Dancing Stars 2016 am 8.4.2016: Tränen, Balacz - Nina und Paul raus

Dancing Stars 2016 am 8.4.2016: Tränen, Balazs – Nina & Paul raus

Autor(in): | aktualisiert am: 14.03.2019
Dancing Stars 2016 am 8.4.2016 ausgeschieden Nina Hartmann - Paul Lorenz

Dancing Stars 2016 am 8.4.2016 ausgeschieden Nina Hartmann – Paul Lorenz – Foto: ORF – Günther Pichlkostner

Traurige Botschaft der Dancing Stars 2016 am 8. April 2016: Nina Hartmann – Paul Lorenz sind ausgeschieden. Ein Hin und Her der Gefühle! Genau deshalb waren die Dancing Stars am 8.4.2016 eine gute Show! Es war im Grunde alles dabei, was eine Show braucht: Witziges, Tragisches, Eigenartiges, Rasantes und was mir noch alles einfiele. Mich jedenfalls ließen die Dancing Stars gestern herzhaft lachen und fast weinen, verständig nicken oder unverständig den Kopf schütteln. Fast kein Tanz ging vorüber, ohne dass nicht Emotionen geweckt wurden, so oder so. Aber meine Emotionen waren andere, als man aus der Punkte-Tabelle der Jury vielleicht erahnen könnte (siehe Punkte-Tabelle im Artikel Dancing Stars 2016: Die magische(n) 7 am 8.4.2016, Tänze, Songs).

Das Ausscheiden von Nina Hartmann – Paul Lorenz hat für mich etwas Tragisches. Ich fand den Slowfox dieses Paares wunderbar leicht und schön anzusehen. Die Choreografie hatte -typisch für Paul Lorenz- kaum Schnick Schnack und es wurde viel getanzt. Auch wenn ich nicht verstanden habe, was Hannes Nebdal da in der Jury-Bewertung erzählt hat, ging die Bewertung mit 30 Punkten im Grunde völlig in Ordnung, wenn… Ja, wenn nicht 2 Paare noch mehr Punkte erhalten hätten. So haben die Dancing Stars 2016 am 8. April 2016 das meiner Meinung nach beste Tanzpaar -oder das mit der besten Perspektive- verloren. Paul Lorenz hat die Dancing Stars um eine interessante “Farbe” bereichert und Nina Hartmann eine junge, unkonventionelle Seite eingebracht. Beides wird jetzt fehlen…

Zum Gruppentanz, für den es auch noch einmal Punkte gab, will ich mich nicht weiter äußern, weil man davon im Fernsehsessel nicht genug gesehen hat, um die einzelnen Tanzpaare wirklich beurteilen zu können.

Auf der anderen Seite der Gefühls-Skala waren Jazz Gitti – Willi Gabalier. Noch nicht oft habe ich so gelacht bei einem Tanz in einer Fernseh-Tanz-Show! Der Tanz hatte Dank der Choreografie von Willi Gabalier etwas Besonderes, dass ich mit Verve beschreiben möchte. Die Ideen, die Willi entwickelt, und deren Integration in eine Abfolge von Grundschritten, finde ich großartig. Er schafft es so, die Jazz Gitti auf eine leichte Art zu präsentieren, dass man dem Paar einfach wohlgesonnen sein muss. Mir geht es jedenfalls (inzwischen) so! Aus der scheinbar offensichtlichen Antagonistin der guten Tänzer bei den Dancing Stars wird so eine Protagonistin der Show.

Jazz Gitti - Willi Gabalier bei den Dancing Stars am 8.4.2016

Jazz Gitti – Willi Gabalier bei den Dancing Stars am 8.4.2016 – Foto: ORF – Günther Pichlkostner

Mit 2 Tänzen bei den Dancing Stars am 8. April 2016 wurde ich gar nicht warm. Das waren die beiden Tangos von Sabine Petzl – Thomas Kraml sowie Georgij Makazaria – Maria Santner.

Der Tango von Sabine Petzl – Thomas Kraml war für mich eher Flamenco und Paso doble, als Tango. Das war einerseits gut getanzt, andererseits wurde das Thema Tango verfehlt. Damit ist eigentlich alles gesagt. Ich will Thomas Kraml zu Gute halten, dass die Musik tatsächlich grottenschlecht war – nicht nur für einen Tango, auch für das Dancing Stars – Orchester war das kein Glanzstück. Thomas Kraml muss sich recht schnell für eine Richtung, eine Choreografie entscheiden. Bei diesem Tanz hat er sich meiner Meinung nach nicht richtig entschieden. Das hätte man nämlich auch anders machen können, eine “Sexy Lady” hat doch mehr Farben, als nur dunkle oder feurige… Es spricht für die Jury, den unglücklichen Charakter der Musik dem Paar nicht angelastet zu haben. Im Vergleich mit Nina Hartmann – Paul Lorenz verspüre ich aber gewisse Dissonanzen…

Sabine Petzl - Thomas Kraml bei den Dancing Stars 2016 am 8.4.2016

Sabine Petzl – Thomas Kraml bei den Dancing Stars 2016 am 8.4.2016 – Foto: ORF – Günther Pichlkostner

Der Tango von Georgij Makazaria – Maria Santner war fast das Gegenteil von dem Tango oben. Eine Art Wörthersee-Tango, oder Traumschiff-Tango – weichgespült bis zur Unkenntlichkeit. Was hätte die russische Seele von Georgij Makazaria nicht alles in diesen Tanz einbringen können! Tiefe Gefühle, Tragödie, Sentimentalität, Sehnsucht… Jedoch war auch hier die Musikauswahl ein Fehlgriff der Dancing Stars – Redaktion. Es gibt so großartige russische Lieder, bekannte und neue (hören Sie mal in die aktuelle CD von Natalia Klitschko hinein)… So blieb ein sehr eigenartiger Eindruck, mehr vermisst als gefunden zu haben. Und die Kostüme waren auch nicht gerade der große Wurf…

Georgij Makazaria - Maria Santner bei den Dancing Stars am 8.4.2016

Georgij Makazaria – Maria Santner bei den Dancing Stars am 8.4.2016 – Foto: ORF – Günther Pichlkostner

Bei den Tänzen von Verena Scheitz – Florian Gschaider sehe ich nach wie vor oft nicht, was die Jury sieht. Von der Jury gab es nämlich die Höchstwertung gestern. Vielleicht liegt das an der unterschiedlichen Wahrnehmung live im Ballroom und vorm Fernsehbildschirm? Florian Gschaider hatte wieder ein sehr anspruchsvolle Choreografie mit fast unendlich vielen Schritten. Das finde ich sehr gut! Nur leider konnte Verena Scheitz dem Tempo zumindest nicht durchgehend folgen. Und das war nicht nur ein Verhoppler, über den man hinweg sehen kann. Vielleicht hat unglücklicherweise die Kamera gerade immer dann einen solchen Ausschnitt gezeigt, bei dem das deutlich wurde? Besonders aber fehlt mir irgendwie ein Gefühl, das mich erreicht, eine emotionale Ebene.

Verena Scheitz - Florian Gschaider bei den Dancing Stars 2016 am 8.4.2016

Verena Scheitz – Florian Gschaider bei den Dancing Stars 2016 am 8.4.2016 – Foto: ORF – Günther Pichlkostner

Gery Keszler scheint langsam Spaß am Tanzen zu finden. Hannes Nebdal hatte in dere Jury gestern wohl keinen guten Tag. Was der in seinem Urteil vom Gesichtsausdruck gefaselt hat, blieb mir trotz wortreicher Versuche, sich verständlich auszudrücken, unverständlich. Na klar sieht man dem Gery Keszler an, dass er konzentriert ist und natürlich ginge das besser. Vermutlich aber ist Gery Keszler froh, die Choreo überhaupt fehlerfrei auf’s Parkett zu bringen… Ich fand die Rumba von Gery Keszler – Alexandra Scheriau gestern o.k., im Rahmen der Möglichkeiten dieses Tanzpaars sogar gut, nicht zu vergleichen natürlich mit anderen Tanzpaaren. Was mir aber auffällt, dass die beiden fast immer ausgesprochen schick angezogen sind, auch gestern wieder!

Gery Keszler - Alexandra Scheriau bei den Dancing Stars 2016 am 8.4.2016

Gery Keszler – Alexandra Scheriau bei den Dancing Stars 2016 am 8.4.2016 – Foto: ORF – Günther Pichlkostner

Den Spaß am Tanzen habe ich gestern auch bei Thomas Morgenstern gesehen. Das sieht immer ein bisschen schlacksig aus, wenn Thomas Morgenstern tanzt und im Gegensatz zum eben genannten Tanzpaar sind die Kostüme hier oft eher unvorteilhaft. Gestern passte wenigstens das Kleid und die Farbe gut zu Roswitha Wieland. Warum man aber den “spindeldürren”, großen Skispringer mit farblich dominanten Galon und Hosenträgern noch zusätzlich strecken muss, wird wohl das Geheimnis der verantwortlichen Garderobiere bleiben.

Thomas Morgenstern - Roswitha Wieland bei den Dancing Stars 2016 am 8.4.2016

Thomas Morgenstern – Roswitha Wieland bei den Dancing Stars 2016 am 8.4.2016 – Foto: ORF – Günther Pichlkostner

Ein paar letzte Sätze zu Jury-Mitglied Balacz Ecker. Auch wenn ich nicht immer seine Ansichten teile, trifft er mit seiner Meinung meist den Nagel auf den Kopf und redet nur selten um den heißen Brei herum. Das ist mir sehr sympathisch, selbst dann, wenn er anderer Meinung ist, als ich! Bei den Dancing Stars am 8. April 2016 hat er mir beim Urteil über Georgij Makazaria – Maria Santner und Sabine Petzl – Thomas Kraml aus der Seele gesprochen. Ein Dankeschön an dieser Stelle, für seine engagierte Art, die auch vor der Konfrontation nicht ausweicht.

Balacz Ekker in der Jury der Dancing Stars 2016

Balacz Ekker in der Jury der Dancing Stars 2016 – Foto: ORF – Günther Pichlkostner

Die Artikel über diese Staffel der Tanz-Show im ORF-Fernsehen finden Sie unter dem Stichwort Dancing Stars 2016. Interessieren Sie sich auch für ältere Staffeln, schauen Sie bitte in das Stichwort Dancing Stars. Mehr Artikel allgemeinerer Natur finden Sie auch in unseren Kategorien TV-Shows und Tanzen im Fernsehen.

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Es ist bei Dancing Stars - mit einigen wenigen Ausnahmen wie Petra Frey oder Roxanne Rapp - von Anfang an so gewesen, dass es besonders jüngere Frauen, die auch noch gut tanzen können, sehr schwer beim Publikum haben. Meistens kommt es ab der Halbzeit bis kurz vorm Finale zu einer Art "Favoritensteben" unter den Damen. Das find schon in der ersten Staffel an, in der es Patricia Kaiser viel zu früh erwischte. Ansonsten fielen mir auf die Schnelle noch Simone Stelzer (Staffel 2), Nina Proll (3), Marie-Christine Friedrich, Gitta Saxx, Sandra Pires und Tini Kainrath (ja, in Staffel 5 gab es vor dem Finale ein regelrechtes Massaker unter den Damen), Cathy Zimmermann und Mirna Jukic (6), Sueli Menezes, Eva Marold und Brigitte Kren (7) und Susanna Hirschler (8) ein. Das ist also kein neues Phänomen, auch wenn viele jedes Mal wieder überrascht und / oder entsetzt sind. Demgegenüber ist ein Promi-Mann, der auch nur halbwegs ansehnlich tanzen kann, praktisch fürs Finale gesetzt.

Was Nina Hartmann anbelangt: ich arbeite in einem Marktforschungsunternehmen, das auch gelegentlich mal Umfragen für den ORF durchführt. Nina ist vielen einfach nicht sympathisch, sie wird als präpotent und anstrengend empfunden (auch durch den extremen Dialekt) und kommt v.a. in der Hauptzielgruppe der Dancing Stars (Frauen, und zwar eher 30+) nicht gut an. Dazu kommt noch, dass Paul Lorenz hier ganz neu ist und noch keine eigenen Fans hat (so wie Florian Gschaider, Willi Gabalier oder Maria Santner). Also mich hat ihr Ausscheiden nicht überrascht - traurig macht es mich dennoch. Wir haben übrigens eine Wette im Büro laufen: wir tippen nach den ersten beiden Shows eine Reihenfolge des Ausscheidens und den Sieger der Staffel und hatten bisher fast alles korrekt vorhergesagt. Man sieht also, dass der bisherige Verlauf der Staffel keineswegs eine Überraschung ist, wenn man sich mit sowas wie Zielgruppen, Publikums-Appeal und Abstimmverhalten beschäftigt.

Noch jemand, der sich eher keinen Ausrutscher leisten darf, dürfte übrigens Sabine Petzl sein. Wären die Plätze beim Tanzmarathon vertauscht gewesen, hätte es möglicherweise sie erwischt.

Ansonsten bin ich irgendwie enttäuscht von Gregorij Makazaria bzw. eher von Maria Santner. Langsamer Walzer und Jive waren super, aber seitdem kam da irgendwie nicht mehr viel. Allerdings ist mir das schon öfter aufgefallen, dass Maria im Laufe der Staffel die Ideen auszugehen scheinen. Ihre Choregraphien wirken in jeder Staffel auf mich von Woche zu Woche lustloser und langweiliger. Hoffentlich kommt da noch was, denn Gregorij könnte sicher viel viel mehr als z.B. diesen laschen Tango.