Let’s dance 2015 Finale: Hans im Glück! Dancing Star 2015

von: | aktualisiert am: 17.06.2015

Sieg für Hans Sarpei - Kathrin Menzinger nach turbulenten Finale von Let's dance 2015

Let's dance 2015 Gewinner Kathrin Menzinger - Hans Sarpei im Glück als Dancing Star 2015 - Foto: © RTL / Stefan Gregorowius

Let’s dance 2015 Gewinner Kathrin Menzinger – Hans Sarpei im Glück als Dancing Star 2015 – Foto: © RTL / Stefan Gregorowius

Das Let’s dance 2015 Finale haben überraschend und verdient zugleich Hans Sarpei und Kathrin Menzinger gewonnen. Und das kam so:

Hans hatte sich nach ein paar Jahren, in denen er verschiedenen Herren zu Dienste war, einen ordentlichen Batzen Gold verdient. Durch die tägliche Schinderei von Kindheit an, waren ihm dabei zähe Muskeln und ein drahtiger Körper gewachsen. Außerdem war er durch das tägliche Training im finsteren Wald geschickt genug, um all den Widrigkeiten auszuweichen, die einem hier begegnen konnten: Wurzeln, über die er stolperte, Äste die herunter hingen oder sich um ihn schlangen, wilde Tiere, die mit gefletschten Zähnen darauf warteten, ihn umzuhauen, Trolle, die allerhand Schabernack mit ihm trieben oder Geister, die Nebel um ihn hüllten, damit er bald die Orientierung verlor.

Mit derlei Geschick und seinem Batzen Gold wollte Hans nun endlich wieder heim zu seiner Familie, um sein Glück zu teilen und ein Leben an der Seite einer ehrbaren und hübschen Ehefrau in Rechtschaffenheit und Frieden zu führen. So zog er aus, nach haus. Er musste über Felder und Berge lange Wege gehn und manches Abenteuer übersteh’n.

Eines Tages traf der Hans die Gold-Marie. Die hieß eigentlich Kathrin. Aber wegen ihres Glücks, das sie über ihre Nachbarn brachte und ihrer goldblonden Haare, riefen sie alle nur Goldmarie. Kathrin war ein braves Mädchen, tat immer, wie ihr von ihren Eltern geheißen und war fleißig, einfallsreich und geschickt dabei. Was sie anfing, gelang ihr prächtig und so war sie der ganze Stolz ihrer Eltern, die auf der dem König-Kaiserlichen Schloss gegenüberliegenden Uferseite emsig ihr Tagwerk vollbringen. So lasen sie ihrer modernen Sissi manchen Wunsch von den Augen ab und unterstützten sie, wo sie nur konnten.

Als die Goldmarie noch Kathrin gerufen wurde, kam aus einem fernen Land ein edler Ritter. Der hatte von der blonden Maid gehört und ihrem Geschick und ihrem Glück und wollte auch seines mit ihr versuchen. Ritter Vadim wurde der Edelmann gerufen und er kam von wirklich weit her. Das Land kannten die Menschen nur von Wäldern und Feldern, von Bären und Lachsen – und dem Eishockey. Alle nannten es Kanada. Geboren war Vadim aber in dem Land, das man die Kornkammer Europas nannte. In diesen Tagen balgen sich die Fürsten dort auf Kosten ihrer Untertanen und sehr zum Verdruss aller. Man kennt es auch als Ukraine.

Vadim und Kathrin tollten, fochten und tanzten den ganzen Tag miteinander, nahmen an allerhand Turnieren teil und holten manchen Pokal – wenn auch nicht jeden, den sie haben wollten. Das Leben lehrte die beiden, dass es viel Disziplin und Fleiß und manchmal auch ein bisschen Glück braucht, um die Anstrengungen in Gold- und Silbermünzen zu verwandeln. Dennoch trieben Vadim und Kathrin auch allerhand Späße und so verliebten sie sich bald ineinander und waren sehr glücklich.

Als der Hans nun wieder in einen Wald kam, der wohl etliche neue Herausforderungen und Abenteuer für ihn bereit hielt – darauf stellte er sich ein – lief ihm also die Goldmarie über den Weg. Ei, dachte er sich, was für ein hübsches und fröhliches Mädchen! Ich werde ein Stück meines Weges mir ihr teilen. Auch die Goldmarie war froh, nicht allein gehen zu müssen, denn Vadim war an einer Weggabelung in eine andere Richtung geritten, um einer Frau zu helfen, die nach seinen Künsten gerufen hatte.

Der Wald glitzerte von außen und funkelte, so dass Hans und Kathrin ahnten – jeder für sich hatte ja sich schon einige Abenteuer im Leben gemeistert -, das würde kein leichter Weg. So kam es denn auch.

Die Trolle im Wald dachten sich immer neue Aufgaben für Hans und Kathrin aus: Mal sollten sie um ein Feuer tanzen wie die im Land, das früher den Indianern gehörte. Mal sollten sie schreiten wie bei Hofe oder fröhlich hüpfen wie die Dorfbewohner um einen Maibaum. Dann wieder einem Stier in der Arena begegnen oder sich selbst etwas ausdenken, womit sie die vielen heimlichen Zuschauer im Wald beeindrucken könnten.

Nicht jede Herausforderung bestanden sie gleich gut, so sehr sie sich mühten und manchmal ernteten andere Tanzpaare den Applaus, die ihnen die Trolle zum Vergleich geschickt hatten. Doch Hans und Kathrin mühten sich nach Kräften, übten viel, wie sie es bisher gelernt hatten und verloren den Spaß am Leben dabei nicht. So erarbeiteten sie sich den Respekt und die Anerkennung der Zuschauer, die man nur selten zu Gesicht bekam.

Dafür kamen regelmäßig einmal in der Woche eine Großmutter mit großen Zähnen, eine Fee mit üppigen Brüsten und ein Wolf, der manchmal Kreide fraß, um nicht so böse zu klingen. Der Wolf tat alles, was in seiner Kraft stand, um dem Hans und der Kathrin das Leben schwer zu machen.

Nach 12 langen Wochen gemeinsamen Weges hatten Hans und Kathrin es nämlich bis an den Rand auf der anderen Seite des Waldes geschafft. Schon konnten sie die Lichter durch die Bäume flackern sehen und Kathrin wusste, dass Ritter Vadim dort auf sie warten würde. Denn, das Paar hatte sich noch bevor der Weg sie trennte für ein neues Turnier angemeldet. Im fernen Wien, wo die beiden zu hause sind, wollen Sie am Wochenende gemeinsam eine Meisterschaft tanzen, zu der die besten Tanzpaare aus der ganzen Welt zusammen kommen. Im letzten Jahr waren sie dort Zweite geworden und diesmal soll es noch einen Platz nach oben gehen.

Doch zuvor mussten Hans und Kathrin noch ihre größte Herausforderung meistern. Sie hatten viel geübt, sich ausgedacht, verbessert. Großmutter, Fee und Wolf hatten sich auch noch etwas besonders Schwieriges ausgedacht und standen nun am Wegesrand, um ihr Urteil abzugeben.

Die Großmutter mit den großen Zähnen war meist zu allen lieb und nur selten gab sie einem ihrer Kinder einen Stupser, wenn sie aus der Reihe tanzten. Die Fee mit den üppigen Brüsten hatte sich herausgeputzt als ginge es um ihre eigene Vermählung und war in den letzten Wochen ein Fan von Hans und Kathrin geworden. Der Wolf säuselte mit verstellter Stimme, aber durch sein Handeln konnte er nicht verbergen, welch Geistes Kind er war.

So bestanden Hans und Goldmarie diese letzte Prüfung mit Bravour und waren dennoch nicht ganz zufrieden, denn hinter den 7 Bergen bei den 7 Zwergen sollte ein Paar noch viel besser sein, meinte der Wolf.

Doch dann kamen all die Zuschauer, die das Tanzpaar in den vergangenen Wochen meist heimlich beobachtet hatten, hinter ihren Bäumen und Sträuchern hervor und stellten sich vor Hans und Goldmarie, auf dass ihnen nichts Böses widerfuhr! Sie kamen von überall her, flogen heran, sprangen aus Baumkronen, rannten was das Zeug hielt, krochen fix aus Erdlöchern und Höhlen, riefen Freunde und Bekannte herbei und alle waren sie sich einig: Hans und Kathrin sollten ihr Traumpaar in den letzten Wochen gewesen sein.

Nur kurz noch begehrte der Wolf auf, bevor ihn die Wackersteine in seinem Bauch in den Burggraben hinter das Jury-Pult rissen. Auch all die versteckten Geißlein fassten nun Mut und Elan. Sie sprangen aus Uhrenkästen, Schränken und unter Tischen und Betten hervor und tanzten dem Wolf ordentlich auf der Nase herum. Dann war es vorbei.

Ein kurzes Zittern noch. Hans, der glaubte, schon viel in seinem Leben erlebt zu haben, gab zu, dass er in 4 Monaten Respekt vor Tänzern gelernt hatte und war froh und dankbar dafür, dass Kathrin mit ihm durch den langen Wald gegangen war und ihm stets den richtigen Weg gewiesen hatte. Kathrin war auch neu auf diesen Wegen und konnte nach etlichen Versuchen auf den Pfaden in einem anderen Land nun endlich den Pokal holen, den zuvor schon der tapfere Vadim dort ein paar Mal gewonnen hatte.

Goldmarie war glücklich und strahlte und wusste doch, dass ihr die schwierigsten Aufgaben in diesem Jahr noch bevor stehen. Hans war im Glück und konnte nun nach vollbrachter, langer Reise endlich wieder nach hause zurück kehren. Dort wartet eine stolze und liebe Frau auf ihn und ein glückliches Leben mit seiner Familie. An die gemeinsamen Tage werden die beiden noch lange zurück denken!

Auch die Zuschauer im Wald, die in den vergangenen 12 Wochen gleich mehrmals bewiesen haben, wie klug und unbestechlich sie sind, werden sich erinnern und vielleicht ein Stück Erkenntnis mitnehmen, wie stark sie sind, wenn sie sich zusammentun und dass sie besser auf ihr eigenes Urteil vertrauen, statt jenen blind zu folgen, denen der König ein Amt gegeben hat.

Und hoffentlich haben sie das Glück beim Tanzen erlebt und wollen es nun selbst erfahren. Die Tanzschulen warten nur auf sie und die Turnier-Organisatoren freuen sich auf sie als Zuschauer.

Ende.

Der Märchenerzähler will sich zuerst bei seinen vielen Zuhörern und Lesern bedanken für die Treue in den letzten Wochen. Kommt uns auch mal besuchen, wenn nicht das Tanzen im Fernsehen läuft! Und er bedankt sich auch ausdrücklich bei Ekaterina Leonova und Matthias Steiner sowie Minh-Khai Phan-Thi und Massimo Sinato und all den anderen Tänzern – ob prominent oder Profi – für die vielen packenden Momente und schönen Tänze!

PS: Goldmarie und Ritter Vadim – Viel Glück beim Turnier der Weltbesten in Wien! (Update lies hier: Tanzsport: Weltmeister 2015 Vadim Garbuzov – Kathrin Menzinger)

PPS: Gute Besserung, Ekaterina Leonova, die Let’s dance – Prinzessin 2015, die sich im Finale den Fuß verknackste, trotzdem weiter tanzte und sich nichts anmerken ließ und so diese Prüfung bestand wie ein echter Profi. Ausdrücklich und anerkennend Dank dafür!

Let's dance 2015 Finale nach der Verletzung von Ekaterina Leonova - im Bild der schnell hilfsbereite Paul Lorenz, Daniel Hartwich, die tapfere Ekaterina Leonova und der geschockte Matthias Steiner - Foto: © RTL / Stefan Gregorowius

Let’s dance 2015 Finale nach der Verletzung von Ekaterina Leonova – im Bild der schnell hilfsbereite Paul Lorenz, Daniel Hartwich, die tapfere Ekaterina Leonova und der geschockte Matthias Steiner – Foto: © RTL / Stefan Gregorowius

Weitere Fotos folgen später. Mehr Artikel über die Tanz-Show Let’s dance finden Sie unter diesem Stichwort oder unter  und allgemein solche Artikel in unseren Kategorien TV – Shows und Tanzen im Fernsehen.

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6 Kommentare zu “Let’s dance 2015 Finale: Hans im Glück! Dancing Star 2015”



  • DMD sagt:

    Das kommt davon, wenn der Hofnarr denselben Weg durch den Wald nimmt wie der Held- prompt gehen ihm die Gäule durch…
    Spaß beiseite. Pünktlich um 20:13 gestern abend ist mein Fernseher verreckt. Nach dieser köstlichen Schilderung weiß ich gar nicht, ob ich mir die Show im Web ansehen soll- Märchen sind ja oft scöner als die Wiklichkeit…
    Auf jeden Fall an dieser Stelle schon mal vielen Dank für die kompetente Begleitung durch die letzten Wochen! Stoff genug für eine ausführliche (prosaische) Nachlese, oder?

    • Stefan sagt:

      Zufälle gibt es …

      Nach meinem Empfinden lohnt es sich ein nachträgliches Anschauen der Show allemal – zumal man auch viel intensiver hinschauen kann als während der Live-Ausstrahlung.

      Später gern mehr.

      DMD erstmal viel Spaß beim „Nach-Schauen“ und Karsten nochmals allerbesten Dank für die Berichterstattung.

    • DMD sagt:

      Hallo Stefan,
      war natürlich nicht ganz ernst gemeint- ich guck doch nicht DWTS, SCD und mittlerweile auch die Dancing Stars im Internet und lass mir dann das Let’s Dance Finale entgehen ;-)
      Den ersten Durchlauf hab‘ ich schon hinter mir (nur den Freestyle von Matthias haben sie bei Clipfish irgendwie vergessen; musste ich halt auf RTL ausweichen.) Mein erster Eindruck: Minh-Khai leicht über-, Hans etwas unterbewertet. Nach Runde 1 wäre meine Rangfolge gewesen: 1. Hans, 2. Mathias, 3. Minh-Khai, weil: Massimo (mal wieder) zuviel Firlefanz hineinchoreographiert hat, der seiner Partnerin zwar Verschnaufpausen bot, mit Quickstep aber nix zu tun hat. Die eigentlichen Quickstepteile waren toll getanzt, nur halt zu wenig. Wie man eine Rahmenhandlung integriert ohne das Tanzen zu vernachlässigen, das haben Mathias und Ekat gezeigt. Hier war die Verbesserung noch ein paar Punkte mehr wert! Erst recht bei Hans und Kathrin. Die Samba war gespickt mit Figuren, technisch genauso anspruchsvoll wie die von Alexander letzes Jahr und dazu mit viel natürlicherem Körperrhythmus. Wenn ich noch bedenke, wie sich Motsi letztes Jahr überschlagen hat mit Lob…
      Runde 2: Da der Contemporary von Minh-Khai nicht schlechter war als beim ersten mal, technisch einige Wackler ausgemerzt wurden und die Stimmung einen unwillkürlich wieder gepackt hat, waren die 30 Punkte eigentlich obligatorisch. Hans hat sene MJ-Nummer deutlich lässiger vorgetragen als in Woche 4. Jorge gab damals schon 10 Punkte, Motsi packte einen und Llambi 2 Zähler drauf, macht 29 und geht in Ordnung. Ähnlich das Bild bei Mathias: für den Quickstep gab’s vorher schon 27 Punkte (10-9-8); hier nicht mehr zu geben wäre inkonsequent gewesen. Unterm Strich Mathias‘ stärkste Runde.
      Runde 3: Der dritte Platz für Mathias geht in Ordnung; man hat einfach an der Choreographie gemerkt dass Ekat die Finalerfahrung von Kathrin und Massimo nicht hat. Ihre Verletzung ist ein Wermutstropfen. Ich drücke beide Daumen für baldige Genesung! Der Rest ist Geschmackssache. Die Freestyles hätten nicht unterschiedlicher sein können (zum Glück.) Sie waren aber beide gleichviel Punkte wert! Massimos Konzept war auf große Produktion ausgelegt, vielleicht etwas durchgängiger, aber Kathrin hat ihren Hans dafür noch mehr tanzen lassen und ihre Choreo besser auf den Partner fokussiert. Letztendlich hat Hans beim Voting den 3 Punkte-Rückstand aufgeholt und ist ein würdiger Champion nach hochklassigem Finale. Niemand muss sich ärgern. Schön wars.

    • Stefan sagt:

      Gestern Abend habe ich nochmal in Ruhe geschaut. Folgendes ist mir aufgefallen.

      1. Gewonnen hat mit Hans/Kathrin das Paar, das am meisten getanzt hat
      Ein Juror hat mal treffend gesagt, es hieße „Let’s dance und nicht Let’s pose“. Allein deswegen hat das richtige Paar gewonnen: Kathrin hat Hans immer viel tanzen lassen (von der allerersten Minute nach dem Treffen in Köln-Chorweiler an), die beiden haben stets auch schwierige Elemente eingebaut, und die wenigen Hebefiguren passten immer zur Musik und waren oft überraschend. Die Choreographien hatten viele feine Details, die ich oft erst beim zweiten oder dritten Durchlauf gesehen habe. Es ist ein wunderbares und ermutigendes Ergebnis, dass so eine Tanzleistung mit dem Titel belohnt wird. Glückwunsch den beiden und ein Sonderlob an Kathrin für ihren „Durchmarsch“ beim ersten Let’s Dance-Einsatz.

      2. Runde 1 (Jurytanz):
      Gerade für Matthias und Hans waren das mit Salsa und Samba anspruchsvolle Aufgaben, die auch noch zu Beginn des Finales zu bewältigen waren – und die haben sie beide sehr gut gelöst. Die Salsa-Choreografie von Ekaterina war überaus gelungen, die Idee mit den olympischen Ringen, die Nutzung des Reifens während des Tanzes – ich bin beeindruckt. Minh-Khai/Massimo dagegen haben mich mit ihrem Quickstep nicht wirklich überzeugt: Zu viele Unterbrechungen und nicht wirklich als Paar zusammengetanzt (ganz anders bei Matthias/Ekaterina im Finale oder bei Enissa/Christian im Halbfinale). Meine Reihenfolge wäre gewesen: 1. Hans/Kathrin, 2. Matthias/Ekaterina, 3. Minh-Khai/Massimo.

      3. Runde 2 (Lieblingstanz):
      Dazu hat DMD alles gesagt – alle drei Paare haben das super gemacht, für mich waren sie praktisch gleichauf. Ob die Darbietung jetzt jeweils 29 oder 30 Punkte wert war, kann ich am Bildschirm nicht entscheiden.

      4. Runde 3 (Free Style)
      „Ich habe alles hineingepackt, was Hans gelernt hat“ hat Kathrin sinngemäß nach dem Tanz gesagt. So habe ich es auch gesehen: 12 Wochen Let’s Dance haben die beiden in diese 180 Sekunden gepackt. Manches hatte Wiedererkennungswert (bis hin zur Ballszene am Schluss), anderes war ganz neu. Dabei haben die beiden durchgehend getanzt; für mich klar der beste Free Style des Abends.
      Bei Matthias/Ekaterina hätte etwas ähnliches herauskommen können, Matthias hat toll tanzen gelernt, gerade in Standard sind die beiden richtig gut. Im Contemporary-Teil ist das auch durchgekommen, aber im restlichen Free Style sind die beiden doch unter ihren Möglichkeiten geblieben (was nicht an Ekaterinas Fuss lag). Für ein wohl mehrheitlich deutsches Publikum, das anruft, hätte ich auch kein Medley des Alpenrockers genommen. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich gern auf die Lösch-Taste drücken und die beiden nach Ekaterinas Genesung (Gute Besserung für den Fuß!) einen komplett neuen Free Style außer Konkurrenz tanzen lassen; da ist viel mehr drin!
      Minh-Khai/Massimo haben das erwartete große Drama inszeniert, und das haben sie sehr gut gemacht, gar keine Frage. Die ersten wirklichen Tanzschritte habe ich aber erst nach 1:15 gesehen, da waren schon 40% der Zeit um. Für „Let’s Dance“ ist mir das zu wenig getanzt; deswegen sehe ich beim Free Style Hans/Kathrin klar auf Platz 1, dann folgen Minh-Khai/Massimo und Matthias/Ekaterina.

      5. Ekaterinas Fußverletzung – Moderator Hartwich an seinem Limit
      Für mich etwas unerwartet ist der Moderator an diesem Abend an sein Limit gekommen: Während alle anderen im Saal (Publikum, Jury und die anderen Paare) mit der Situation angemessen und authentisch umgegangen sind (das tat ja wirklich schon beim Zusehen weh), hat Herr Hartwich versucht, in üblicher Wortwahl und Stimmlage darüber hinweg zu moderieren. In dieser Situation wirkte das für mich unpassend und wenig souverän; letztlich hat ihn dann die Regie „gerettet“.

      6. Ganz global zur Staffel: Spannend, sehr starke Promi-Herren, einige neue Ideen und wenige Fragezeichen.
      „Schön wars“ schrieb DMD zum Finale, das würde ich über die ganze Staffel schreiben.
      Über die Spannung hatten wir schon diskutiert, das kann nächstes Jahr gern wieder so werden.
      Die Promi-Herren waren sehr stark dieses Mal; das ist eine Bereicherung, bitte auch gern wieder.
      „Impro-Dance“ ist eine echte Bereicherung, mit Abstrichen auch die „Tanzduelle“.
      Das 3er-Finale fand ich besser als die 2er-Finals bisher, kann gern so bleiben.
      Das Format funktioniert so auch mit 14 Paaren und 12 Folgen.
      Fazit: Prima Unterhaltung und großer Tanzsport; ich freue mich auf die Neuausgabe 2016.
      Über die kleinen Fragezeichen diskutieren wir dann mal anderer Stelle.



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