Salsa lernen, aber wie? Erste Schritte beim Salsa tanzen lernen?

Salsa lernen, aber wie? Erste Schritte beim Salsa tanzen lernen?

Autor(in): | aktualisiert am: 13.06.2016
Salsa-Tanzpaar beim Salsa-Kurs - Foto: © Igor Borodin - fotolia.de

Salsa-Tanzpaar beim Salsa-Kurs – Foto: © Igor Borodin – fotolia.de

Salsa lernen, aber wie? Salsa-Anfänger stehen oft vor einer Auswahl verschiedener Salsa-Tanzschulen und Salsa-Kursen und damit vor der Frage, wo man am besten Salsa lernen kann. Schaut er oder sie dann ein wenig genauer hin, sind die Auswahlmöglichkeiten, Salsa zu lernen, damit noch nicht erschöpft. Da  gibt es alle möglichen Salsa-Tanzkurs-Formen, man liest von verschiedenen Salsa-Stilen – und natürlich ist in der Werbung jede Salsa-Tanzschule die Beste.

Na, das wäre ja auch schlimm, wenn die Salsa-Tanzlehrer nicht von sich selbst überzeugt wären! Im Allgemeinen ist auch etwas dran an den Werbeversprechen. Nur wird nicht jeder Tanzlehrer, nicht jede Tanzschule für den, der Salsa lernen will, in gleicher Weise geeignet sein. Häufig ist das jedoch keine  Frage von “besser” oder “schlechter” bezogen auf die Tanzlehrer oder Tanzschulen selbst, sondern die Frage nach Euren Vorlieben, den Plänen oder auch den Vorstellungen, die Ihr mit der Idee, Salsa zu lernen, verbindet.

Mit dieser Fragestellung würde ich auch beginnen! Was wollt Ihr und wie wollt Ihr das, was Ihr wollt? Im Verlaufe Eurer “Salsa-Karriere” werdet Ihr wahrscheinlich viele Salsa-Lehrer kennenlernen, Salsa in unterschiedlichen Salsa-Stilen tanzen lernen. Wie immer im Leben wird Euch das Eine besser gefallen, Anderes nicht so sehr. Das heraus zu finden, dafür ist noch genug Zeit! Doch, welche Möglichkeiten gibt es überhaupt?

Salsa lernen

kann man in oder auf:

  • Salsa-Workshops
  • Salsa-Bootcamps – eine Sonderform der Salsa-Workshops
  • regelmäßigen Salsa-Tanzkursen
  • offenen Salsa-Tanzkursen
  • Salsa-Festival und Salsa-Kongressen
  • Salsa-Tanzreisen
  • privatem Tanzunterricht

Durch diese Aufstellung seid Ihr jetzt ersteinmal nicht viel klüger? Das mag für den Moment stimmen, doch war es uns wichtig, Euch die Möglichkeiten überhaupt aufzuzeigen. Auf die Vor- und Nachteile gehen wir in einem anderen Artikel näher ein.

Zeit zum Salsa lernen

Wieviel und welche Zeit wollt Ihr aufwenden, um Salsa zu lernen? Da scheiden sich schon die Geister:

Der eine Salsa-Anfänger sucht eine Gelegenheit, regelmäßig, z.B. einmal in der Woche, einen Tanzkurs zu besuchen. Fast alle Salsa-Tanzschulen bieten regelmäßige Salsa-Tanzkurse an. Diese haben je nach Konzept zwischen 4 und 8 Terminen, die jeweils 1 bis 1,5 Stunden dauern und methodisch aufeinander aufbauen.

Ein anderer Salsa-Anfänger kann oder will sich nicht auf so lange Zeit fest binden. Manche Salsa-Tanzschulen bieten dafür s.g. offene Tanzkurse kann, d.h. kurz gesagt: Wenn Ihr Zeit habt, geht Ihr hin. Wenn nicht, holt Ihr das Thema später nach.

Wer außerdem schnell Salsa lernen mag, dem empfehlen wir die Salsa-Workshops, die manchmal auch Salsa-Bootcamps genannt werden. Bei diesen Salsa-Workshops könnt Ihr in einem zeitlich fest umrissenen Rahmen, z.B. ein Wochenende, ganz bestimmte Fertigkeiten beim Tanzen erwerben. Die sind meist deutlich beschrieben. Immer mehr Salsa-Tanzschulen bieten solche Workshops an, aber auch auf Salsa-Festivals und Salsa-Kongresse werdet Ihr fündig.

Salsa-Tanzreisen und Privatunterricht sind Sonderformen, die in aller Regel etwas mehr Geld kosten, aber dafür am sichersten in einer Zeit X zum Erfolg führen. Wir empfehlen, Euch wenigstens mal die Möglichkeiten anzuschauen oder bei den Tanzlehrern und Tanzschulen nachzufragen.

Erste Schritte beim Salsa tanzen lernen

Für welche Form des Salsalernens Ihr Euch entscheidet, hängt sicher zum Einen vom konkreten Angebot in der jeweiligen Stadt oder Region ab, aber auch von Euren persönlichen Vorlieben und Umständen, wie oben beschrieben. Ich kann nur empfehlen, sich anfangs noch gar nicht festzulegen! Aus 2 Gründen:

1. Es ist ein großer Vorteil, wenn Ihr wenigstens den Grundschritt in etwa schon beherrscht. Dadurch könnt Ihr Euch dann beim Tanzkurs, Workshop oder was auch immer, auf das Wesentliche konzentrieren, statt darauf, welches Bein nun wann vor das andere gesetzt werden muss. Vor fast jeder Salsa-Party gibt es s.g. Schnupperkurse, in denen Ihr diesen Grundschritt bis zur Erschöpfung immer wieder üben könnt.

2. Schaut Euch so viele Salsa-Tanzschulen und Salsa-Tanzlehrer, wie möglich an. Dazu gibt es Gelegenheit bei den eben erwähnten Salsa-Partys. Aber auch die Tanzschulen selbst bieten Schnupperkurse an, präsentieren sich am Tag der offenen Tür oder in anderer Form. Nehmt und lasst Euch Zeit! Wie bei jedem Menschen, den Ihr kennenlernt, wird Euch der eine sympathischer sein, ein anderer nicht so sehr. Mal ist man von der Methode eines Tanzlehrers angetan oder auch von der Atmosphäre oder den anderen Tanzschülern. Ihr werdet das spüren, wo und bei wem Ihr für den Anfang am besten aufgehoben seid.

Preise beim Salsa lernen

Auch hier gilt es abzuwägen und nicht dem ersten Anschein nachzugeben. Ein vermeintlich teurer Tanzkurs kann Euch jede Menge Geld sparen, weil der Tanzunterricht und die Tanzlehrer gut sind und Ihr schnell lernt. Andererseits muss ein Angebot zum halben Preis nicht schlecht sein.

Die Preisgestaltung hängt bei Tanzkursen von vielen Faktoren ab. Das funktioniert wie überall in der Wirtschaft. Mal versucht man Euch zu locken und Ihr macht ein echtes Schnäppchen. Mal bekommt Ihr ein exklusives oder besonders hochwertiges Angebot. Ein Tanzkurs in der Stadtmitte ist vielleicht teurer, weil die Mieten höher sind – dafür habt Ihr die beste Lage, kommt gut hin und wieder weg. Ein anderer Kurs kostet vielleicht wenig, weil ganz viele Leute teilnehmen – aber dann haben die Tanzlehrer u.U. auch nur wenig Zeit, sich um Euch speziell zu kümmern und Ihr braucht 3 mal so viel Zeit, um eine Figur o.ä. zu begreifen.

Immer mehr Tanzschulen bieten auch s.g. “Flatrates” an, die manchmal auch “Monatsbeitrag” genannt werden. Das kann eine gute Wahl sein, wenn Ihr mehrmals in der Woche tanzen wollt oder Euch nicht auf einen bestimmten Tag einrichten wollt.

Geschwindigkeit beim Salsa lernen

Salsa lernen macht beim Prozess des Lernens keine Ausnahme. Je häufiger Ihr tanzt und übt, um so schneller werdet Ihr gut sein. Deshalb empfehlen wir gerade am Anfang alles “mitzunehmen”, was sich Euch bietet. Die eben erwähnte Flatrate bietet dafür eine Möglichkeit. Wichtig wäre, eine gewisse Schwelle schnell zu überschreiten: nämlich die, dass Ihr den Grundschritt beherrscht und ein paar einfache Figuren und Drehungen. Damit könnt Ihr Euch ohne Sorgen auf jede Salsa-Party trauen, auch wenn alle Anderen ringsum noch viel besser sind. Natürlich! Ihr werdet später sehen, dass alle anderen Salsa-Tänzer auch nur mit Wasser kochen.

Ihr solltet aber auch keine übertriebenen Erwartungen haben. Wenn Ihr eine Sprache lernt, erwartet Ihr auch nicht, nach 4 Wochen perfekt in Wort und Schrift zu sein. Das erwarten übrigens auch Andere nicht von Euch.

Kontakte beim Salsa lernen

Neben dem Tipp, sich bei Tanzschulen und Tanzlehrern umzusehen, solltet Ihr auch so oft wie möglich auf Partys und dergleichen gehen. Seid offen, stellt Euch vor, quatscht mit den Leuten. Sagt ruhig, dass Ihr Anfänger seid. Die meisten erfahrenen Salsatänzer und Salsatänzerinnen können sich darauf einstellen, wenn Ihr mit ihnen tanzt – und sich daran erinnern, dass sie auch einmal angefangen haben. Die Salseras und Salseros sind ein freundliches und offenes Völkchen und bald werdet Ihr Teil der Familie sein. Wenn Ihr dann auf eine Party geht, werdet Ihr immer Leute treffen, die Ihr schon kennt.

Natürlich gibt es, wie in jeder anderen Gruppe, auch Stiesel, arrogante oder sonst unangenehme Menschen. Warum sollte das ausgerechnet beim Salsatanzen anders sein? Macht euch nichts draus. Links liegen lassen und freundlich grüßen – vielleicht ist das ja gar nicht so ein Muffel, wie man meint, wenn man ihn oder sie erst besser kennt.

Salsa-Stile beim Salsa lernen

Welchen Salsa-Stil Ihr erlernen solltet, kann man nicht so oder so beantworten. Wie immer, wird das auch vom Angebot abhängen und wie oben erwähnt, werdet Ihr mit der Zeit ohnehin alles Mögliche kennenlernen. Natürlich habe ich selbst auch meine Favoriten. Aber das würde hier nur ablenken und Euch auf eine falsche Fährte setzen. Zu den verschiedenen Salsa-Stilen solltet Ihr diesen Artikel lesen.

Finger weg von “Salsa on 2”: Wenn Ihr zur Menschengattung “normaler Mitteleuropäer” gehört und und sonst noch keine großartigen Erfahrungen beim Tanzen habt, versucht nicht die Erfahrungen von ganzen Generationen von Salsa-Tänzern in den Wind zu schießen. Salsa on 1, also den ersten Schritt mit dem ersten Viertelschlag in einem Takt zu machen, ist für alle Menschen mit hiesigen Hörgewohnheiten einfacher. Deshalb hat sich diese Art zu tanzen heraus gebildet! Salsa on 2 ist zwar gerade hipp (siehe Artikel), aber dafür habt Ihr später noch Zeit, wenn Ihr nicht mehr überlegt, ob Ihr Euch auf eine Salsatanzfläche traut.

Anmerkung: Das Gleiche gilt übrigens für die “Clave“: Ja, der Clave-Rhythmus ist das zentrale Element eines jeden Salsa-Titels und damit kann man wunderschön spielen, mit Interpretationen usw.. Aber die Clave sollte nicht Eure erste Sorge sein, wie wichtig darüber auch immer geschrieben wird! Eure Tanzlehrer haben das im Blick und im Griff, sicher!

Salsa lernen heißt: Üben, üben, üben

Eben! Viel mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen bzw. ist hier schon geschrieben worden. Übt, wann immer und wo immer Ihr könnt. Auch zu hause, beim Saubermachen z.B. kann man Salsa-Schritte üben, beim Kochen oder Zähneputzen. Drei Tipps noch für den Anfang:

Kleine Schritte! Die meisten Salsa-Anfänger machen den Fehler, zu große Schritte zu machen. Ihr werdet da wohl keine Ausnahme sein, könnt Euch aber jetzt darauf achten. Alles ist viel einfacher, wenn Ihr kleine Schritte macht.

Kleine Schritte! Wenn Ihr meint, Ihr würdet kleine Schritte machen, seid sicher, sie sind zu groß! Macht sie dann noch ein Stück kleiner.

Vergesst die Hüfte! Am Anfang… Die tollen Hüftbewegungen, die man gern bewundert, kommen nur sehr selten aus isolierten Hüftbewegungen heraus. Das können meist auch nur erfahrene und gute Salsa-Tänzer(innen). Die Bewegung der Hüfte kommt aus der Gewichtsverlagerung von einem auf den anderen Fuß. Das versteht Ihr, wenn Ihr ganz langsam den Grundschritt macht, am besten auf der Stelle, und dabei schön die Knie beugt. Wenn Ihr Euch aber darauf konzentriert, verliert Ihr den Blick auf das Wesentliche. Die Hüftbewegung kommt von allein, keine Sorge! Also, vergesst erst einmal die Hüfte!

Salsa-Musik für Anfänger

Auch darauf gehen wir in einem gesonderten Artikel ein. Für den Anfang schaut in unsere Kategorie Salsa-Musik. Dort findet Ihr ein paar Tipps.

Nutzt unbedingt unsere Salsa-Radios. Euch stehen gleich mehrere Salsa-Radio-Stationen zur Verfügung. Schaut selbst, was Euch am besten gefällt – mir das Salsa-Radio aus New York.

Weitere interessante Informationen und Links:

  • hilfreich, besonders zum Üben zu hause, sind auch Salsa-Videos

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