Strictly Come Dancing 2018 Finale am 15.12.2018 – Stacey Siegerin

Strictly Come Dancing 2018 Finale am 15.12.2018 – Stacey Siegerin

Autor(in): | aktualisiert am: 16.12.2018
Strictly Come Dancing 2018

Strictly Come Dancing 2018 – Foto: Gritte auf Unsplash

Strictly Come Dancing 2018 gewinnen Stacey Dooley – Kevin Clifton. Damit haben auch in der 3. TV-Tanz-Show im Herbst 2018 nicht meine Favoriten gewonnen und – bezeichnender Weise – das Tanzpaar mit den wenigsten Punkte im Finale.

Nun ist es im Grund müßig, über die Punktevergabe im Finale viele Worte zu verlieren. Das ist bei Strictly Come Dancing nicht anders, als in anderen Tanz-Shows oder überhaupt Shows mit einem Finale im Fernsehen. Insofern ist schon lobenswert, dass überhaupt differenziert wurde.

Meine Favoriten im Finale waren Faye Tozer & Giovanni Pernice – und das aus 2 Gründen:

  1. Der Jazz Dance nach “Fever” war für meinen Geschmack der beste Tanz im Finale (gleich noch einmal mehr dazu) und hat insgesamt für meine Begriffe tänzerisch insgesamt am meisten überzeugt
  2. Ashley Roberts & Pasha Kovalev waren bezogen auf die Choreografien nicht in Höchstform, die man hätte erwarten dürfen. Die Dirty-Dancing-Nummer war mir zu erwartbar, fast schon “gewöhnlich”, keine Überraschungen. Der Show Dance war im Grunde ein Festival der Hebungen und Show-Figuren.

Überhaupt gab es im Finale von Strictly Come Dancing 2018 am 15.12.2018 viele Hebungen und sogar noch mehr Schieben, Ziehen, Wälzen am Boden. Das Tanzen stand eher im Hintergrund.

Dass ich das gar nicht eindimensional sehe, beweist vielleicht mein Favoriten-Tanz “Fever” von Faye Tozer & Giovanni Pernice:

Hier wurde zwar gar nicht (oder kaum) in Paar-Tanzhaltung getanzt. Aber da hatte jeder Teil der Choreografie seinen Sinn. Es gab auch nur 2 Hebungen. Die mittendrin wurde genutzt, um auch noch etwas zu zeigen und nicht nur die Hebung an sich und sogar die 2. Hebung zur Schluss-Pose war so gestaltet. Und selbst wenn das Tanzpaar sich viel am Boden bewegt hat, war das mit tänzerischen Mitteln unterlegt, durchaus auch überraschend, war choreografisch sinnvoll begründet.

Diesen Eindruck hatte ich bei den anderen Tanzpaaren oft nicht.

Joe Sugg & Dianne Buswell hatten eine guten Tag erwischt, vielleicht sogar den mit ihren besten Leistungen über die ganze Staffel hinweg. Stacey Dooley – Kevin Clifton, die Sieger von Strictly Come Dancing, konnten mich heute am wenigsten von sich überzeugen, die waren schon besser.

Nach Punkten gab es am Ende vom Finale Strictly Come Dancing 2018 folgenden Stand:

  1. Faye Tozer & Giovanni Pernice – 120 Punkte
    Ashley Roberts & Pasha Kovalev – 120 Punkte
  2. Joe Sugg & Dianne Buswell – 116 Punkte
  3. Stacey Dooley – Kevin Clifton – 114 Punkte

Die Sieger sind bekannt und man kann darüber so unterschiedlicher Ansicht sein, wie beim Brexit. Meine Gewinner wären in Summe der Leistungen über die ganze Staffel hinweg und unter besonderer Berücksichtung der Leistungen im Finale heute Faye Tozer & Giovanni Pernice gewesen.

Vielleicht noch der Hinweis auf das Christmas Special von Strictly Come Dancing am 25. Dezember 2018. Dabei sind Caroline Flack, Anita Rani, Jake Wood, Aston Merrgold, Ann Widdecombe und Michael Vaughan. Sicher wird es dazu auch wieder einen Artikel geben.

Tänze & Videos Finale Strictly Come Dancing am 15.12.2018

Nun wieder die Tänze im Einzelnen, aber ohne separate Kommentare von mir. Was von meiner Seite zu sagen war, steht oben. Die Reihenfolge ist die nach der Punkte-Vergabe der Jury:

Zunächst und wie meist die Eröffnung und den Eröffnungstanz als Einstimmung zum Finale:

Faye Tozer & Giovanni Pernice tanzten im Finale für insgesamt 120 Punkte:

  • Wiener Walzer nach dem Song “It’s a Man’s World” von James Brown für 40 Punkte
  • Jazz nach dem Song “Fever” von Peggy Lee für 40 Punkte
  • Show Dance nach dem Song “Lullaby of Broadway” für 40 Punkte

Ashley Roberts & Pasha Kovalev tanzten im Finale für insgesamt 120 Punkte:

  • Salsa nach dem Song “The Time of my Life” von Bill Medley & Jennifer Warnes für 40 Punkte
  • Charleston nach dem Song “Witch Doctor” von Don Langfür 40 Punkte
  • Show Dance nach dem Song “Keeping Your Head Up” von Birdy für 40 Punkte

Joe Sugg & Dianne Buswell tanzten im Finale für insgesamt 116 Punkte

  • Paso Doble nach dem Song “Pompeii” von Bastille für 39 Punkte
  • Charleston nach dem Song “Cotton Eyed Joe” von Rednex für 38 Punkte
  • Show Dance nach dem Song “I Bet That You Look Good in the Danceflor” von Arctic Monkeys für 39 Punkte

Stacey Dooley & Kevin Clifton tanzten im Finale für insgesamt 114 Punkte:

  • Slowfox nach dem Song “Hi Ho Silver Lining” von Jeff Beck für 39 Punkte
  • Paso Doble nach dem Song “Malaguena” in einr Version von Brian Setzer für 39 Punkte
  • Show Dance nach dem Song “Land of a Thousand Dances” von Jessica Mauboy – 36 Punkte

Mehr Meldungen über Strictly Come Dancing finden Sie im vorn verlinkten Stichwort. Weitere Artikel dieser Art sammeln wir in unseren Kategorien TV-Shows und Tanzen im Fernsehen.

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Das Ergebnis basiert ausschließlich auf dem Zuschauervotum, und vielleicht sehnen sich eben jene Zuschauer einfach nicht nach immer perfekterer Leistung, sondern schlicht nach ausgleichender Gerechtigkeit. Viele Promis in diesen Shows tanzen mittlerweile auf annähernd professionellem Level- die wenigsten davon gewinnen auch. Nicht nur in L.A.; auch in London sollte man das Casting evtl. mal überdenken. Die stärkste Tänzerin der Staffel wurde letztlich nur durch Jury-Entscheid ins Finale gerettet.
Ähnlich wie Sharna Burgess in USA war Kevin Clifton nach so vielen Anläufen vermutlich ,,auch mal dran." Stacey war definitiv nicht die perfekteste Kandidatin, aber den Zuschauern offenbar näher als die Show-erfahrenen Faye und Ashley, weil sie tatsächlich bei Null angefangen hat.
Brendan Cole hat vor Beginn dieser Staffel seinen Abschied genommen, und vielleicht sollte Pasha Kovalev ihm das gleichtun. Besser als mit Caroline Flack wird's für ihn wohl nicht mehr, und das ist auch schon 4 Jahre her.
Die Parallelen zu Let's Dance sind ebenso offensichtlich. Publikumslieblinge sind meist keine Überflieger, und mancher Profi hat seine besten Zeiten hinter sich.
Andererseits ist zumindest beim Original die Popularität ungebrochen, und sehenswerte Auftritte gab es auch in diesem Jahr mehr als genug. Dafür aber braucht es dann doch Kandidaten wie Ashley Roberts, Juan Pablo DiPace oder Judith Williams. Nur gewinnen tun die meist nicht mehr, und das war früher anders. Kein Gemecker, nur eine Feststellung.

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Dieses Jahr war wirklich komisch bei den Ergebnissen der fünf Tanzshows - wenn man DWTS Athlete mitzählt. Ich war nur mit einem Ergebnis zufrieden, bei den restlichen war ich mehr oder weniger unzufrieden.

Ich bin mir nicht sicher, ob man das Casting überdenken muss - ich würde Dtl. mit reinzählen – sondern nicht eher die Kommunikation überdenken sollte. Bös gesagt, man castet Ashley Roberts, als sie aber während der ganze Staffel Kritiken von den Zuschauern bekommt, die unter der Gürtellinie waren und die letzten drei Wochen auch noch in den Dance-Offs war, hat man von BBC-Seite aus nichts gemacht. Zur gleichen Zeit war Faye auf den gleichen Level wie Ashley und hat kaum Hass abbekommen. Die Routinen, welche die beide Damen gezaubert haben, suchen seinesgleichen - auch wenn mir Ashley etwas besser gefallen hat. Jetzt wäre natürlich interessant zu wissen, was passiert wäre, wenn Nicole Scherzinger erst jetzt in Amerika getanzt hätte, ob sie dann auch gewonnen hätte.

Ich finde, es prinzipiell kein Problem, dass es Promi mit einen höheren Tanzlevel starten - meist finde ich diese nicht gut, da sie mir zu professionell sind. Es gibt Promis mit einem hohen Tanzlevel, es gibt aber genauso welche, die eine extrem starke Fanbase haben und mit mehr oder weniger Tanztalent ausgestattet sind. Da denke ich dieses Jahr bei den Briten an Joe Sugg, bei den Amerikanern an Bobby Bones und den Bachelor oder hier in Deutschland an die Lochmanns. Diese schmeißen dann im Schnitt die Mitte raus, die klassischerweise diejenigen sind, die eine Entwicklung durchmachen. Da denke ich dieses Jahr in Deutschland an Jessica Paszka, Charlotte Würdig oder in USA an John Schneider oder an Danelle Umstead – gerade bei den Damen wäre interessant gewesen, die Entwicklung zu sehen. Ich habe das Gefühl, die Mitte hat kaum noch Chancen und nicht-perfekte Kandidaten gewinnen. Ich habe mal die Promis rausgelassen, die schon ein hohes Performance-Level haben, seien sie nun Sänger oder Schauspieler.

Ich habe das Gefühl, dass die Tanzshows irgendwie alle in einer Sinnkrise stecken und ich bin mir nicht sicher, wie sie daraus kommen sollen. Beide Pole sind mittlerweile scheinbar zu weit auseinander – zum Einen die Promis mit Vorerfahrungen und zum Anderen die Promis mit einer starker Fanbase, die neue Zuschauergruppen ranschaffen sollen. Die Mitte ist dabei verloren gegangen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob das Denken, dass Profis jetzt mal endlich gewinnen sollen, wirklich hilfreich ist. Da sowohl Sharna als auch Kevin nicht mit sehr idealen Kandidaten gewonnen haben. Aber von diesem Denken bin ich aber auch nicht ganz frei.

Dancing with the Stars hat ja nun ein Jahr Zeit, sich zu überlegen, wie es weitergeht. Das ist das erste Mal, dass ich froh darüber bin. Ich brauche auch Abstand. Der einzige Lichtblick dieses Jahr war Juniors für mich. Das war das, was früher die anderen Shows für mich waren und hoffentlich wieder werden.