Alli zum Abnehmen – Erklärung und Warnung

Autor(in): | aktualisiert am: 31.01.2010

Alli? Was ist Alli? Die Profis in Sachen Abnehmen wissen Bescheid. Für alle Anderen hier der Versuch einer Erklärung.

Alli ist eine Pille mit dem Wirkstoff Orlistat, die die Fettaufnahme des Körpers aus den zu sich genommenen Speisen mindern soll. Alli ist seit April diesen Jahres als rezeptfreies Arzneimittel zugelassen und z.B. in Apotheken erhältlich.

Klingt verlockend und verführerisch – sollte aber mit Vorsicht betrachtet werden! Zum Einen empfiehlt selbst der Hersteller, die GlaxoSmithKline Consumer Healthcare GmbH & Co. KG, auf seiner Webseite zu Alli das Produkt nur für Menschen ab einem BMI von 28 und erklärt ausführlich, dass es ohne kalorien- und fettreduzierte Kost nicht geht – wir kommen später darauf zurück. Zum Anderen muss der Anwender mit einer ganzen Reihe von Nebenwirkungen rechnen – siehe unten. Wer sich nicht so genau mit dem BMI auskennt, kann auch auf den folgenden Artikel zum Abnehmen mit Alli gehen, dort sind Größen und Körpergewicht in einer kleinen Tabelle einzeln aufgeführt.

Die Theorie (und wohl auch Praxis) hinter Alli ist, dass mit der Nahrung aufgenommene Fette zu einem Teil gebunden werden, also nicht mehr verdaut und dann unverdaut wieder ausgeschieden werden. Es ist jedoch wichtig, dass die eingenommenen Speisen einen bestimmten Fettanteil nicht übersteigen. Bei einer gleichzeitig kalorienreduzierten Ernährung kann der “Probant” dann statt x kg in einem y-Zeitraum x+alli kg abnehmen. Der Hersteller gibt an, dass etwas 50% mehr abgenommen werden kann, also z.B. 3 statt 2 kg.

Ein Wundermittel ist Alli also nicht! Einfach einnehmen, fröhlich essen, was man will – und schon schmelzen die Pfunde? Nein, da muss schon eine ernsthafte Diät und dauerhaft Nahrungsumstellung her. Dann kann Alli unterstützend wirken (und soll auch nur über einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden).

Die Nebenwirkungen gibt der Hersteller detailliert auf seiner Webseite an (siehe Link oben). Wir sind auch keine Mediziner – wollen aber zur Verdeutlichung exemplarisch auf einige Nebenwirkungen aufmerksam machen, auf die wir im Rahmen unserer Recherche gestoßen sind:

  • Blähungen, Stuhldrang, Inkontinenz, flüssiger Stuhl, weicher, öliger Stuhl, Bauch- bzw. Magen Schmerzen, Stuhlinkontinenz

Weil mit den gebundenen Fetten auch Vitamine, Mineralstoffe und andere wichtige Ernährungsbestandteile ausgeschieden werden, sollten außerdem Vitamin-Präparate und Mineralstoffe eingenommen werden.

Jeder sollte sich also genau überlegen, ob nicht vernünftige Ernährung und Sport ausreicht! Lassen Sie sich also unbedingt beraten bzw. lesen Sie die Beipackzettel genau und halten Sie sich an die Anweisungen dort! Auch das untenstehende Buch zum Abnehmen mit Alli kann sicher helfen.

Es sei hier also noch einmal ganz deutlich gesagt:

  • Alli ist ein Arzneimittel
  • Alli soll nur von wirklich übergewichtigen Menschen überhaupt eingenommen werden
  • Wer Alli einnehmen möchte, muss sich begleitend kalorien- und fettreduziert ernähren
  • außerdem empfiehlt der Hersteller begleitende sportliche Aktivitäten
  • es gibt eine Reihe von Nebenwirkungen, auf die sich jeder einstellen muss (siehe dazu die Webseite von Alli – Link oben)

 Wer meint, für ihn sei Alli das Richtige oder sich näher informieren möchte, dem stellen wir hier verschiedene Produkte zur Verfügung.

Allen Anderen empfehlen wir gesunde Ernährung -das nebenstehende Buch kann auch ein wenig unterstützen- und Sport! Oder versucht es doch mal mit Tanzen – Salsa oder Tango – das hat auch Nebenwirkungen: Man lernt Leute kennen, hat jede Menge Spaß – und bewegt sich – was beim Abnehmen hilft.

Oder sportlich tanzen? Lesen Sie auch unseren Zumba-Artikel – siehe unten-

Ausgewählte Themen im Salsango-Magazin:





Ein Kommentar zu “Alli zum Abnehmen – Erklärung und Warnung”

  1. Erich sagt:

    Das nenne ich vorbildlich; normalerweise werden Diät-Arzneien im Web ja ganz gern als die besagten Wundermittel angepriesen.
    Ob nun rezeptfrei oder nicht, bevor man diesen Schritt geht, sollte man doch eher die naheliegensten Register ziehen und ärtztlichen Rat aufsuchen. Greift man vorher unüberlegt zu den Pillen, steht das selten für nicht hinreichender Konfliktbechäftigung und/oder sagt etwas über die Arbeitsbereitschaft des Anwenders aus; gerade bei wirklich übergewichtigen Menschen, für die diese Arznei gedacht ist, kommen doch ganz gern mehr Faktoren hinzu, als profanes zu viel Essen. Professioneller, medizinischer Rat gibt Auskunft darüber, ob und wann derartige Präparate sinnvoll sind. Stellt sich trotz hinreichender Ernährung und Bewegung nur geringer Effekt ein, mag dies, wie oben geschrieben, als Ergänzung sinnvoll sein.

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