Berliner Nachwuchs-Tänzer mit Ambitionen: Pawel Pastuchow und Juliane Engelke

von: | aktualisiert am: 5.03.2014

Tanzsport-Nachwuchs aus Berlin will auf sich aufmerksam machen

Juliane Engelke und Pawel Pastuchow

Juliane Engelke und Pawel Pastuchow

Tanzsport, Berlin. Pawel Pastuchow und Juliane Engelke sind auch beim Summer Dance Festival in der Berliner Max-Schmeling-Halle dabei.

Pawel Pastuchow und Juliane Engelke sind 11 Jahre alt und wurden Anfang des Jahres Berliner Vizemeister im Tanzsport (Latein) in ihrer Altersklasse. Seitdem haben sie viel getanzt und mehrere Turniere sogar gewonnen, z.B. ihr Latein-Turnier bei „Hessen tanzt“ oder das „Messemännchen“ in Leipzig.

Als Tanzpaar tanzen Juliane und Pawel für den und im Ahorn-Club, der Tanzsportabteilung im Polizei-SV Berlin e.V..

Wir treffen die beiden zauberhaften (und manchmal noch angenehm schüchternen) Tänzer ab und zu beim Training und freuen uns an ihren Fortschritten. Einmal haben wir sie zur Seite genommen und mit ihnen ein kurzes Gespräch aufgezeichnet:

Salsango: Die „großen“ Tänzer, die wir schon interviewt haben, frage ich gern, wie sie eigentlich mal zum Tanzen gekommen sind; wie sie angefangen haben, als sie noch in Eurem Alter oder jünger waren. Wie war das denn bei Euch?

Juliane Engelke: Vor ein paar Jahren sind wir umgezogen und da wohnte auch ein anderes Mädchen in meinem Alter. Die hat ganz viel in ihrer Freizeit gemacht und ich damals noch gar nichts weiter. Dann haben sich unsere Mütter unterhalten… und am Ende sind wir auf’s Tanzen gekommen. Seit dem tanze ich – also seit jetzt 6 Jahren.

Pawel Pastuchow: Ich tanze genauso lange wie Juliane. Kurz bevor ich eingeschult wurde meinte meine Mutter, sie will mich bei so einem Kurs anmelden, beim Tanzen. Ich hab nicht viel verstanden, von dem, was sie mir damals erzählt hat, dachte aber: „Naja… o.k., gut“. Und jetzt tanze ich auch schon seit 6 Jahren.

Salsango: Also Mutti hat gesagt, Du sollst tanzen gehen?

Pawel Pastuchow: Nein, so natürlich nicht. Sie hat mir das vorgeschlagen. Meine ganzen Freunde waren auch alle da. Da fand ich die Idee ganz gut.

Juliane Engelke: Wir sind dann dahin gefahren und ich fand das richtig toll zu tanzen. Das hat mir viel Spaß gemacht und ich hab dort Freunde gefunden.

Pawel Pastuchow - Juliane Engelke beim Tanzturnier

Pawel Pastuchow – Juliane Engelke beim Tanzturnier

Salsango: Wie oft trainiert Ihr?

Beide: 4 oder 5 mal in der Woche.

Salsango: Ganz schön anstrengend, für Euch und auch für Eure Eltern, oder?

Juliane Engelke: Hm, ja. Ich fahre inzwischen meist alleine hierhin zum Training und meine Mutter holt mich dann ab.

Salsango: Und was macht Euch am meisten Spaß? Ihr seit ja schon fast „Alte Hasen“ mit so vielen Jahren Tanzerfahrung.

Pawel Pastuchow und Juliane Engelke - Berliner Nachwuchs-Tanzpaar

Pawel Pastuchow und Juliane Engelke – Berliner Nachwuchs-Tanzpaar

Juliane Engelke: Das Tanzen natürlich. Ich fühle mich frei dabei und kann auf andere Gedanken kommen, wenn es mir mal nicht so gut geht.

Salsango: Und Du, Pawel?

Pawel Pastuchow: (verlegen) Hm, naja…

Salsango: Na, Spaß muss es doch machen, wenn Du jetzt schon seit 6 Jahren tanzt?

Pawel Pastuchow: Na klar, schon!

Juliane Engelke: (springt Pawel zur Seite) Spaß macht das Tanzen sowieso!

Salsango: Und was sagen Eure Freunde dazu, dass Ihr tanzt? Für die habt Ihr dann ja nicht soviel Zeit, wie andere vielleicht, wenn Ihr 4 oder 5 mal trainieren geht in der Woche?

Pawel Pastuchow: Mein Freund sagt schon manchmal: „Mach doch mal ne Pause!“.

Juliane Engelke: Meine Freundin sagt manchmal, wenn ich sage, ich gehe jetzt zum Tanzen: „Och, komm schon, jetzt kannst Du doch mal mit uns raus gehen. Du gehst schon so oft zum Tanzen und hast nur so selten Zeit für uns…“.

Aber, wenn ich dann mal Zeit habe, rufe ich gleich meine Freunde an und die kommen dann schnell zu mir gerast… Darüber freue ich mich dann auch sehr!

Salsango: Das ist manchmal schwer, oder?

Beide: (unentschlossen) Hm, ja, manchmal schon…

Salsango: Aber es lohnt sich auch, soviel zu trainieren: Bei der letzten Berliner Meisterschaft seid Ihr Zweite geworden!

Beide: Das ist ja auch schön!

Juliane Engelke: Naja, besser wäre natürlich der erste Platz! Wir tanzen aber noch nicht so lange zusammen, wie andere Paare.

Pawel Pastuchow: Wir tanzen erst seit Mai 2012 zusammen. Da sind die Folgen noch nicht so fest und nicht immer klappt alles.

Juliane Engelke: Ja, das Tanzpaar, das Berliner Meister geworden ist, tanzt schon seit 5 Jahren zusammen – glaube ich.

Salsango: Könnt Ihr das für unsere Leser mal beschreiben: Wie fühlt man sich da? Immerhin seid Ihr Berliner Vize-Meister! Darauf kann man doch stolz sein!

Beide: Sind wir auch!

Juliane Engelke: Wir tanzen erst knapp ein Jahr zusammen, da ist das natürlich richtig gut, wenn man den 2. Platz macht. Uns kennen noch nicht so viele Leute. Deshalb bemühen wir uns besonders, bei Turnieren auf uns aufmerksam zu machen.

Pawel Pastuchow: Ich bin nach so einem Turnier immer auch ganz froh, dass es vorbei ist. Die ganze Woche davor ist man schon aufgeregt und weiß nicht genau, was kommt. Da ist das dann schön, wenn man es geschafft hat.

Salsango: Das hier hast Du jetzt auch erstmal geschafft…

Wir wünschen wir Euch alles Gute und viel Erfolg bei den nächsten Turnieren! Wir drücken Euch die Daumen, dass das klappt, was Ihr Euch vorgenommen habt! Wir sehen uns ja immer wieder mal und (mit einem Augenzwinkern) wir beobachten natürlich ganz genau, wie das bei Euch weiter geht. Toi, Toi, Toi!

Wer jetzt Lust bekommen hat, selbst zu tanzen oder sein Kind zum Tanzen zu schicken oder sich überhaupt nur dafür zu interessieren: Jetzt am Wochenende ist z.B. das internationale Summer Dance Festival in Berlin – ausschließlich mit und für Nachwuchstänzer.

Juliane und Pawel starten bei den Junioren 1 B Latein – am Samstag um 14.00 Uhr (Fläche B 2) und am Sonntag ab 9.00 Uhr (gleiche Tanzfläche).

Den Ahorn-Club erreicht Ihr am besten über seine Webseite. Natürlich gibt es in Berlin auch noch andere Tanzsport-Clubs und anderswo ohnehin. Falls Ihr da Fragen habt, könnt Ihr Euch gern an uns wenden…

Die Fotos oben haben wir von den Eltern der beiden Tänzer zur Verfügung gestellt bekommen. Herzlichen Dank dafür!

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