Wolfgang Ziegler – Best of – CD „Verdammt!“ veröffentlicht

von: | aktualisiert am: 14.11.2014

50 Jahre Wolfgang Ziegler zwischen Schlager, Pop und Rock

Wolfgang Ziegler - CD "Verdammt - Best of"

Wolfgang Ziegler – CD „Verdammt – Best of“

Wolfgang Ziegler veröffentlicht die Best-of – CD „Verdammt!“ – in Anlehnung an seinen vielleicht größten Hit und nicht unbedingt orientiert am Anlass. Allerdings könnte man auch dazu ein anerkennendes „Verdammt!“ ausstoßen, denn Wolfgang Ziegler feiert 50-jähriges Bühnen-Jubiläum!

Deshalb ist diese Best-of – CD von Wolfgang Ziegler auch nicht eine der üblichen Aneinanderreihungen erfolgreicher Titel. Nein, der Künstler hat sich Gedanken gemacht, ganze 29 Titel auf 2 CD’s gepresst, die thematisch geordnet und einige der – logischer Weise – schon älteren Titel auch neu produziert.

Es sind auch nicht nur „olle Kamellen“ auf der CD, wie eben jenes „Verdammt!“ aus dem Jahre 87 oder von noch früher, als Wolfgang Ziegler noch mit der Gruppe „Wir“ unterwegs war.

Ganz frisch und trotzdem zu Recht gibt es z.B. auch „Schön Dich zu sehen“; ein Titel, den er jüngst erst gemeinsam mit seiner Tochter Sabrina Ziegler veröffentlicht hatte (siehe Artikel mit Video) und der den Beiden ganz wunderbar gelungen ist!

Ein „Rocker“ war Wolfgang Ziegler eigentlich nie. Live mag es schon mal härtere Klänge geben. Auf Schallplatte und CD waren seine Titel jedoch schon immer eher leichter und gefällig.

Also Pop? In die Schublade passt ja irgenwie jeder, der Musik macht und die Ohren seiner Zuhörer nicht gerade mit Musik in der 12-Ton-Technik geschrieben malträtiert. Aber ziemlich poppig war der Wolfgang Ziegler schon die meiste Zeit – nicht zuletzt sein „Verdammt“, das prächtig in die Zeit passte. Moderne Pop-Musik heute hört sich anders an.

Hörst Du Dich heute durch die Zeit, ist das guter (und bestgemeinter) Schlager, Pop-Schlager, wie man ihn heute  hört. Würde man die Titel heute als neu veröffentlichen – und der geneigte Hörer sie nicht erkennen – gingen die meisten von Ihnen als neue Schlager durch, ohne dass  daran jemand Anstoß nehmen würde.

Das zeigt auch, wie zeitlos die Kompositionen von Wolfgang Ziegler sind.

Die erste CD ist etwas flotter gehalten, die zweite CD ruhiger, allerdings auch mit ein paar Cover-Versionen bekannter internationaler Hits, wie z.B. „Hold me now“ oder „When you say nothing at all„, sämtlichst mit deutschen Texten und nicht einfach nur „nachgesungen“ – was diesen Titeln auch einen gewissen Reiz verschafft. Angenehmer Nebeneffekt: Selbst wer das Lebenswerk von Wolfgang Ziegler nicht so kennt, findet so immer wieder bekannte Melodien und fühlt sich schneller „zuhause“.

Nötig gewesen wäre das jedoch nicht unbedingt und für mich ist das Vorhandensein dieser Titel eigentlich nur mit jener Begründung schlüssig.

Einen kleinen Nachteil haben die vielen Titel allerdings auch. Der Preis für die CD geht in Ordnung. 15,99 € muss man dem Online-Händler überweisen oder auf die Ladentheke packen.

Wer, wie ich, seinen Musik-Hunger inzwischen überwiegend von den diversen mp3-Playern stillt, die heute fast jedes neu verkaufte Elektro-Gerät hat, greift entweder tiefer in die Tasche oder macht sich die Mühe und zieht sich aus den CD’s selbst die mp3-files heraus. 19,98 € für den kompletten mp3-Download ist in meinen Augen viel zu teuer und auch gegen jede Preispolitik.

Bei anderen Künstlern sind die mp3-Versionen meist preiswerter. Man spart ja schließlich seitens der Anbieter 2 CD-Rohlinge, eine Verpackung, die Arbeit, die Musik da drauf zu brennen, das Drucken und das Papier des Booklets und den Versand des Gesamt-Kunstwerkes.

Vielleicht hat sich jemand gedacht, dass so eine physisch vorhandene CD häufiger ins Blickfeld gerät? Bei mir verschwinden die nach dem Kopieren auf dem Dachboden. CD-Regale waren gestern, haben lange genug Staub gefangen; und angesichts der Vielzahl der inzwischen angesammelten Werke muss schon jemand Langeweile haben, sich durch die Sammlung zu wühlen.

Na gut, wollt’s nur erwähnen…

Ich würde ja noch ein fröhliches „Auf die nächsten 50 Jahre“ ins Rund schmettern, aber da wäre ich meiner Zeit und der von Wolfgang Ziegler wohl zu weit voraus.

Trotzdem muss das „Best of“ noch lange kein Abgesang sein und wenn ich das richtig interpretiere, ist die CD das auch nicht.

Deshalb: Alles Gute und weiterhin viel Erfolg!

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