dance seit 16 Jahren (seit 2010). Das sind viele Informationen, für die wir derzeit Let’s Dance: Die große Übersicht zur Tanz-Show auf Salsango zur zentralen Informationsseite ausbauen. Außerdem möchten wir auf RTL+ hinweisen, wegen der Verwendung der Fotos hier im Artikel.
Na, hier tröpfeln ja heute die Kommentare eher – jedenfall im Vergleich zu letztem mal, dabei freue ich mich inzwischen doch auch schon auf die Kommentare zu Karstens Kommentar und auf die Kommentare von Karsten auf die Kommentare und …. Im übrigen vielen Dank dafür, der war wieder sehr gut und für meinen Geschmack in sehr vielem treffend. Es ist immer viel Mühe und man merkt, dass Karsten die Meinung der Schreiber wirklich respektiert und darauf eingeht. Vielen Dank auch dafür!
Von mir ein paar Gedanken zu Jury und Moderation. Wirklich schlagfertig zu sein, kann man nicht lernen, und Routine kann helfen, aber auch einengen und die Spontanäität behindern. Daniel Hartwich hat das nötige Sebstbewußtsein, um „Herrn Lommbi“, wie der (zauberhafte Milano) sagte, auch mal Kontra zu geben und versinkt weder in Ehrfurcht, noch wird er platt und frech in seiner Antwort. Mir gefällt sein „das lassen wir mal so stehen“, auch wenn das auch zu seiner Routine gehört.
Bei den beiden Frauen ist es komplizierter. Ich verfolge Lets Dance auch schon viele Jahre und finde, dass Victoria Swarowski durchaus Fortschritte gemacht hat. Als sie von Silvie Meis übernahm, habe ich bei ihrer Stotterei immer gedacht, „Schuster bleib bei deinem Leisten“, denn getanzt hatte sie zuvor mit Erich Klann wiklich gut. Fand ich. Inzwischen macht sie das Moderieren souveräner, insbesondere bei Promis, die über ein hartes Urteil oder gar Ausscheiden bestürzt und in Tränen aufgelöst sind, wirkt sie sympathisch und ihren Part als auffangende Trösterin meistert sie echt und wenig selbstverliebt. Ihre Rolle ist aber seit Jahren die gleiche und da immer neue, „spontane“ Fragen zu finden, ist fast unmöglich. Da ist es doch besser, sich vorzubereiten als rumzustottern!
Mir gefällt Laura Wontorras eher burschikose und unmittelbare Art auch recht gut. Ich habe sie aber mehrfach bei Ninja Warrior erlebt und da war auch nicht mehr so sehr viel mit „Spontanäität“, da kam bei jedem „Ins-Wasser-gefallenen“ die Frage, „Wie traurig bist du jetzt? und bei jedem Verwandten eines Erfolgreicheren, „Wie stolz bist du jetzt?“ Was soll sie auch sonst sagen/fragen, während sich oben die beiden Männer als Fachleute und/oder als Kindsköpfe profilieren dürfen. Gestern war die Rolle neu für sie und sie hat genug Erfahrung. Nach ein paar Jahren in der Rolle von Victoria würde ihr vielleicht auch nicht mehr viel Neues einfallen? Oder vielleicht doch?
Der Unterschied liegt meiner Ansicht nach nämlich daran, dass ein guter Moderator/eine gute Moderatorin oder ein gutes Jurymitglied lernen muss, sich mit vielfältigen Situationen und Aufgaben auseinander zu setzen. Dazu gehört auch, aufzuhören, wenn man selbst merkt, hier geht es für mich nicht mehr weiter. Und wenn man „gut“ war, findet man auch neue Betätigungsfelder.
Bei der Jury sehe ich momentan wenig Chancen auf personelle Veränderung, weil man die Drei so fest als „Marke“ positioniert hat. Und dass die drei auch nicht mehr taufrischen Leute ihre zum Teil festgefahrene Rolle noch mal neu definieren können, bezweifle ich als selbst schon älteres Semester. Oder vielleicht doch?
Schaun mer mal, dann seng mer scho!
Ulrike
Das finde ich spannend und interessant, Ulrike!
Ich hatte gestern auch kurz darüber nachgedacht, was wäre wohl mit einer Laura Wontorra, wenn sie drei Monate da oben auf dem Balkom stehen müsste? Vermutlich ließe mindestens das „Anderssein“ nach mit der Zeit.
Die Erfahrung mit ihr beim Fußball oder Ninja Warrior habe ich nicht, weil ich das nicht schaue.
Und ich bin völlig bei Dir, was die Entwicklung von Victoria Swarovski betrifft. Wie ich weiter vorn oder hinten in den Kommentaren geschrieben hatte, habe ich ihre Fragen mal ein paar Sendungen mitgeschrieben. So lange sie sich ans Konzept hält, hat sie tatsächlich bei jedem Paar eine andere Frage – auch wenn ich die überflüssig finde (wie war das für dich, wie fühlst du dich, wie sehr warst du motiviert usw. usf.). Aber man merkt, dass sie arbeitet und nicht einfach nur zum Scheck abholen in Köln vorbei schaut. Für die Rolle, die ihr da auf dem Balkon zugedacht ist, kann sie ja nichts.
Wenn sie improvisiert, merkt man das auch sofort. Derzeit ist alles „so, so schön“ oder irgendwas anderes „so, so“. Das ist veränderlich, saisonbedingt sozusagen.
Es gibt aber noch einen anderen Aspekt, den ich mit Freude gelesen habe und spannend finde. Da wäre hier (Balkon-Rolle) die Frage, ob man das machen möchte. Ich kann verstehen, dass sie die Chance ergriffen hat, als die sich bot.
Etwas anders beurteile ich das bei den Juroren oder auch den Profitänzern. Ich gönne jedem seinen Job und besonders für die Tänzer freue ich mich, die sonst üblicherweise in ihren Sport mehr Geld mitbringen, als sie herausholen können.
Ich finde aber, sie haben auch die (fachliche) Verpflichtung, sich weiterzuentwickeln, weiterzubilden, Neues zu lernen – wie fast jeder andere in seinem Job auch … – oder, wie Du sagst, Ulrike, aufzuhören, wenn man merkt, es geht nicht mehr weiter. Genau da könnte allerdings der Hase im Pfeffer liegen.
Ich will nicht zu lang werden, deshalb verzichte ich auf Beispiele. Aber bestimmt viele Leser werden sich erinnern an Let’s-dance-Beteiligte, die sich weiter entwickelt haben, bei denen man das zu einem Zeitpunkt X deutlich gemerkt hat, während andere oder die Gleichen früher oder später auf der Stelle traten. Das ist ja ein permanenter Prozess. Ich finde, man merkt es sofort (also von Staffel zu Staffel), ob jemand seine Hausaufgaben gemacht hat oder nicht.
Kurzum Ulrike, wir werden wohl weiter diskutieren müssen. Das ist mit einmal nicht getan :-)